Netzwerker im Austausch

Für die Abschlussrunde versammelte Moderator Dieter Loboda Joe Bausch, Bernd Fuhrmann, Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Jutta Schöler und Paul Breuer (v. l.).  Foto: mst
  • Für die Abschlussrunde versammelte Moderator Dieter Loboda Joe Bausch, Bernd Fuhrmann, Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Jutta Schöler und Paul Breuer (v. l.). Foto: mst
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mst Aue. Der „Lernkompass“ hatte in Person von Jutta Schöler eingeladen und so gab es am Samstag auf dem Gelände der Firma Sonor viel inhaltlichen „Stoff“ rund um die „Vernetzung von Bildungsinteressen mit Unternehmen, Behörden und Familien“. Anlass war die zweite Fachtagung unter dem Titel „Lebensraum Siegen-Wittgenstein“. Nach der Premiere mit dem Motto „Lernen und Erziehen“ vor gut drei Jahren war es für Initiatorin Jutta Schöler nur konsequent, der erfolgreichen Veranstaltung nun eine Neuauflage mit dem Ziel der Bildung von Netzwerken in diesem Bereich folgen zu lassen.

Doch die ersten Worte sollten mit dem Sonor-Geschftsführer Karl-Heinz Menzel dem alten und neuen Gastgeber der Tagung gehren. Menzel beglückwünschte Jutta Schöler zu den „hochkarätigen Referenten“ und sicherte auch für die Zukunft die Unterstützung der Firma Sonor zu, wenn es darum gehe „die Region interessanter zu machen“ und den „Lebensraum Wittgenstein nach vorne zu bringen“. Anschließend war es an Jutta Schöler, die sich besonders bei den Kooperationspartnern Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Bad Berleburg und Jugendförderverein Bad Berleburg bedankte.

Mit dem Lahnsteiner Dieter Loboda hatte Schöler einen fachkundigen Moderator gewinnen knnen, der im wahrsten Sinne des Wortes seinen Hut vor allen Beteiligten zog und nach einer kleinen Einleitung in die Thematik den ganzen Tag über mit sehr viel Witz durch das Programm führte. Dafür, dass auch außerhalb des Rahmenprogramms aus Eintrittskartenverlosung, Hüpfburg, Werksführungen und Fingerboarding Kinder im Programm zum Zuge kamen, sorgten Benjamin Bürger und Willi Mohr mit ihren musikalischen Fähigkeiten am Akkordeon. Den ersten Vortrag hielt dann Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann, der von Dieter Loboda mit dem Leitmotiv der Tagung - „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ - angekündigt wurde. Fuhrmann wies auf die bereits bestehenden Berleburger Netzwerke hin und wünschte sich, dass Job und Kinder in Zukunft „ohne schlechtes Gewissen“ zu verbinden seien. Er sei froh, dass Jutta Schöler mit ihrem Engagement „in der Stadt ist“.

Landrat Paul Breuer äußerte anschließend am Vergleich der deutschen und der israelischen Geburtenrate die Einschätzung, dass „wir uns in Deutschland zu sehr am Negativen orientieren“. So warb er dafür, die Folgen des demographischen Wandels gemeinsam zu gestalten und kündigte für Juni den Start der Netzwerk-Aktion „Kinder-Zukunft“ an. Aus der Praxis ihrer beruflichen Tätigkeiten berichtete anschließend Konzentrations- und Wahrnehmungstrainerin Jutta Schöler selbst. Ihr Vortrag „Tipps und Tricks für Eltern - ein Werkzeugkasten für alle Fälle“ gab den Anwesenden somit ganz konkrete Hilfestellungen für die Erziehung.

Schulpsychologin Birgit Sa§mannshausen konnte mit dem Bericht aus ihrem Arbeitsalltag den anwesenden Lehrern im Rahmen einer Fortbildung einige wichtige, aber auch manchmal Besorgnis erregende Entwicklungen mit auf den Weg geben. Nach der Mittagspause setzte der Raumländer Wolfgang Schlabach als Betriebsratsvorsitzender der SMS Siemag den Vortragsreigen fort. Er konnte aus der Praxis über die Bedeutung des Zusammenspiels von Familien- und Unternehmenserfolg referieren.Das Thema des Werler Gefängnisarztes Joe Bausch, der vor allem durch seine schauspielerische Tätigkeit als Gerichtsmediziner im Kölner „Tatort“ einem größeren Publikum bekannt sein dürfte, nahm die Zuhörer mit auf eine spannende Reise zum „Tatort Gehirn“. So bekamen diese im fast voll besetzten Vortragsraum einen durchaus tiefen Einblick in die Hirnforschung. Den letzten Vortrag „Aufwach(s)en in der Gemeinde - demographiebewusste Kommunalpolitik als Standortvorteil“ hielt Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe von der Justus-Liebig-Universität in Gießen, die Mitglied verschiedener Kommissionen auf Landes- und Bundesebene war und ist.Sie sorgte sich besonders um eine fortschreitende Polarisierung der gesellschaftlichen Schichten und warb in ihren auf Grund der fortgeschrittenen Zeit etwas reduzierten Ausführungen dafür, die Dinge „zu Ende zu denken“ und „ganzheitliche Ansätze für mögliche Lösungen zu suchen“.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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