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Andreas Meinecke neuer Fraktionschef
Neue Doppelspitze in Bad Berleburger SPD

In Zeiten von Corona immer mit Abstand, dafür aber eng in der Zusammenarbeit: Andreas Meinecke und Iris Gerstmann stehen ab sofort an der Spitze der Bad Berleburger SPD-Fraktion.  Foto: Martin Völkel
  • In Zeiten von Corona immer mit Abstand, dafür aber eng in der Zusammenarbeit: Andreas Meinecke und Iris Gerstmann stehen ab sofort an der Spitze der Bad Berleburger SPD-Fraktion. Foto: Martin Völkel
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vö Bad Berleburg. Man kann stürzen – wichtig ist es aber, wieder aufzustehen: Die Bad Berleburger SPD geht nach der ernüchternden Wahlniederlage vom Sonntag (26,99 Prozent, neun Sitze im Rat) in die Offensive und stellt sich ihrer Verantwortung. Zum neuen Fraktionsvorsitzenden wurde in dieser Woche Andreas Meinecke aus Schüllar gewählt, der eines der wenigen Direktmandate der Sozialdemokraten im Stadtgebiet erobern konnte. Als Stellvertreterin wird sich Iris Gerstmann in den Neuaufbau einschalten.

Die Girkhäuserin ist seit elf Jahren Ratsmitglied – ebenso lange fungiert Andreas Meinecke als Ortsvorsteher in Schüllar, seit sechs Jahren arbeitet er in der Stadtverordnetenversammlung mit.

Bad Berleburg. Man kann stürzen – wichtig ist es aber, wieder aufzustehen: Die Bad Berleburger SPD geht nach der ernüchternden Wahlniederlage vom Sonntag (26,99 Prozent, neun Sitze im Rat) in die Offensive und stellt sich ihrer Verantwortung. Zum neuen Fraktionsvorsitzenden wurde in dieser Woche Andreas Meinecke aus Schüllar gewählt, der eines der wenigen Direktmandate der Sozialdemokraten im Stadtgebiet erobern konnte. Als Stellvertreterin wird sich Iris Gerstmann in den Neuaufbau einschalten.

Die Girkhäuserin ist seit elf Jahren Ratsmitglied – ebenso lange fungiert Andreas Meinecke als Ortsvorsteher in Schüllar, seit sechs Jahren arbeitet er in der Stadtverordnetenversammlung mit. Dass er seit dieser Woche auch SPD-Mitglied sei, verriet der Familienvater von drei Kindern am Freitag beim kurzfristig anberaumten Pressetermin im SPD-Büro an der Poststraße. Das Duo tritt die Nachfolge des langjährigen Fraktionsvorsitzenden Bernd Weide an, der frühzeitig angekündigt hatte, sich von der ersten in die zweite Reihe zurückziehen zu wollen. Dessen bisherige Stellvertreter Karl-Heinrich Sonneborn und Ulrike Dirkmann gehören der künftigen Stadtverordnetenversammlung nicht mehr an, die sich am Montag, 16. November, konstituieren wird.

Und in der die Sozialdemokraten keinesfalls abtauchen wollen – wenngleich sie sich darüber bewusst sind, dass ihre neue Rolle eine andere sein wird als bisher. „Wir müssen uns nicht verstecken. An den Dingen, die in dieser Stadt erreicht wurden, waren wir maßgeblich beteiligt“, unterstrich Iris Gerstmann. Gleichwohl sei es nicht gelungen, diese Botschaft an den Wähler zu transportieren. Es sei müßig, darüber zu diskutieren, ob der Verzicht auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten die Hauptursache für das enttäuschende Ergebnis gewesen sei, so Iris Gerstmann: „Wir hatten keinen und zu dieser Entscheidung stehen wir. Jetzt geht der Blick nach vorn.“ Die Sozialdemokraten sei weiter erhobenen Hauptes dabei, die Partei habe vor Jahren die Haushaltskonsolidierung gefordert, die jetzt umgesetzt worden sei. Andreas Meinecke kündigte an, dass sich die SPD Bad Berleburg keineswegs „in eine Fundamentalopposition zurückziehen“ werde. Man werde Bürgermeister Bernd Fuhrmann nicht ins offene Messer laufen lassen – klar sei aber auch, dass man Dinge kritisch hinterfragen und den Zeigefinger heben werde.

Auf die Erfolge Bad Berleburgs, an denen auch die SPD maßgeblich beteiligt gewesen sei, dürfe man stolz sein. In den nächsten Wochen gehe es darum, Gespräche mit den anderen Parteien und Gruppierungen im künftigen Rat zu führen. Und zwar ergebnisoffen: „Wenn es gute Ideen gibt, werden wir diese unterstützen. Wir werden nicht mitkämpfen, sondern mitspielen.“ Beide machten kein Geheimnis daraus, dass sie sich als Mannschaftsspieler sehen. Es würden viele Gespräche geführt – und es gelte, die richtigen Schlüsse aus dem Wahlergebnis zu ziehen. Vielleicht müsse man wieder deutlich intensiver in die Ortschaften gehen und für die Zukunft ebenfalls deutlich Ortsvorsteher-Kandidaten benennen. Denn dass es in Bad Berleburg ein SPD-Potenzial gebe, stehe außer Frage – das habe nicht zuletzt die Landratswahl gezeigt. Andreas Meinecke unterstrich, „dass wir noch einige Leute in der Hinterhand haben, die in den Ausschüssen mitwirken wollen“. Es sei also keineswegs so, dass die Partei in Bad Berleburg jegliche Unterstützung verloren habe. Nahezu alle Genossen zögen weiter mit – trotz der Wahlniederlage.

Und es seien durchaus einige junge Gesichter dabei, so der Mann aus Schüllar: „Wir wollen uns jünger präsentieren. Es besteht die große Möglichkeit, dass sich das Fraktionsbild im Laufe der Wahlperiode noch verändern wird. Wir sind da für alles offen.“ Ein Extralob verteilten Andreas Meinecke und Iris Gerstmann an Sandra Peiser: Die stellv. Vorsitzende des Ortsvereins habe neue Gesichter aus dem Hut gezaubert, das Wahlbüro forciert und den gesamten Wahlkampf organisiert: „Das war eine hervorragende Leistung.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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