Rat nickte Planung Bahngelände ab

Nur die UWG wollte einen zwei Meter breiten Streifen für eine Option auf ein Bahngleis

howe Bad Berleburg. Friedlich war sie die gestrige Sitzung der Bad Berleburger Stadtverordneten, die letzte vor der Sommerpause. Gut gelaunt, meist einstimmige Beschlüsse fassend, sorgte der Rat auch für die ein oder andere Erheiterung. Klar wie Klosbrühe die Angelegenheit »Nördliches Bahnhofsgelände«. Hier stimmten die Kommunalpolitiker nahezu einstimmig für die Einleitung des Satzungsverfahrens im Vorhaben bezogenen Bebauugsplan. Auch die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes in jener Gemarkung war kein Thema. Der Rat nickte ab – bis auf die Grünen-Fraktion.

Und noch jemand sorgte in der ungewohnt harmonischen Sitzung für Irritationen. Gemurmel und Hektik kam auf, als Horst Günter Linde von der Unabhängigen Wählergemeinschaft dazu aufforderte, die Flurstücke 251 und 252 aus der ganzen Sache heraus zu nehmen. Ein Umfahgleis am Bahnhof – quasi als Zukunfts-Option wolle er freigehalten wissen, begründete der Eisenbahner. Bei den angegebenen Grundstücken handele es sich um einen zwei bis zweieinhalb Meter breiten Streifen, der von der Deutschen Bahn AG eventuell zurück gekauft werden könne. Er wisse, wie schwierig das sei, aber die Option dürfe man sich nicht verbauen, erläuterte Horst Günter Linde. Bauamtsleiter Jürgen Weber hatte die richtige Antwort parat: Das Bahngelände sei von der DB AG entwidmet worden. Will heißen: Die Planungshoheit liegt bei der Stadt. »Die Flächen befinden sich im Eigentum des Vorhabenträgers«, stellte Jürgen Weber fest. Rechtlich sei das absolut sicher, jegliche Option sei nicht mehr möglich.

Überdies seien die angesprochenen Streifen in jenem Gebiet, wo die Stellflächen für die Mitarbeiter des HIT-Marktes angelegt würden. Die Streifen machten die Parkplätze nicht mehr befahrbar. Christdemokrat Peter Weller platze ob der leidigen Bahn-Diskussion der Kragen: »Ich würde alles dafür geben, wenn die Bahn hier ganz verschwindet.« Die Linie müsse wenigstens bis Raumland zurück gebaut werden, weil es sich hier nur um Verschwendung von Steuergeldern drehe, so Peter Weller. Thematisiert wurde gestern neben dem Bahnhofsgelände auch eine mögliche Partnerschaft Bad Berleburgs mit der amerikanischen Stadt Anaheim. Wird nichts draus – war der Tenor. Aus finanziellen Gründen nicht machbar. SPD-Chef Michael Sittler erläuterte, allein wegen der Distanz sei diese Partnerschaft nur schwer machbar. Seine Fraktion, und da ging die SPD vollauf konform mit der CDU, würde es begrüßen, wenn der Kreis Siegen-Wittgenstein eine private Gesellschaft gründen, in der Bad Berleburg Mitglied würde.

Wieder einmal typisch grün die Ansicht der Grünen-Vertreterin Susanne Lapschies: Man sei in ihren Reihen nicht vom Hocker gefallen wie manche Beteiligte, »die da eingereist sind« – verteilte sie einen Seitenhieb an die drei Bürgermeister, die mit dem Zweckverband nach Anaheim unterwegs gewesen waren. Und weiter: Es würde viel Kerosin verdüst, wenn man hin- und herfliege.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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