Mit gesperrter Karte gezahlt

19-Jährige aus dem Elsofftal muss gemeinnützig arbeiten

Bad Berleburg. Wer seine EC-Karte zur Begleichung einer Rechnung vorlegt, obwohl das Konto mangels Deckung berreits gesperrt war, der begeht eine Straftat. Davon kann eine 19-Jährige aus dem Elsofftal ein Lied singen, die jetzt vor dem Bad Berleburger Amtsgericht zur Ableistung von 25 gemeinnützigen Arbeitsstunden verurteilt wurde.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Die angehende Erzieherin soll im Februar in einer Tankstelle in Bad Fredeburg getankt sowie Zigaretten und Kekse im Gesamtwert von 38,36 e eingekauft haben. Obwohl ihr Konto mangels Masse nicht gedeckt gewesen sei, habe sie zur Zahlung die EC-Karte vorgelegt – ein Fall von Betrug. »Mir war schon klar, dass mein Konto überzogen war. Ich wusste allerdings nicht, dass ich mich damit strafbar mache. Ich war auf dem Weg zur Schule und hatte kein Benzin mehr«, so die Entschuldigung der 19-Jährigen vor Gericht.

Sie habe die Rechnung gleich am nächsten Tag begleichen wollen – was dann auch sehr wohl geschah. Dennoch war ein Strafverfahren nicht mehr zu vermeiden. Die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe attestierte der angehenden Erzieherin dennoch eine positive Sozialprognose, schließlich setze die junge Frau alles daran, die Ausbildung für ihren Traumberuf abzuschließen. Das Problem sei, dass die Angeklagte mit sehr knappen Finanzen auskommen müsse, da es für die Ausbildung lediglich eine kleine Aufwandsentschädigung gebe.

All diese Faktoren wusste auch Hanne Gummersbach von der Siegener Staatsanwaltschaft zu berücksichtigen, die von »klaren Perspektiven im Leben der Angeklagten« und »einer einmaligen Dummheit« sprach. Sie habe in ihrer Situation zu einer Notlösung gegriffen, was jedoch keineswegs eine Entschuldigung sei. Der Antrag der Staatsanwaltschaft: 25 Stunden gemeinnützige Arbeit.

Dem kam Richter Torsten Hoffmann in seinem Urteil nach. 25 Stunden muss die junge Frau aus dem Elsofftal für den gemeinnützigen Verein »Die Brücke« ableisten. »Ein Schuss vor den Bug, ich hoffe, dass ich Sie hier nicht mehr treffe«, so die abschließenden Worte des Richters in Richtung der Angeklagten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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