Mit Spaß im würdigen Rahmen

Kraft und Geschick waren notwendig, um beim „Autotragen Reloaded“ zu bestehen. Dabei hatte auch die Dorfjugend Rückershausen (Bild) ihre Mühen. Wer vom Parcours abkam, riskierte eine Zeitstrafe. Foto: tika
  • Kraft und Geschick waren notwendig, um beim „Autotragen Reloaded“ zu bestehen. Dabei hatte auch die Dorfjugend Rückershausen (Bild) ihre Mühen. Wer vom Parcours abkam, riskierte eine Zeitstrafe. Foto: tika
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tika Weidenhausen. Die Feierlichkeiten im Jubiläumsdorf Weidenhausen scheinen kein Ende zu nehmen: Mit einer „Mords Gaudi“ eröffnete die örtliche Dorfjugend am Samstagnachmittag die achte Auflage ihres Bayerischen Festes auf dem Sportplatz. „Die Burschenschafts- und Dorjugendwettkämpfe im Rahmen unseres Bayerischen Festes sind mittlerweile Tradition“, erklärte der Vorsitzende der Dorfjugend Weidenhausen, Christopher Reinke, während er die Anzahl der Sprünge des HC Wittgenstein beim Seilspringen prüft. „Allerdings wollten wir in diesem Jahr einen würdigen Rahmen schaffen“, so Reinke, schließlich feiere das Dorf 700-jähriges Bestehen.

Nach einer kreativen Schaffenspause im vergangenen Jahr, habe man sich deshalb neben etablierten Spielen bei den Wettkämpfen, darunter „Autotragen Reloaded“, auch neue Wettbewerbe ausgedacht: „Mein persönliches neues Lieblingsspiel ist Wasserbombentennis“, berichtete Christopher Reinke, während er sich ein dezentes Grinsen wegen einer zerplatzten Bombe nicht verkneifen kann. Ziel des Spieles sei es, möglichst viele Wasserbomben mit einer Schleuder zu werfen, ohne dem gegnerischen Team einen Treffer mit dem Tennisschläger zu ermöglichen. So einfach die Regeln klingen, soviel Feingefühl ist nötig, um die Wasserbomben im Ganzen abzuschießen.

Überhaupt setzte der Veranstalter bei den Wettkämpfen an diesem Samstag auf Geschick, Kreativität, Kraft und Ausdauer. Insgesamt hatten sich die Organisatoren der Dorfjugend zehn solcher Spiele ausgedacht, darunter auch Strohballenstapeln, Stelzenlauf, Maßkrughalten, Baumstammbalancieren und Elefantenrennen. „Bei alldem steht der Spaß natürlich im Vordergrund“, wusste Christopher Reinke - weshalb es bei einigen der Spiele auch auf eine hohe Trinkfestigkeit der Teilnehmer ankam. So war das allseits bekannte Wetttrinken eine beliebte Disziplin, um den Vorsprung im Wettbewerb auszubauen oder den Abstand zu den vorderen Rängen zu verkleinern. Schließlich, so Reinke, gehe es um attraktive Preise: „Die erstplatzierte Mannschaft erhält 30 Liter Bier, die zweitplazierte 20 Liter und die dritte Mannschaft gewinnt immerhin noch zehn Liter Gerstensaft.“

Insgesamt hatten sich zwölf Mannschaften für den Wettbewerb angemeldet. Die Wildschweine Wittgenstein, die Dorfjugenden aus Erndtebrück, Rückershausen, Berghausen und Birkelbach, die Burschenschaften aus Arfeld, Birkefehl und Dotzlar, der HC Wittgenstein, die Landjugend Wittgenstein, „Der Keller“ und die Hobbyalkoholiker aus Steffenberg - sie alle waren erschienen, um ihre Kräfte im Kampf um Freibier zu messen. Besonders erfreut zeigte sich Christopher Reinke über die hessischen Hobbyalkoholiker: „Die sind seit der ersten Veranstaltung 2001 in jedem Jahr dabei.“

Mittlerweile war es 14 Uhr. Rund eine Stunde war seit Festbeginn vergangen, zahlreiche Besucher und Schaulustige - rund 300 Gäste zählte Christopher Reinke - hatten sich inzwischen eingefunden. Kein Wunder, denn neben den Wettkämpfen gab es schließlich auch kulinarische Spezialitäten nach dem Münchener Original zu genießen: Von frisch gezapftem Weißbier bis Leberkäse und Schweinshaxen ist alles dabei - echtes Wies’n-Flair mit tollen Schmankerln eben. „Das Konzept geht auf“, stellte Christopher Reinke fest. Doch längst waren noch nicht alle Besucher angekommen, da war sich Reinke sicher. Für diese waren verschiedene Spiele aufgebaut worden: „Hau den Lukas“, das Bierschiebespiel und Kuhroulette. Bei Letzterem handelte es sich um ein besonderes Glücksspiel, bei dem eine Kuh über den Sieger des Spiels entschied - mit ihrem Fladen. Der Besitzer des Feldes 27 war diesmal der Glückliche. Er hieß Dennis Schneider, stammte aus Rückershausen und gewann einen Holzgrillwagen.Nach rund vier Stunden, viel Schweiß und Kampfgeist waren die Wettkämpfe auf dem Sportplatz beendet. Als heimlicher Favorit hatte die Burschenschaft Birkefehl gegolten, wie Christopher Reinke noch am Nachmittag verraten hatte. Dieser Erwartungshaltung wurden die Birkefehler letztlich auch gerecht: Sie errangen den ersten Platz nach einem Nagelbrettstechen, bei dem die Dorfjugend Birkelbach chancenlos unterlag. Den dritten Platz feierte die Dorfjugend Rückershausen mit einer Sektdusche für das Publikum. Bei den Damen lautet das Ergebnis ähnlich: Die Dorfjugend Schameder siegte vor den Lokalrivalinnen aus Birkelbach. Den dritten Platz teilen sich die Dorfjugenden aus Rückershausen und Erndtebrück.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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