SZ

Mitorganisator im Gespräch
Montagsdemonstrationen laufen weiter

Gegner und Befürworter der Corona-Maßnahmen lieferten sich in Bad Berleburg über Wochen einen intensiven Schlagabtausch. Die Regierungskritiker wollen ihren Protest auch in Zukunft auf die Straße bringen.
  • Gegner und Befürworter der Corona-Maßnahmen lieferten sich in Bad Berleburg über Wochen einen intensiven Schlagabtausch. Die Regierungskritiker wollen ihren Protest auch in Zukunft auf die Straße bringen.
  • Foto: Martin Völkel
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vö Bad Berleburg. Maskenpflicht weitgehend abgeschafft, Impflicht zumindest akut vom Tisch und kaum noch Einschränkungen bei größeren Veranstaltungen - ist damit wieder alles in Butter? Anders ausgedrückt: Haben sich damit die Montags-Demonstrationen in der Bad Berleburger Kernstadt erledigt? "Schön wäre das, aber es gibt keinen Grund dafür, nicht mehr auf die Straße zu gehen. Wir haben uns von Beginn an dafür eingesetzt, unser altes und freiheitliches Leben zurückzubekommen. Davon kann zum jetzigen Zeitpunkt aber keine Rede sein", sagt Marcel Ebert. Der Mitorganisator der Kundgebungen aus Wemlighausen will daran festhalten, "dass wir der Regierung genau auf die Finger schauen". Das fange eben im kleinen an, in diesem Fall in Bad Berleburg.

Bad Berleburg. Maskenpflicht weitgehend abgeschafft, Impflicht zumindest akut vom Tisch und kaum noch Einschränkungen bei größeren Veranstaltungen - ist damit wieder alles in Butter? Anders ausgedrückt: Haben sich damit die Montags-Demonstrationen in der Bad Berleburger Kernstadt erledigt? "Schön wäre das, aber es gibt keinen Grund dafür, nicht mehr auf die Straße zu gehen. Wir haben uns von Beginn an dafür eingesetzt, unser altes und freiheitliches Leben zurückzubekommen. Davon kann zum jetzigen Zeitpunkt aber keine Rede sein", sagt Marcel Ebert. Der Mitorganisator der Kundgebungen aus Wemlighausen will daran festhalten, "dass wir der Regierung genau auf die Finger schauen". Das fange eben im kleinen an, in diesem Fall in Bad Berleburg.

Bedeutet im Klartext: Montags geht der Protest ab 18 Uhr weiterhin auf die Straße. Weiterhin ein stiller Protest - aber einer mit einer deutlichen Botschaft. Möglicherweise nehme man sich in den Osterferien mal eine Auszeit, aber das stehe noch nicht fest, so Marcel Ebert. Und weil der frühere Bundeswehrsoldat ein Mann der klaren Worte ist, klammert er im SZ-Gespräch keineswegs aus, dass die Anzahl der Teilnehmer montags kontinuierlich rückläufig sei. Aus durchschnittlich 200 bis 220 Mitstreiterinnen und Mitstreitern sei mittlerweile zwischen 120 und 130 geworden. Warum ist das so? Weil viele Corona-Maßnahmen gelockert wurden? Marcel Ebert: "Ich kann das nicht beantworten. Persönlich hat mich niemand darüber informiert, warum er nicht mehr dabei ist."

Organisatoren der Montags-Demos im SZ-Gespräch

Er könne nur davor warnen, die Dinge zu optimistisch zu sehen. Jeder sei gut beraten, sich ganz genau zu informieren, was die Regierung beschließe und was dahinter stecke. Und: Jeder sei gut beraten, sich das Grundgesetz zur Hand zu nehmen und die Dinge, die momentan im Land passierten, damit abzugleichen. Vielleicht sei die allgemeine Impfpflicht momentan vom Tisch, das bedeute aber keineswegs, dass das Thema "spätestens im Herbst wieder aufschlägt". Zumal ja weiterhin eine Impfpflicht für über 50-Jährige im Raum stehe. Das Corona-Thema sei ohnehin nur wegen des Krieges in der Ukraine in den Hintergrund gerückt, analysiert Marcel Ebert.

Kritik an Preisexplosion

Eine Katastrophe reihe sich direkt an die nächste. Komisch sei allerdings, dass in Deutschland die Preise für Benzin und verschiedene Grundnahrungsmittel regelrecht explodierten - davon aber in europäischen Nachbarländern nicht die Rede sei, zumindest nicht in dieser Dimension. "Wir bekommen von bestimmten Politikern, vornehmlich aber aus dem Lager der Grünen, gesagt, was wir zu tun und zu lassen haben. Das möchten wir nicht akzeptieren. So lange die Mehrheiten in diesem Land so sind, wie sie sind, werden wir keinen Frieden finden."

Demonstranten stehen sich in Bad Berleburg direkt gegenüber

Er denke darüber nach, so Marcel Ebert, den Montags-Protest unter eine andere Überschrift zu stellen. Neben dem Protest gegen die Corona-Bestimmungen gehe es eben auch um die Inflation und die Preise, die kein Mensch mehr bezahlen könne. Dass die Proteste gegen die Montags-Kundgebungen auf dem Parkplatz gegenüber des Johannes-Althusius-Gymnasiums nicht mehr stattfinden, hat der Mann aus Wemlighausen registriert: "Schon seit Wochen nicht mehr. Weil Krieg in der Ukraine ist, gibt es wichtigeres als Corona. Wir haben das zur Kenntnis genommen."

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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