Polizei stellte Dieb: Gurken und Salatdressing als Beute

Laaspher Wiederholungstäter vor Gericht nicht einsichtig

Bad Berleburg. Aller guten Dinge sind drei? Für die Person eines 50-jährigen Bad Laasphers gilt das wohl kaum, denn der Frührentner musste sich jetzt innerhalb von kurzer Zeit zum dritten Mal wegen Diebstahls vor Gericht verantworten. Im Mai soll der 50-Jährige zwei Gläser Gurken und sieben Flaschen Salatdressing vom Gelände eines Verbrauchermarktes der Lahnstadt entwendet haben, so Staatsanwalt Wolfgang Nau in der Anklageschrift.

Das bestritt der Beschuldigte vehement – ähnlich wie den Diebstahl in der leer stehenden »Haferkiste« in Kunst-Wittgenstein, die im April an gleicher Stelle verhandelt worden war. »Ich habe die Ware aus dem Müllcontainer des Marktes genommen«, lautete diesmal die Erklärung des Angeklagten. Dagegen sprach allerdings die Version der Polizeibeamtin, die den Mann seinerzeit mit ihrem Kollegen auf frischer Tat ertappt hatte. Selbstverständlich, so die Polizistin, habe der Laaspher teilweise verdorbene Ware aus dem Müllbehälter auf seinem Fahrrad abtransportiert. Doch Gurken und Salatdressing seien eindeutig aus einem Lagerraum neben dem Müllcontainer genommen worden. Zum einen seien dort zwei verschlossene Paletten aufgerissen worden, »zum anderen fanden wir eindeutige Fußspuren«.

Obwohl ihm Richter Torsten Hoffmann nahe legte, seine Darstellung noch einmal zu überdenken, beharrte der Laaspher darauf, »dass von einem Diebstahl nicht die Rede sein kann«. Das half ihm freilich sehr wenig. Staatsanwalt Wolfgang Nau sprach in seinem Plädoyer von einem »überführten Angeklagten« und brachte seine Sichtweise gewohnt geradeaus auf den Punkt: »Jetzt ist Schluss.« Es handele sich zwar um einen Diebstahl geringwertiger Sachen, doch der Laaspher sei offenbar nicht belehrbar. Der Staatsanwalt hielt eine dreimonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung und 150 e Geldbuße für angemessen, außerdem sei dem Mann ein Bewährungshelfer zur Seite zu stellen.

Torsten Hoffmann verurteilte den 50-Jährigen zu eben jenen drei Monaten auf Bewährung und 150 e Geldbuße – zu Gunsten der Musikschule Wittgenstein. Und abschließend machte der Richter den wenig einsichtigen Angeklagten unmissverständlich darauf aufmerksam, dass eine nächste Tat in dieser Richtung ins Gefängnis führen könne.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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