SZ

Gefahren entlang der B480
Radfahrer demonstrieren in Bad Berleburg

Über 80 Teilnehmer beteiligten sich am Montagnachmittag an der Protestaktion von Eike Meesmann. Mit der Aktion machten die Teilnehmer auf die Probleme für Radfahrer entlang der B480 zwischen Raumland und Bad Berleburg aufmerksam.
  • Über 80 Teilnehmer beteiligten sich am Montagnachmittag an der Protestaktion von Eike Meesmann. Mit der Aktion machten die Teilnehmer auf die Probleme für Radfahrer entlang der B480 zwischen Raumland und Bad Berleburg aufmerksam.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

ako Bad Berleburg. Schmale Fahrbahn, unübersichtlicher Kurvenbereich, erregte Gemüter: Die schlechte Anbindung für Radfahrer von Raumland in die Bad Berleburger Kernstadt und zurück ist schon lange zum Politikum geworden. Bereits seit mehreren Jahren wird über einen Radweg entlang der Bundesstraße 480, den sich viele Seiten wünschen, diskutiert (die SZ berichtete). Die konkreten Planungen wurden aber mehrfach verschoben. Auf den Ausbau sollen Radler und Fußgänger noch einige Jahre warten. Für Eike Meesmann ein Umstand, der so nicht hinzunehmen ist. Der Mobilitätsaktivist und ehemalige Polizeibeamte will die Politik zu einer schnelleren Lösung drängen und organisierte deshalb am Montagnachmittag zum zweiten Mal eine Radfahrer-Demonstration – mit viel Zuspruch.

ako Bad Berleburg. Schmale Fahrbahn, unübersichtlicher Kurvenbereich, erregte Gemüter: Die schlechte Anbindung für Radfahrer von Raumland in die Bad Berleburger Kernstadt und zurück ist schon lange zum Politikum geworden. Bereits seit mehreren Jahren wird über einen Radweg entlang der Bundesstraße 480, den sich viele Seiten wünschen, diskutiert (die SZ berichtete). Die konkreten Planungen wurden aber mehrfach verschoben. Auf den Ausbau sollen Radler und Fußgänger noch einige Jahre warten. Für Eike Meesmann ein Umstand, der so nicht hinzunehmen ist. Der Mobilitätsaktivist und ehemalige Polizeibeamte will die Politik zu einer schnelleren Lösung drängen und organisierte deshalb am Montagnachmittag zum zweiten Mal eine Radfahrer-Demonstration – mit viel Zuspruch.

Ausbau dauert vier bis fünf Jahre

„Die Stadtverordneten sehen die Resonanz“, sagte Eike Meesmann, als er die über 80 Teilnehmer vor dem Berleburger Bürgerhaus am Markt in Bad Berleburg begrüßte. Ort und Zeitpunkt hatte der 78-Jährige bewusst ausgewählt, denn dort begann zeitgleich nämlich die Stadtverordnetenversammlung. Auf dem Weg in die Sitzung mussten die meisten Mitglieder des Gremiums die große Menge an Radfahrern durchqueren. Ausgestattet mit voller Montur und teilweise in Warnwesten gekleidet, hatten diese sich vor dem Gebäude versammelt, um auf die Gefahren des Radfahrens in Bad Berleburg und auf dem Weg nach Raumland aufmerksam zu machen. Und die Gefährdung werde sich laut Eike Meesmann auch nicht so schnell ändern: Vier bis fünf Jahre Planung seien ihm zufolge für den Ausbau der Bundesstraße 480 nötig. Hinzu kämen dann noch zwei bis drei Jahre für die Bauphase – eine Tatsache, die er und seine Unterstützer so nicht akzeptieren: „Wir wollen uns damit nicht zufriedengeben“, äußerte der Organisator gegenüber der Siegener Zeitung.

Viel Beifall und Zuspruch 

In seiner Rede vor den versammelten Teilnehmern rief er die Verantwortlichen aus Politik per Megafon deshalb dazu auf, eine beschleunigte Lösung zu finden und forderte zudem einen zeitlichen Rahmen von insgesamt zwei Jahren für die Planung und Umsetzung des Ausbaus. Mit dieser Aussage erntete er viel Beifall von den Anwesenden. Doch es gab auch noch drastischere Appelle. Ein Teilnehmer äußerte sich ebenfalls über das Sprachrohr und verlangte, das Vorhaben bereits in einem Jahr umzusetzen: „Zwei Jahre ist noch zu lange. Ein Jahr, das ist schon das höchste der Gefühle.“ Gleichzeitig verwies der Mann auf das Nachbarland Hessen, das vorbildlich und schnell in puncto Radwege handele.
Als eine weitere Teilnehmerin äußerte, dass sie und ihr Mann in Bad Berleburg nie das Fahrrad nutzen würden, weil es zu „gefährlich“ sei, fühlte sich Eike Meesmann, der sich ein „Berleburg mit guten Radwegen wünscht“, bestätigt: „Nicht schwätzen, macht was“, lautete sein Aufruf in Richtung Politik.

Meesmann zeigt Alternativen auf

Allerdings beabsichtigte der 78-Jährige nicht nur auf die ohnehin schon seit geraumer Zeit bekannten Gefahren und Probleme entlang der Strecke von Raumland nach Berleburg hinzuweisen, sondern zeigte auch Alternativen auf: „Die Limburgstraße ist ideal für einen Radweg. Sie ist breit und verfügt über zwei
Gehwege.“ Diese zwei Gehwege bezeichnete Meesmann als „unnötig“. Der 78-Jährige schlug folglich vor, auf der Limburgstraße einen Radweg zu installieren. „Bis zum Klärwerk“ sei damit schon vielen geholfen. Eine Radtour entlang der Limburgstraße, über die B480 in Richtung Raumland – wo die Teilnehmer auch die enge und unübersichtliche Kurve am Eisenbahn-Viadukt passierten – nach Berghausen und zurück zum Bürgerhaus am Markt bildete den Abschluss der Demonstration. Auf ihrem Weg wurde die große Gruppe von der Polizei begleitet. Für sichere Radwege in Bad Berleburg habe sich Eike Meesmann schon vor 30 Jahren, als er noch aktiver Polizist war, eingesetzt. Seitdem habe sich „aber nicht viel getan“, betonte der 78-Jährige. Mit seiner zweiten Aktion wollte er die öffentliche Debatte um den Ausbau der Bundesstraße 480 und den lang ersehnten Radweg weiter anfeuern – ein Ziel, was er wohl erreicht hat.

Zumindest eine Übergangslösung
Autor:

Alexander Kollek

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