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Schlagloch-Piste L877
Nicht mehr als ein Brückenschlag

Bei winterlicher Witterung haben die Arbeiten an der Brücke in Elsoff begonnen. Die Straße ist voraussichtlich bis November voll gesperrt.
  • Bei winterlicher Witterung haben die Arbeiten an der Brücke in Elsoff begonnen. Die Straße ist voraussichtlich bis November voll gesperrt.
  • Foto: vö
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

vö Elsoff. Es handelt sich um eine vergleichsweise große Baumaßnahme, für die Landesstraße 877 im Elsofftal kann es aber nur ein kleiner Anfang sein: Seit dieser Woche ist die Straße im Bereich der Bernhardsmühle in Elsoff voll gesperrt, weil die marode Brücke umfangreich saniert wird – bei hochwinterlichen Witterungsbedingungen. Die Menschen im Elsofftal müssen sich für einen Zeitraum von mehreren Monaten auf erhebliche Umleitungen einstellen. Es ist die erste von zwei geplanten Brückenerneuerungen in kurzer Entfernung. Straßen NRW hatte die Maßnahme seit 2013 kontinuierlich angekündigt, allerdings immer wieder verschoben, weil das Geld an anderer Stelle vermeintlich dringender gebraucht wurde.

Elsoff. Es handelt sich um eine vergleichsweise große Baumaßnahme, für die Landesstraße 877 im Elsofftal kann es aber nur ein kleiner Anfang sein: Seit dieser Woche ist die Straße im Bereich der Bernhardsmühle in Elsoff voll gesperrt, weil die marode Brücke umfangreich saniert wird – bei hochwinterlichen Witterungsbedingungen. Die Menschen im Elsofftal müssen sich für einen Zeitraum von mehreren Monaten auf erhebliche Umleitungen einstellen. Es ist die erste von zwei geplanten Brückenerneuerungen in kurzer Entfernung. Straßen NRW hatte die Maßnahme seit 2013 kontinuierlich angekündigt, allerdings immer wieder verschoben, weil das Geld an anderer Stelle vermeintlich dringender gebraucht wurde.

Trasse komplett vergessen

Wer die schmale und kurvige Landesstraße 877 im Elsofftal über mehrere Kilometer befährt, der muss zwangsläufig den Eindruck gewinnen, dass diese Trasse am Rand des Kreises Siegen-Wittgenstein irgendwie komplett vergessen wurde. Der Zustand mit unzähligen Schlaglöchern, weggebrochenen Rändern und notdürftigen Flicken ist vor allem eines: desolat. Und dies, obwohl die L 877 die wichtigste Verkehrsader für die Menschen von Wunderthausen bis Elsoff ist, täglich vom Schulbus in Richtung Grundschule Elsoff genutzt wird und mehrere Gewerbebetriebe zu den Anliegern gehören.

Baustelle nicht unproblematisch

Ein Kommunalpolitiker, der schon mehrere Politiker aus dem Landtag und dem Bundestag über die Schlagloch-Piste chauffiert hat, ist der Wunderthäuser Ortsvorsteher Martin Schneider, der die begonnenen Arbeiten in Elsoff zur Kenntnis nimmt, aber nicht euphorisch wird: „So weit ich die Planungen kenne, sind zunächst nur die beiden Brückensanierungen vorgesehen. Ich werde sicherlich noch mal vorsprechen. Das kann es noch nicht gewesen sein.“ Es sei immer argumentiert worden, dass die Straße ja für Lastwagen gesperrt sei – deshalb sei die schmale Straße kein Problem: „Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Langholztransporter fahren hier täglich und wer sich ausschließlich am Navi orientiert, der ignoriert auch die Sperrung.“ Das habe er auch, so Martin Schneider, der im Bad Berleburger Stadtrat Vorsitzender der CDU-Fraktion ist, fotografisch dokumentiert – allerdings sei eine Reaktion von Straßen NRW ausgeblieben. Auch die gerade begonnene Baustelle sehe er nicht so unproblematisch wie die Straßenplaner.

Schüler müssen lang zum Bus laufen

Vorgeschlagen sei ja, dass die Kinder der Elsoffer Grundschule bis zur Festhalle gebracht werden sollten, um dort in den Bus in Richtung Alertshausen, Diedenshausen und Wunderthausen einzusteigen. Bei genauer Betrachtung bedeute dies, so der Wunderthäuser, dass die Schüler – in Begleitung von zwei Lehrkräften – durch ganz Elsoff laufen müssten, um zum Bus zu gelangen: „30 Minuten sind das, mindestens.“ Und in Zeiten, in denen Schulunterricht nicht mehr selbstverständlich sei, müsse man da schon ein großes Fragezeichen setzen. „Auch darüber wird noch mal zu sprechen sein.“ Nach den Osterferien lasse sich die Situation besser beurteilen.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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