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Notbetreuung an Schulen
Niedrige Zahlen – das kann sich aber ändern

Die Anmeldungen zur Notbetreuung an Schulen in Wittgenstein bleiben erfreulicherweise überschaubar. Die meisten Eltern haben eine anderweitige Lösung gefunden. Daran hat die Aufweichung der Regelungen in dieser Woche wenig geändert. Foto: Archiv
  • Die Anmeldungen zur Notbetreuung an Schulen in Wittgenstein bleiben erfreulicherweise überschaubar. Die meisten Eltern haben eine anderweitige Lösung gefunden. Daran hat die Aufweichung der Regelungen in dieser Woche wenig geändert. Foto: Archiv
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bw Wittgenstein. Zum Wochenstart hat das Land Nordrhein-Westfalen und damit auch der Kreis Siegen-Wittgenstein die Notbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten im Zuge der Corona-Krise ausgeweitet. Bisher durften Kinder nur dann in die Betreuung geschickt werden, wenn beide Elternteile im Bereich kritischer Infrastrukturen arbeiten, sie dort unabkömmlich sind und die Betreuung durch die Eltern selbst nicht ermöglicht werden konnte. Künftig haben alle Beschäftigten, die in kritischen Infrastrukturen tätig, unabkömmlich sind und eine Betreuung im privaten Umfeld nicht gewährleisten können, diesen Anspruch – auch ganz unabhängig von der Beschäftigung des Partners oder der Partnerin.

Bis einschließlich 19. April wird zudem der zeitliche Umfang einer Notbetreuung ausgeweitet.

bw Wittgenstein. Zum Wochenstart hat das Land Nordrhein-Westfalen und damit auch der Kreis Siegen-Wittgenstein die Notbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten im Zuge der Corona-Krise ausgeweitet. Bisher durften Kinder nur dann in die Betreuung geschickt werden, wenn beide Elternteile im Bereich kritischer Infrastrukturen arbeiten, sie dort unabkömmlich sind und die Betreuung durch die Eltern selbst nicht ermöglicht werden konnte. Künftig haben alle Beschäftigten, die in kritischen Infrastrukturen tätig, unabkömmlich sind und eine Betreuung im privaten Umfeld nicht gewährleisten können, diesen Anspruch – auch ganz unabhängig von der Beschäftigung des Partners oder der Partnerin.

Bis einschließlich 19. April wird zudem der zeitliche Umfang einer Notbetreuung ausgeweitet. Ab dann steht die Notbetreuung bei Bedarf an allen Tagen der Woche, also auch samstags und sonntags, und in den Osterferien grundsätzlich zur Verfügung – mit Ausnahme von Karfreitag bis Ostermontag. In den Schulen wird die erweiterte Notbetreuung durch Lehrkräfte des Landes und Personal des Trägers der Ganztagsbetreuung im Rahmen der tarifrechtlichen Bestimmungen geleistet. Die Frage: Hat sich an den Schulen in Wittgenstein durch die neuen Bestimmungen nun ein erhöhter Betreuungsbedarf ergeben?

• Bad Berleburg: In der vergangenen Woche bestand beim Bedarf an Notbetreuung in den Berleburger Schulen noch komplett Fehlanzeige. Das hat sich indes nur unwesentlich geändert. Sowohl für das Johannes-Althusius-Gymnasium als auch für die Städtische Realschule steht auch weiterhin die Null, wie Regina Linde als zuständige Fachbereichsleiterin für Bürgerdienste erläutert. An der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule besucht ein Kind die Notbetreuung. An den weiterführenden Schulen steht diese für Kinder der Klassen 5 und 6 zur Verfügung. An den Grundschulen ist bislang keine Notbetreuung an der Burgfeldschule, an der Grundschule Aue-Wingeshausen sowie an der Grundschule im Odeborntal erforderlich. Beide Standorte der Edertalschule (Berghausen und Dotzlar) sind bis Ende dieser Woche geschlossen, nachdem sich eine Lehrerin mit Corona infiziert hatte (die SZ berichtete). An beiden Standorten gibt es freilich bislang kein Kind, das betreut werden müsste. Für die Burgfeldschule liegen Anfragen für die kommenden Tage vor. Bleibt die Grundschule Unterm Heiligenberg in Elsoff, hier besuchen ein bis zwei Kinder an einigen Tagen der Woche die Notbetreuung. „Die Zahlen können sich natürlich jederzeit ändern“, gibt die städtische Pressesprecherin Steffi Treude zu bedenken.

• Bad Laasphe: Nach Auskunft von Fachbereichsleiter Volker Kohlberger hat sich an der Zahl von fünf Kindern, die die Notbetreuung besuchen, nichts geändert. Allerdings werden nicht mehr alle Kinder am Teilstandort Niederlaasphe betreut, sondern nur noch vier. Das fünfte Kind wird am Hauptstandort in Bad Laasphe betreut. Der Grund für diese Änderung ist, dass das Kind in Bad Laasphe zur Schule geht und an jedem Standort eine Betreuung angeboten werden muss, erläutert Pressesprecherin Ann Kathrin Müsse.

• Erndtebrück: An der Realschule lagen bei der alten Vorgabe, dass beide Elternteile in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sein müssen, keine Anmeldungen vor – und daran hat sich auch nach der geänderten Richtlinie nichts geändert, wie Schulleiterin Darjana Sorg auf SZ-Anfrage berichtet. „Mal schauen, wie es sich weiter entwickelt“, merkt sie an. Die Lehrer stehen allerdings jederzeit auf Abruf zur Verfügung und es gibt einen Bereitschaftsplan für die kommenden Wochen einschließlich der Osterferien. Insgesamt ist die Schulleiterin trotz der Situation positiv gestimmt: „Bei uns läuft alles erstaunlich gut trotz der schwierigen Situation.“ An der Grundschule Erndtebrück ist am Mittwoch ein einziges Kind angemeldet, am Donnerstag und Freitag sind es jeweils zwei Kinder. In der nächsten Woche werden voraussichtlich täglich zwei bis vier Kinder betreut.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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