Mit Witz, Charme und Stimme

Calmus Ensemble Leipzig begeisterte durch Bandbreite bei Konzert im Berleburger Schloss

akj Bad Berleburg. Das Calmus Ensemble Leipzig, das sind fünf junge Männer und eine hervorragende Sopranistin. Und das Calmus Ensemble Leipzig überzeugte jetzt mit einem breit gefächerten Repertoire an Vokalmusik die Besucher des Konzerts im Schloss. 1999, nach Bestehen des Abiturs, gründeten die Countertenöre David Erler und Sebastian Krause, Tenor Martin Lattke, Bariton Ludwig Böhne und Bass Ulrich Barthel das Ensemble, alle fünf waren Mitglieder des Leipziger Thomaner-Chors. 2001 schloss sich Sopranistin Anja Lipfert den Musikern an – und die junge Frau mit der klaren Stimme war eindeutig eine große Bereicherung für das Calmus Ensemble. Bei dem Konzert, das von der Kulturgemeinde präsentiert wurde, glänzten die jungen Musiker mit einem facettenreichen Programm. Von ruhig und melancholisch bis hin zu lebendigen, fröhlichen Stücken, von Volksliedern über Klassiker bis hin zu bekannten Liedern über die Liebe war alles dabei. Bei Stücken wie »Es waren zwei Königskinder« von Max Reger bewiesen die fünf Sänger und ihre Sopranistin viel Gefühl und Melancholie. Aber auch zahlreiche eigene Arrangements bekannter Lieder sowie Widmungs- und Auftragskompositionen von Fredo Jung gehörten zum Programm. So sangen die jungen Musiker Lieder über die vier Jahreszeiten und dramatische, aber auch witzige, vertonte Fabeln. Eine herausragende Darbietung lieferte das Calmus Ensemble bei dem »Erlkönig opus 1« von Franz Schubert. Die abwechslungsreichen Begleitungen zur Hauptstimme machten die Lieder der Künstler zu etwas ganz Besonderem. »Das Lied was jetzt kommt hat etwa 40 Strophen, aber keine Angst, wir singen nicht alle«, wollte Ulrich Barthel das Publikum beruhigen, aber der Begeisterung nach zu urteilen, hätten die Zuhörer auch dagegen keine Einwände gehabt. Es handelt sich um eine eigens für das Calmus Ensemble von Fredo Jung komponierte Version der »Vogelhochzeit«, mit Variationen und integrierten Zitaten anderer Liedern sowie mit pfiffiger Gestik und Mimik.

Nach der Pause wartete ein lebendiges Programm voller Eigen-Arrangements bekannter Stücke, darunter einige der Comedian Harmonists, auf die Zuhörer im Berleburger Schloss. Bei »Wenn ich vergnügt bin muss ich singen« meisterten die Künstler eine Aneinanderreihung komplizierter Zungenbrecher. Der Spaß kam bei dem Konzert keineswegs zu kurz, so auch nicht bei dem Stück »Barbara« von Georg Kreisler: »Es gibt zwei Sorten von Liebesliedern, traurige und fröhliche. Allerdings überwiegen die traurigen. Scheinbar gibt es also mehr Liebesschmerz als Liebesglück. Da haben wir einen Tipp und bei konsequenter Anwendung wirkt es auch ab der zweiten Woche«, erklärten die Musiker und hatten die Lacher auf ihrer Seite, als sie dann von der Traumfrau Barbara sangen, die am einfachsten und am billigsten ist, weil sie ja eigentlich gar nicht existiert. Zum Finale sang das Calmus Ensemble dann »Mein kleiner grüner Kaktus« und »Veronika, der Lenz ist da«, auch hier überzeugten die sechs Musiker mit Humor und Entertainer-Qualitäten. Langanhaltende Ovationen forderten nach einer Zugabe, auch hier gab es wieder etwas zu Lachen: Jeder Einzelne stellte sich in dem Lied selbst vor. »Wer mich hört, der wundert sich, dass so ein interessanter Mann wie eine Frau hoch singen kann«, sang einer der beiden Countertenöre. Witz und Charme sowie die starke künstlerische Leistung der jungen Musiker zogen das Publikum zur Recht in ihren Bann.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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