Plastikkuh-Melken für jedermann

»Landwirtschaft live« hieß es am Wochenende bei dem fünften Schierefest auf Hof Teiche

wette Christianseck. Hinter den sieben Bergen fand jetzt mit zahlreichen Zwergen das fünfte Wittgensteiner Schierefest am Hof Teiche in Christianseck statt. Für die Zwerge, also für die kleineren unter den Besuchern dürfte das mittlerweile fest installierte Scheunenfest wahrlich eine märchenhafte Veranstaltung gewesen sein. Denn selbst im ländlichen Raum ist es heutzutage leider nicht mehr gang und gäbe, den Kontakt zur heimischen Tierwelt zu pflegen. Und genau hier setzt die Idee des Schierefest-Teams um Oliver Rothenpieler, Karl Briel, Jörg Althaus und Herbert Feige an. »Durch dieses Fest soll der ganzen Familie, vom Kleinkind bis zur Großmutter, die moderne Landwirtschaft näher gebracht werden«, so Oliver Rothenpieler, der dabei natürlich auch auf die Geselligkeit hinwies, die trotz allem im Vordergrund stand. Doch der Reihe nach: Vorgestern Nachmittag konnten die Besucher zunächst das Strickedrehen von Willi Birkelbach verfolgen. Dieser zeigte, wie er aus einigen dünnen Fäden ein handfestes Seil anfertigte. Und das Ergebnis dürften die Kinder direkt fachmännisch überprüfen, indem sie die Festigkeit der Stricke anhand einiger passender Seilspiele direkt ausprobierten. Auch war eine Plastikkuh vor Ort anzutreffen, an der sowohl die jungen als auch die älteren Besucher ihre Melkkünste demonstrierten.

Ludwig Völlner schmiedete Hufeisen

Beeindruckt zeigten sich die Gäste von Ludwig Völlners Schmiedearbeiten. Dieser stellte vor, wie er zum Beispiel Hufeisen oder sonstige Utensilien für den ländlichen Alltag anfertigt. Landmaschinen der Firma Bollhorst sowie ausgestellte Motorsägen von Heinrich Fuchs konnten ebenso begutachtet werden. Am Abend dann stieg die Stimmung, denn das Schierefest-Team lud zum Tanz in die Scheune. Die gute Stimmung endete erst, als sie eigentlich schon wieder begann.

Tiere im Stall und auf dem Grill

Denn als die letzten Gäste den ersten Tag des Festes in den frühen Morgenstunden beendeten, kamen nur wenige Stunden später schon wieder neue Besucher, um sich ebenfalls etwas über das Leben und aus dem Alltag in der Landwirtschaft erzählen und zeigen zu lassen. Eines allerdings war den jüngsten Besuchern wohl nicht so ganz klar: Dass das leckere Zwiebelfleisch oder aber die schmackhafte Bratwurst in ihren Händen vor gar nicht allzu langer Zeit noch in den Stallungen nebenan oder woanders gegrunzt, gemuht oder gemäht hatten, realisierten die Kinder wohl nicht. Schließlich möchte man die nette Kuh oder das liebe Schaf im Stall gerne streicheln, aber essen?

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.