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Kneipe fällt Corona zum Opfer
Reh-Bar in Bad Berleburg macht dicht

Der Inhaber der Reh-Bar, Jan-Willem van Kleef, hat sich dazu entschieden, das Geschäft zum 1. November aufzugeben.
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  • Foto: Alexander Kollek
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ako Bad Berleburg. Die wohl urigste Kneipe in Siegen-Wittgenstein muss schließen: Die Reh-Bar an der Poststraße 2a in Bad Berleburg ist nur noch bis einschließlich Samstag geöffnet: „Nach dem 31. Oktober geht es leider nicht mehr“, verkündete Jan-Willem van Kleef in einem Post auf Facebook. Der Inhaber entschied sich vor Kurzem dazu, den Pachtvertrag, der Ende Oktober ausläuft, nicht zu verlängern – auch weil die Kunden wegen der Pandemie fernblieben. Dennoch sei es dem Holländer nicht leicht gefallen, diesen Entschluss zu treffen.
Corona-Soforthilfe reicht nicht zur Rettung der Reh-Bar in Bad Berleburg
„Ich habe mich entscheiden müssen, ob ich weiter mache oder nicht. Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Doch am Ende fehlt das Geld“, sagte Jan-Willem van Kleef.

ako Bad Berleburg. Die wohl urigste Kneipe in Siegen-Wittgenstein muss schließen: Die Reh-Bar an der Poststraße 2a in Bad Berleburg ist nur noch bis einschließlich Samstag geöffnet: „Nach dem 31. Oktober geht es leider nicht mehr“, verkündete Jan-Willem van Kleef in einem Post auf Facebook. Der Inhaber entschied sich vor Kurzem dazu, den Pachtvertrag, der Ende Oktober ausläuft, nicht zu verlängern – auch weil die Kunden wegen der Pandemie fernblieben. Dennoch sei es dem Holländer nicht leicht gefallen, diesen Entschluss zu treffen.

Corona-Soforthilfe reicht nicht zur Rettung der Reh-Bar in Bad Berleburg

„Ich habe mich entscheiden müssen, ob ich weiter mache oder nicht. Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Doch am Ende fehlt das Geld“, sagte Jan-Willem van Kleef. Im Gespräch mit der Siegener Zeitung machte der Inhaber auch darauf aufmerksam, dass die erhaltene Soforthilfe nicht ausreichend war, um alle Kosten zu decken. Denn die Corona-Krise habe dazu geführt, dass das Geschäft in den Monaten März bis Mai nur „sehr schwach“ lief. Doch auch in den Sommermonaten hatten nur wenige Gäste die Kneipe aufgesucht. Jan-Willem van Kleef führte dies zwar einerseits auf die „ganzen Corona-Beschränkungen“ zurück, andererseits sei auch schon das Sommergeschäft im Jahr 2019 nicht so verlaufen, wie er sich das erhofft hatte: „Der Reh-Bar fehlt einfach eine große Außenterrasse. Wer setzt sich schon tagsüber bei schönem Wetter in eine dunkle Kneipe?“
Weil auch der kommende Winter, in dem Restaurant- und Kneipenbesitzer wohl erneut nur unter strengen Regeln öffnen dürfen, kaum bessere Aussichten verspricht, entschied sich der Holländer dazu, den Pachtvertrag zum 31. Oktober auslaufen zu lassen. „Nein, ich mache nicht weiter“, sagte Jan-Willem van Kleef, der darauf verwies, dass er noch ohne „nennenswerte Schulden“ aufhören kann. Er will nun zurück in die Heimat ziehen – „in die Nähe von Utrecht, da kommen wir her“. Mit „wir“ meinte er auch seine Frau Sandra Rozemalen, die ebenfalls in der Reh-Bar gearbeitet hat, aber schon vor Kurzem in die Niederlande gezogen ist.

Bad Berleburg hat ab dem 1. November eine Kneipe weniger

Das holländische Paar wohnte seit November 2018 in Bad Berleburg und betrieb seitdem auch die Reh-Bar. Wer also noch einmal in der urigen Kneipe an der Berleburger Poststraße ein Bier trinken möchte, hat nur noch bis Samstagabend die Gelegenheit dazu. Bis dahin versorgt Jan-Willem van Kleef seine Gäste noch täglich in der Zeit von 16 bis 23 Uhr mit Getränken. Ab dem
1. November hat die Odebornstadt dann eine Kneipe weniger.

Autor:

Alexander Kollek

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