Landwirtschaft und Brauchtum
Museum am Rothaarsteig nimmt Form an

Daumen hoch für ein beeindruckendes Projekt: Die Mitglieder des Heimatvereins „Landwirtschaft und Brauchtum“ führten ihre Jahreshauptversammlung im neuen Museum am Rothaarsteig durch.  Foto: vs
  • Daumen hoch für ein beeindruckendes Projekt: Die Mitglieder des Heimatvereins „Landwirtschaft und Brauchtum“ führten ihre Jahreshauptversammlung im neuen Museum am Rothaarsteig durch. Foto: vs
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vs Bad Berleburg. Die Mitglieder des Bad Berleburger Heimatvereins „Landwirtschaft und Brauchtum“ fanden sich am Freitag ausnahmsweise nicht im neuen Heimatmuseum am Rothaarsteig zusammen, um die Fertigstellung des Hauses voranzutreiben, sondern um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. In der Jahreshauptversammlung stand jedoch der Bau des Museums wiederum im Vordergrund: Klaus Daum, Vorsitzender des Heimatvereins, präsentierte den zwei Dutzend anwesenden Mitgliedern mit Hilfe von Bildern den beeindruckenden Baufortschritt im Verlauf eines Jahres.

Der Verein, der von EU-Mitteln profitiert, die etwa 35 Prozent der anfallenden Baukosten abdecken, hat „fast alles in Selbstarbeit geleistet“. Die fleißigen Vereinsmitglieder, unter denen auch echte Profis in Sachen Handwerk sind, durften sich immer wieder über die ein oder andere Spende freuen: Nicht nur die Schrauben, von denen weit über 10 000 Stück ihren Weg in die Wände des neuen Museums gefunden haben, sondern auch die Außenfassade – bestehend aus Fenstern und Blechen – wurden mit Unterstützung heimischer Unternehmen finanziert.

Auch wenn das äußere Erscheinungsbild des Museums zurzeit noch einer Industriehalle ähnelt, soll dies nicht dauerhaft so bleiben, erklärte Klaus Daum. „Wir haben alles so genommen, wie es war. Das heißt nicht, dass es so auch bleiben wird.“ Jedoch kommt es speziell bei diesem Projekt nicht nur auf das Äußerliche an, vielmehr zählen auch die inneren Werte. Hier sind die Pläne groß und der ein oder andere Fortschritt ist auch schon deutlich zu sehen: Während die Räume, die später einmal als Technikräume, Vereinsbüro, Küche und Mehrzweckraum fungieren sollen, derzeit noch leer und unfertig sind, fehlen in den Sanitäranlagen nur noch die Duschen und die Decke. „Wir verbringen so viel Zeit auf der Baustelle und wenn wir dann erzählen, dass wir noch Duschen einbauen, denken die Leute immer, wir würden hier einziehen wollen“, scherzte Klaus Daum.

Herzstück des Museums soll natürlich der Ausstellungsraum werden, der durch Stellwände nicht nur für die Exponate, sondern auch für Feiern zur Verfügung stehen sollen. Außerdem soll noch ein Archiv ausgebaut und ein Außenbereich mit Terrasse entwickelt werden.

Das trockene Wetter im vergangenen Sommer sorgte nicht nur dafür, dass man „ohne Probleme bauen konnte“, sondern war auch der Garant, dass die Montage der Photovoltaikanlage so reibungslos funktionieren konnte. Bereits jetzt produziert die Anlage so viel Strom, dass die Energieversorgung für das gesamte Gebäude gesichert ist.

In Zusammenarbeit mit dem Versorger Innogy wird ein Konzept erarbeitet, dass der Strom, der im Sommer nicht für den Eigenbedarf verbraucht wird, in einem „virtuellen Speicher“ zwischengelagert wird. Auf diesen Vorrat kann der Heimatverein dann im Winter zurückgreifen. Jedoch sind nicht nur die Photovoltaikanlage und Sonne fleißig, das gilt vor allem für die Mitglieder des Vereins: Im Rahmen des Förderprogramms müssen die Arbeitsstunden aufgeschrieben werden.

Bis jetzt haben die fünf bis sechs im Durchschnitt anwesenden Freiwilligen 6000 Stunden in Eigenleistung bewältigt. Hierfür gab es nicht nur von Klaus Daum ein dickes Dankeschön, sondern auch vom Ehrenvorsitzenden Hermann Kaiser. „Als ich hier hereinkam, war ich erstaunt, was in kurzer Zeit alles entstanden ist.“ Nach einem kleinen Rundgang durch die noch nicht fertiggestellten Räume gab es eine Generalprobe für das Dach. Die Konstruktion ließ sich nicht sonderlich von Starkregen, Gewitter und Hagel beeindrucken und machte Hoffnung auf viele gemütliche Abende im neuen Domizil des Vereins.

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