Preisgeld in eigene Streuobstwiese investiert
Nachhaltigkeit steht ganz oben

Viele Hände, schnelles Ende: Die Weidenhäuser brachten am Samstag mit einem Arbeitseinsatz ihre Streuobstwiese auf Vordermann.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

schn Weidenhausen. Was ist nachhaltig und wie kann man Nachhaltigkeit leben? Diese Frage stellt man sich in Bad Berleburg ständig. Die Kommune trägt den Titel der nachhaltigsten Kleinstadt in Deutschland – und hat dafür auch Preisgelder erhalten. Die sollen und müssen in nachhaltige Projekte fließen.

In der Odebornstadt ist man dabei einen eigenwilligen Weg gegangen, hat das Preisgeld mit Leader-Mitteln kombiniert und konnte so den Dörfern rund 86 000 Euro ausschütten. Ohne die Leader-Förderkulisse wären es „nur“ 30 000 Euro Preisgeld gewesen. „Wir waren immer der Meinung, dass die Projekte aus den Dörfern kommen müssen, dann ist das Geld besser angelegt“, sagte Bernd Fuhrmann am Samstagnachmittag in Weidenhausen mit Blick auf die neuen Bäume der Streuobstwiese.

Baumlücken wurden gefüllt

Die wurde zwar schon im Jahr 2009 angelegt, aber in den Jahren sind einige Bäume eingegangen. Die Lücken wurden am Samstag gefüllt. „Den größten Teil des Geldes haben wir in Spielgeräte und Sitzgelegenheiten investiert, ganz nachhaltig aus Holz“, sagte Steffen Görnig, Weidenhausens Ortsvorsteher. Da man einen Teil des Geldes übrig hatte, wurden Bäume beschafft, um die Bestände wieder aufzufüllen. Die jungen Apfelbäume wurden von einem großen Team gepflanzt.
Gleichzeitig wurde die Streuobstwiese winterfest gemacht. „Das war eine gute Aktion und wir haben uns nach den vielen Monaten endlich mal wieder getroffen und haben haben etwas zusammen gemacht“, brachte es Steffen Görnig treffend auf den Punkt.

Die Fachleute im Team, Ralf Schmidt und Gottfried Kiontke, hatten am Samstag den Überblick und schauen auch über das Jahr immer nach dem rechten auf der Wiese. Am Samstag standen neben den Pflanzarbeiten noch Pflegeschnitte und Aufräumen an.

 „Für den Kompost sind die zu schade“

Der Baumschnitt wird als Unterschlupf für Tiere im Winter dienen und so noch einen guten Zweck erfüllen. „Für den Kompost sind die zu schade“, sagte Steffen Görnig. Die Aktion war dank der viele Hände und der großen Maschinen schnell erledigt. Das bestärkte auch Bernd Fuhrmann in seiner Überzeugung, dass solche Projekte besser in den Dörfern direkt aufgehoben sind. „Jeder Euro, den wir in die Dörfer hinein geben, wird so zu drei Euro“, so der Bad Berleburger Verwaltungsleiter. In den Dörfern kommen die Mittel gut an, dort werden Projekte entwickelt, die entsprechend nachhaltig sind.

„Wir planen immer langfristig“, sagte Steffen Görnig und erntete viel Zustimmung von den umstehenden Helfern. Die Streuobstwiese ist auch so ein langfristiges Projekt, angelegt im Jahr 2009, zum Dorf-Jubiläum. Seither wachsen die Bäume, in diesem Jahr konnten zum ersten Mal Äpfel geerntet werden. „Wir haben gesehen, dass Äpfel am besten wachsen, für viele andere Arten ist das Klima zu kalt“, so der Ortsvorsteher. Also wurden am Samstag ausschließlich Apfelbäume gepflanzt.

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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