Priorität für TSV Aue-Wingeshausen

Politischer Wille zum Kunstrasen »In der Wester« ist da – dennoch fehlt das Geld

Bad Berleburg. Ermutigend war das nicht gerade, was die Vereinsvertreter auf den Zuschauerplätzen in der gestrigen Sitzung des Bad Berleburger Sportausschusses zu hören bekamen. Eine Arbeitsgruppe soll nun Lösungswege finden, wie sich auf den Sportplätzen des TSV Aue-Wingeshausen und des FC Weidenhausen Kunstrasenanlagen realisieren lassen (SZ berichtete ausführlich). Einstimmig fiel der Beschluss des Sportausschusses für die Gründung dieser Arbeitsgruppe aus, in der auch Mitglieder des Stadtsportverbandes sowie Vertreter der antragstellenden Vereine mitarbeiten sollen.

Heiko Pratsch erklärte für die CDU-Fraktion, dass man die Einberufung einer Arbeitsgruppe auf jeden Fall befürworte. Denn ein Projekt wie der Kunstrasen des TSV Aue-Wingeshausen sei ganz sicher nicht aus Mitteln der Sportförderpauschale zu bewerkstelligen. Die Notwendigkeit des TSV-Vorhabens sei unbestritten, vor allem auch wegen der hervorragenden Jugendarbeit: »Die Arbeitgsgruppe muss klären, ob es eine realistische Chance gibt.« Marcel Strack (SPD), selbst aktiver Fußballer des TSV Aue-Wingeshausen, meinte, »dass es uns natürlich allen recht wäre, wenn wir den Kunstrasen aus dem laufenden Haushalt finanzieren könnten, aber das geht nun einmal nicht«. Die Dringlichkeit der Maßnahme in Aue/Wingeshausen sei unbestritten, Sportverein und Schule seien Nutzer der Anlage. Zudem regte der Sozialdemokrat an, dass man auch das Thema Sportstättenkonzept insgesamt einmal anfassen solle.

Volker Dornseif vom Berleburger Planungs- und Hochbauamt sah es als vordringliche Aufgabe der neuen Arbeitsgruppe an, zunächst einmal Prioritäten zu setzen: »Der Antrag des TSV Aue-Wingeshausen lag zuerst vor, hier gibt es auch eine Stellungnahme des Ausschusses, der sich die Verwaltung anschließen könnte.« Zu bedenken sei, dass man sich – inklusive der Laufbahnsanierung – über finanzielle Größenordnungen von rund 600000 e unterhalte.

Berleburgs Beigeordneter Andreas Reinéry ergänzte, dass die Verwaltung den Verstoß unternehme, 50 Prozent der jährlichen Sportstättenförderung – etwa 25000 e – wieder den Vereinen zur Verfügung zu stellen. Im vergangenen Jahr sei das Geld komplett in das Rothaarbad auf dem Stöppel geflossen: »Wir möchten zumindest wieder einen kleinen Akzent setzen.« Bad Berleburg komme ohne die Vereine nicht zu Rande.

Letztlich sei die Summe natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein – das sahen die Vereinsvertreter als Beobachter der gestrigen Sitzung sicher ähnlich.

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