Musik für junge Wittgensteiner

Zum zweiten Rock-Event kamen sieben heimische Bands und 300 Besucher nach Dotzlar

akj Dotzlar. Das hat gerockt. In der Dotzlarer Kulturhalle gaben sich am Samstag heimische Bands die Ehre, von Black Metal über Rock'n'Roll bis hin zu »Trashdeathmetalcore« oder »hardcorebeeinflusstem Kickassmetal« – so die Eigen-Einordnung der jungen Musikanten im Originalton – reichte das Repertoire, das die Zuhörer hier geliefert bekamen.

Kulturgemeinde unterstützte Konzert

Organisiert wurde das Rock-Event von Benjamin Senske. Im Rahmen einer Projektarbeit hatte der 18-Jährige bereits ein Rockkonzert im Berleburger Jugendzentrum organisiert, nachdem dort über 200 begeisterte Zuhörer erschienen waren, entschied sich der Dotzlarer ein zweites Rockkonzert zu veranstalten. Diesmal allerdings eine Nummer größer. Hilfe bekam er dafür unter anderem von der Kulturgemeinde Bad Berleburg. »Ich möchte die heimischen Bands unterstützen«, betonte er sein Anliegen. Gleich sieben Bands aus Wittgenstein und dem angrenzenden Hessen hatte er auf die Bühne geholt, noch dazu mit einer Überraschung: Projekt Mutante, die eigentlich abgesagt hatten, weil ihr Schlagzeuger verletzt ist, traten gemeinsam mit den Panheads auf und spielten doch einige ihrer Lieder.

»Es wurde gewippt, getanzt, gesprungen«

Die Band »Drawn by Death« aus Bad Berleburg machte den Anfang. Oliver Hof, David Traut (beide Gitarre), Bassist Till Trapp, Schlagzeuger Till Klöckner und Sänger Christian Schnell überzeugten mit melodischem Death Metal. Die Laaspher Gruppe »Red Lady Dying« kam dann mit dem bereits erwähnten »hardcorebeeinflussten Kickassmetal«: Sänger Marco Dohle, die beiden Gitarristen Steven Grau und Tim Sojka, Bassist Ozan Bodur und Schlagzeuger Vitali Lukin spielten ihre Songs, darunter »Forever Is Forgotten« oder »Africa«, die jungen Bands hatten das Publikum schnell begeistert, es wurde gewippt, getanzt und gesprungen. Mit den beiden Bands »to whom it may concern« aus Biedenkopf und »The Earwix« aus Gönnern standen auch Musiker aus dem angrenzenden Hessen in der Dotzlarer Kulturhalle auf der Bühne:. Simon Sangmeister (Schlagzeug), Gitarrist Felix Bäcker, Bassist Klaus Becker, Sänger Timo Steiner und DJ »Fahrenheinz« (Matthias Heinzerling) rockten mit »Psychodeathmoshtrash« das Publikum, die jungen Männer, die bald ihr zweites Album aufnehmen, spielten Hardcore mit trashigen Noise-Implikationen. Und auch die Earwix, deren Sänger »Big Butt Benni Bronson« bereits im Vorfeld ein »Feuerwerk an Rock'n'Roll-Musik« angekündigt hatte, fanden viel Anklang. Vervollständigt wird die Band von den beiden Gitarristen »Lazy« und »Locken Johnson«, Bassist »Steve Power« und Drummer »Samurai Simon«. »Sleepless Night« und »Sunset Warfare« gehören zu ihrem Repertoire.

Und als Überraschung: Projekt Mutante

Die Band »Aggro Berleburg«, bestehend aus Gitarrist Marco Scholz, Oliver Hof (Gesang), Bassist Christian Dohle und Schlagzeuger Brian Bendfeldt, hatte bereits bei Benjamin Senskes erstem Konzert mitgemacht, und auch beim zweiten Rock-Event traten die jungen Männer wieder auf. Mit Songs wie »Endless Pain« und »Violent People« überzeugten sie mit »Trashdeathmetalcore«. Auch die Erndtebrücker Band »The Panheads« spielte in Dotzlar: Sänger Erik Dickel, die Gitarristen Alexander Sonneborn und Steffen Dörr, Bassist Olli Bernshausen und Drummer Björn Hofmann brachten Rock'n'Roll auf die Bühne, für Begeisterung sorgten sie dann auch beim gemeinsamen Auftritt mit Projekt Mutante.

Lob für Organisator Benjamin Senske

»Freiheit und Pest« oder »Schmutz, Geburt und Einsamkeit«, so heißen Lieder der Band »hiems«, die sich auch über Wittgensteins Grenzen hinaus bereits einen Namen gemacht hat. Sänger Andreas Jäger, die beiden Gitarristen Dennis Meister und Daniel Weber, Bassist Florian Braun und Schlagzeuger Moritz Jung, der derzeit den Part von Hussein Gaafar übernimmt, spielten Black Metal mit einigen anderen Einflüssen, darunter Death Metal und Hardcore. Nach einem gelungenen Abend mit viel guter Musik und rund 300 Besuchern – trotz zahlreicher anderer Veranstaltungen – gebührte ein Lob vor allem Benjamin Senske, der ein umfangreiches Konzert auf die Beine gestellt hatte, bei dem die Wittgensteiner Rock- und Metalfans ganz auf ihre Kosten kamen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.