Perspektiven für den Jugendförderverein
"Mobile" Streaming-Möglichkeiten in Planung

Konzerte oder andere Veranstaltungen mit vielen Besuchern fallen vorerst weiterhin flach. Der Jugendförderverein denkt sich deshalb immer wieder neue Formate aus.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

vc Bad Berleburg. Keine Konzerte und Traditionsmärkte, keine aufgebauten Hüpfburgen: Für den Jugendförderverein Bad Berleburg war die Corona-Pandemie seit dem März 2020 keine einfache Zeit. In diesem Jahr sollte alles besser werden, doch aktuell sieht es weiterhin nach angezogener Handbremse aus. Die SZ spricht mit dem Vorsitzenden Holger Saßmannshausen über Perspektiven, Hoffnungen – und mögliche neue Formate.

Die Osterferien sind fast in Sichtweite. Gibt es Hoffnung für eine Saisoneröffnung mit dem traditionellen Indoor-Hüpftag am Stöppel?
Leider nein. Gerade das schweißtreibende Hüpfen auf unseren Großspielgeräten und noch dazu im Innenbereich wäre sicher unverantwortlich. Dafür arbeiten wir aber wieder gemeinsam mit unseren Partnern Stadtjugendpflege und BLB-Tourismus an einer Corona konformen Oster-Aktion, damit die Kinder wenigstens daheim ein bisschen Spaß und Abwechslung haben und auch eine Freiluft-Eiersuche in Kooperation mit dem Ortsheimatverein Schieferschaubergwerk in Raumland ist in Planung.

Neue Formate und kleine Aktionen

Bei welchen Aktionen war der Jugendförderverein seit dem letzten Lockdown beteiligt?
Als größere Events sind da sicherlich die Premieren-Veranstaltung „Ein Sommerabend“ in Kooperation mit Tobias Beitzel und das Open-Air-Auto-Kino im Industriegebiet in Schameder hervorzuheben. Beides für uns neue Formate, die super gut gelaufen sind. Auch die vielen kleinen Aktionen, wie zum Beispiel die virtuelle Ostereiersuche, die Verteilung der Jugendbus-Tüten oder das Weihnachtsbaum schmücken zum eigentlichen Weihnachts-Zeitreise-Termin bleiben mir in guter Erinnerung.

Gibt es auch für den Jugendförderverein Bad Berleburg durch die digitalen Angebote neue Perspektiven und Kooperationsmöglichkeiten?
Auf jeden Fall. Aktuell befassen wir uns ja in einem Leader-Projekt im Auftrag der Stadt Bad Berleburg mit dem Thema, wie wir uns und unsere 162 Mitgliedsvereine krisensicherer aufstellen können. Natürlich gehört da auch eine Analyse zu, welche Veranstaltungsformen dauerhaft planbar sind, denn Pandemiezeiten kann es sicher auch nach Covid-19 immer mal wieder geben. Manchmal reicht es ja auch schon, wenn das Hauptevent im Veranstaltungskalender mal kräftig verregnet. Hier gilt es, für die Zukunft gewappnet zu sein und genau das erhoffen wir uns von den Ergebnissen der Projektarbeit. Es ist uns ja allen wichtig, dass auch zukünftig attraktive Veranstaltungen in unserer gemeinsamen Heimat stattfinden, die natürlich auch wirtschaftlich tragfähig sein müssen. Unser hauptamtlicher Angestellter Matthias „Taylor“ Schneider und seine Jungs befassen sich momentan zum Beispiel sehr intensiv mit „mobilen“ Streaming-Möglichkeiten, die wir vielleicht zukünftig nutzen und auch anderen Interessenten anbieten können. Wer weiß, vielleicht erleben wir schon bald ein erstes gestreamtes Konzert aus Bad Berleburg. Die heimischen Bands würde es sicher freuen, wenn sie nochmal eine Auftrittmöglichkeit bekämen.

Tour mit Picknick

Im „Corona-Sommer“ fanden wenige, aber dankbar angenommene Formate statt. Ist eine Wiederholung geplant?
Auf jeden Fall. Wir planen beispielsweise aktuell mit Tobias Beitzel eine Fortsetzung der erfolgreichen Premieren-Reihe aus 2020. Etwas verändert, mit mehr Bandanteilen, aber auch wieder als eine Art Tour über die Stadt der Dörfer in den Sommerferien. Hier darf dann jeder wieder seine eigenen Speisen und Getränke sowie die Picknickdecke mitbringen und wir hoffen auf die freiwillige Hut-Sammlung, um die Künstler etc. zu bezahlen.

Gab es schon Anfragen zu den Großspielgeräten und anderer Ausrüstung aus dem Fundus des Jugendfördervereins?
Anfragen gibt es immer mal wieder, zum Beispiel für die LED-Wand fürs Bad Laaspher Kino-Event oder die ein oder andere Hüpfburg für geplante Vereinsveranstaltungen. Der Vereinsbus wird auch regelmäßig vom Kindergarten genutzt, aber das ist alles kein Vergleich zu normalen Jahren. Da der Materialpool normalerweise ohnehin nur eine schwarze Null abwerfen soll und den Mitgliedsvereinen ja zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt wird, ist das schon eine große finanzielle Herausforderung für uns. Die Kosten für Versicherungen, Lager etc. bleiben, aber die Einnahmen gehen gegen Null. Da gerät ein sonst funktionierendes System ins Wanken und wir sind froh, dass wir zum einen staatliche Förderung bekommen haben und zum anderen auch auf unsere treuen, langjährigen Partner zählen können. Das ist in diesen Zeiten wichtiger denn je, und wir wissen das sehr zu schätzen.

Positiv vorangehen

Hand aufs Herz. Hofft man beim Jugendförderverein, im Herbst wieder eine Veranstaltung unter weitestgehend normalen Bedingungen abhalten zu können?
Wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Seriös planen kann das sicher keiner, aber wir schauen, was geht und bewegen uns im Bereich des Möglichen. Es ist wichtig, dass wir da positiv vorangehen und den Menschen zeigen, dass es trotz Pandemie noch Schönes gibt, vielleicht auch nur kleine Dinge. Ich sehe das als Mutmacher-Veranstaltungen und irgendwann stehen wir bestimmt auch wieder mit einem gezapften Glas Pils an der Theke eines Schützenfestes oder mit einem heißen Glühwein-Becher auf dem Schloßhof zur Bad Berleburger Weihnachts-Zeitreise. Für diese schöne Vision lohnt es sich, alles zu tun und jetzt den Grundstein zu legen. Das Licht am Ende des Tunnels ist bereits zu sehen.

Konzerte oder andere Veranstaltungen mit vielen Besuchern fallen vorerst weiterhin flach. Der Jugendförderverein denkt sich deshalb immer wieder neue Formate aus.
Holger Saßmannshausen ist seit vielen Jahren Vorsitzender des Jugendförderverein Bad Berleburg.
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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