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Bauarbeiten gehen in die Verlängerung
Nordknoten wird im April erneut zur Großbaustelle

Noch funktioniert der Verkehrsfluss am Nordknoten in Bad Berleburg reibungslos. Doch Mitte April soll wieder gebaut werden – laut dem Landesbetrieb Straßenbau NRW kann es dann zu Einschränkungen kommen.
  • Noch funktioniert der Verkehrsfluss am Nordknoten in Bad Berleburg reibungslos. Doch Mitte April soll wieder gebaut werden – laut dem Landesbetrieb Straßenbau NRW kann es dann zu Einschränkungen kommen.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

ako Bad Berleburg. Eine kleine Meldung in der Siegener Zeitung hat es in dieser Woche bereits angedeutet: Die Baustelle am Nordknoten in Bad Berleburg geht nun in die Verlängerung – und das quasi in zwei Etappen. Am kommenden Montag werden zuerst die Restarbeiten an der Astenbergstraße unter halbseitiger Verkehrsführung mit einer Ampelsteuerung aufgenommen. Nur drei Wochen später sollen dann auch die mit größeren Verkehrseinschränkungen verbundenen Baumaßnahmen am Kreisel starten.

„Die Bauarbeiten wurden im Dezember 2020 für die Winterpause unterbrochen und werden, sofern die Wetterverhältnisse dies zulassen, ab dem 22. März in der Astenbergstraße bzw.

ako Bad Berleburg. Eine kleine Meldung in der Siegener Zeitung hat es in dieser Woche bereits angedeutet: Die Baustelle am Nordknoten in Bad Berleburg geht nun in die Verlängerung – und das quasi in zwei Etappen. Am kommenden Montag werden zuerst die Restarbeiten an der Astenbergstraße unter halbseitiger Verkehrsführung mit einer Ampelsteuerung aufgenommen. Nur drei Wochen später sollen dann auch die mit größeren Verkehrseinschränkungen verbundenen Baumaßnahmen am Kreisel starten.

„Die Bauarbeiten wurden im Dezember 2020 für die Winterpause unterbrochen und werden, sofern die Wetterverhältnisse dies zulassen, ab dem 22. März in der Astenbergstraße bzw. ab Mitte April im Bereich Kreisverkehrsplatz bis zur Fertigstellung der Gesamtmaßnahme fortgeführt“, teilte der Landesbetrieb Straßenbau NRW auf Anfrage der SZ mit. Vor allem für den Bad Berleburger Einzelhandel sind das wohl keine rosigen Nachrichten.

Belastungen sollen  „möglichst minimiert“ werden

Denn die Baustelle am Nordknoten, einem der wichtigsten Verkehrspunkte der Kurstadt, war für viele Händler bereits im vergangenen Jahr zum Problem geworden, da die Ampel-Regelung während der Baumaßnahmen den Verkehrsfluss in die Stadt und wieder heraus behinderte. Die Großbaustelle dürfte einige potenzielle Kunden von einem Besuch abgehalten haben – und das könnte sich jetzt erneut wiederholen. Zwar beabsichtigen Straßen NRW und die bauausführende Firma, die anstehenden Bauarbeiten „zügig“ umzusetzen, damit die Verkehrseinschränkungen und die damit einhergehenden Belastungen für die anliegenden Betroffenen „möglichst minimiert“ werden. Gleichzeitig sei aber klar: „Bauen unter Verkehr dauert grundsätzlich länger als Bauen unter einer Vollsperrung“, sagte Julia Ollertz.

So ließen sich der Pressesprecherin des Landesbetriebs Straßenbau NRW zufolge Verkehrsbeeinträchtigungen aufgrund der anstehenden Bauarbeiten und der damit verbundenen Vorgaben zum Arbeitsschutz „nicht völlig“ vermeiden. Deshalb werde der größte Teil der Maßnahmen – „wie auch im letzten Jahr praktiziert“ – erneut mithilfe einer Ampelanlage durchgeführt. Hinzu kommt: Für den Einbau der Deckschicht auf der Astenbergstraße und für den Bereich des Kreisverkehrsplatzes ist je eine Vollsperrung an unterschiedlichen Wochenenden erforderlich.

„Das war im letzten Frühjahr katastrophal"

Per Wiebelhaus, dessen Ladenlokal an der Bad Berleburger Poststraße liegt, blickte der ersten Baumaßnahme am Montag noch mit Gelassenheit entgegen: „Im Moment geht es nur um die halbseitige Sperrung der Astenbergstraße. Das ist nicht schlimm. Hier muss man übrigens mal ein Lob aussprechen: Der Bau der Astenbergstraße hat ja sehr gut geklappt. Die Zeitachse und das Ergebnis waren wirklich gut. Und wir haben Verständnis für die nun kommende Baumaßnahme.“
Deutlich mehr Sorgen bereitete dem Geschäftsinhaber jedoch der für Mitte April angekündigte Baustart am Kreisverkehrsplatz: „Das war im letzten Frühjahr katastrophal. Wenn der Kreisel zugemacht wird, tut das weh. Und da müssen wir sehen, dass Straßen NRW sich bewegt und eine Zweischicht-Baustelle umsetzt oder mehr Leute einsetzt. Ich bin kein Straßenbau-Ingenieur, aber in einer Tallage wie bei uns kann man das nicht machen.“

Es hapert an der Kommunikation

Auf Nachfrage der SZ äußerte sich auch Volker Treude, der einen Rewe-Markt in direkter Nachbarschaft zum Nordkreisel betreibt. Ihm zufolge sei das Thema Kommunikation mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW „ja im vergangenen Jahr“ angesprochen worden: „Nur wird immer noch nicht informiert, nur über die Zeitungen. Die Lage der Händler und die Situation rund um Covid-19 werden nicht berücksichtigt“, kritisierte der Unternehmer.

Für Unmut unter den Händlern in der Odebornstadt wird wohl auch die Tatsache sorgen, dass noch nicht genau feststeht, wann die gesamten Baumaßnahmen am Nordknoten zum Abschluss gebracht werden sollen. Denn mit Blick auf die Witterungsverhältnisse sei das noch unklar: „Die Arbeiten sind abhängig von der Wetterlage, sodass der Baubeginn und damit verbunden das konkrete Bauende nur unpräzise kommuniziert werden können.“ Ziel sei es jedoch, dass „spätestens“ im Sommer alle Arbeiten abgeschlossen sind, so Julia Ollertz.

Autor:

Alexander Kollek

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