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Vermeintliche Silvester-Party im Elsofftal
Rätselraten über erschreckenden Inzidenzwert

Gerüchten zufolge soll im Elsofftal rund um den Jahreswechsel kernig gezecht worden sein – zu Lasten der Bad Berleburger Corona-Zahlen. Die Stadt und der Kreis Siegen-Wittgenstein bestätigen dies allerdings nicht.
  • Gerüchten zufolge soll im Elsofftal rund um den Jahreswechsel kernig gezecht worden sein – zu Lasten der Bad Berleburger Corona-Zahlen. Die Stadt und der Kreis Siegen-Wittgenstein bestätigen dies allerdings nicht.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

vö Bad Berleburg. Der ein oder andere Berleburger ist beim Blick auf das Corona-Zahlenwerk böse zusammengezuckt: Eine Sieben-Tage-Inzidenz von 231,6 wurde am Samstag für die Odebornstadt gemeldet, von 57 Infizierten war die Rede. Tags darauf waren es immer noch 54 Menschen mit Corona-Erkrankung. Zum Vergleich: Kreisweit ist der Inzidenzwert auch kein Ruhmesblatt, liegt aber immerhin deutlich unter der 200er-Marke.

Bereits am Wochenende machten in Bad Berleburg hartnäckige Gerüchte die Runde, wonach eine Silvester-Party im Elsofftal – mit einem Infizierten – der Ausgangspunkt weiterer Erkrankungen gewesen sein soll. Nach SZ-Informationen sollen die meisten Gäste offenbar einen negativen Test vorgelegt haben, aber nicht alle hätten das Papier bei sich gehabt, war zu erfahren.

Bad Berleburg. Der ein oder andere Berleburger ist beim Blick auf das Corona-Zahlenwerk böse zusammengezuckt: Eine Sieben-Tage-Inzidenz von 231,6 wurde am Samstag für die Odebornstadt gemeldet, von 57 Infizierten war die Rede. Tags darauf waren es immer noch 54 Menschen mit Corona-Erkrankung. Zum Vergleich: Kreisweit ist der Inzidenzwert auch kein Ruhmesblatt, liegt aber immerhin deutlich unter der 200er-Marke.

Bereits am Wochenende machten in Bad Berleburg hartnäckige Gerüchte die Runde, wonach eine Silvester-Party im Elsofftal – mit einem Infizierten – der Ausgangspunkt weiterer Erkrankungen gewesen sein soll. Nach SZ-Informationen sollen die meisten Gäste offenbar einen negativen Test vorgelegt haben, aber nicht alle hätten das Papier bei sich gehabt, war zu erfahren.

„Ich bezeichne diese Feierlichkeiten angesichts des Wissens um die Covid-19-Pandemie als eine grob fahrlässige Gefährdung der Volksgesundheit. Und jetzt ist offenbar das Kind in den Brunnen gefallen“, schrieb ein Informant an die SZ-Redaktion. Seiner Meinung sollte auch geprüft werden, ob es aufgrund des Sachverhaltes nicht angeraten sei, die gesamte Bevölkerung des Ortes zu testen. „Hinzu kommt, dass die Leute, die jetzt in Quarantäne geschickt worden sind, streng kontrolliert werden müssen. Wer soll das leisten?“

Kreis und Stadt bestätigen Aktivitäten nicht

Die Stadt Bad Berleburg bestätigt die vermeintlichen Party-Aktivitäten im Elsofftal hingegen nicht: „Weder hier, noch durch die Kontaktverfolgung beim Gesundheitsamt des Kreises gibt es Hinweise auf eine solche Feier. Im Fokus liegt nun die Kontaktverfolgung bzw. die Nachvollziehbarkeit. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt arbeiten wir mit Konsequenz daran“, erklärte Sprecherin Rebecca Kaletsch auf Anfrage. Dass es punktuell zu höheren und niedrigeren Zahlen komme, „haben wir im Kreisgebiet in anderen Kommunen bereits häufiger erlebt“. Nach der Corona-Schutzverordnung prüften die Kreise die Erforderlichkeit von weiteren Maßnahmen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz des Kreises 200 übersteige. „Das ist aber jetzt nicht der Fall.“

Grundsätzlich habe die Stadt Bad Berleburg seit Beginn der Corona-Pandemie eher darauf gesetzt, die Menschen zu informieren und zu begleiten: „Wir appellieren aber in diesem Zusammenhang erneut an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger, denn nur wenn wir auf uns selbst und die Menschen in unserer Umgebung achten, können wir uns und andere schützen. Die allermeisten unserer Bürgerinnen und Bürger leben dies seit Monaten und engagieren sich oftmals für die Gemeinschaft. Wir sind sehr froh darüber, dass sie viel Verständnis gezeigt haben und nach wie vor zeigen und sich an die Regeln halten.“

Bad Berleburg gehe mit den weiteren deutlichen Einschränkungen im ab dieser Woche gültigen Lockdown davon aus, dass die Infiziertenzahlen auch im gesamten Kreisgebiet sinken. Auch der Kreis Siegen-Wittgenstein wollte den vergleichsweise hohen Wert nicht auf eine Party zurückführen, von der gerüchteweise wiederholt die Rede war: „Dafür liegen uns keine Anzeichen vor“, sagte Kreis-Pressesprecher Torsten Manges. Und entsprechende Rückschlüsse lasse auch der Blick auf die Adressen nicht zu. Nach Kenntnis des Gesundheitsamtes verteilten sich die Infektionen auf die Seniorenzentren oder Meldungen der Hausärzte. Eine Einschränkung machte Torsten Manges allerdings auch: „Wir sind bei den Angaben eines Infizierten immer darauf angewiesen, dass er uns die Wahrheit sagt.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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