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Vamed-Kliniken in Bad Berleburg
Reha-Betrieb nur noch auf Sparflamme

Der Reha-Bereich von Vamed in Bad Berleburg stellt traditionell eine Vielzahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung. In Zeiten der Corona-Krise werden vorerst keine neuen Patienten aufgenommen.  Foto: Holger Weber
  • Der Reha-Bereich von Vamed in Bad Berleburg stellt traditionell eine Vielzahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung. In Zeiten der Corona-Krise werden vorerst keine neuen Patienten aufgenommen. Foto: Holger Weber
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vö Bad Berleburg. In Zeiten, in denen das Corona-Virus den Alltag auf den Kopf stellt, kommt dem Gesundheitsstandort Bad Berleburg eine besondere Verantwortung zu: Zuletzt konzentrierte sich die Berichterstattung dabei auf das Akut-Krankenhaus von Vamed, das aktuell seine Beatmungs-Kapazitäten auf 13 Plätze erhöht hat, um auf den Fall weiterer Ansteckungen im Kreisgebiet vorbereitet zu sein. Was dabei etwas in den Hintergrund rückte, ist die Reha-Sparte des Gesundheitsanbieters Vamed – das zweite wichtige Standbein in der Odebornstadt. Der Reha-Bereich, der seit Jahrzehnten ein Aushängeschild für Bad Berleburg ist, muss aber in diesen schwierigen Zeiten aus guten Gründen auf ein Minimum zurückgefahren werden.

Bad Berleburg. In Zeiten, in denen das Corona-Virus den Alltag auf den Kopf stellt, kommt dem Gesundheitsstandort Bad Berleburg eine besondere Verantwortung zu: Zuletzt konzentrierte sich die Berichterstattung dabei auf das Akut-Krankenhaus von Vamed, das aktuell seine Beatmungs-Kapazitäten auf 13 Plätze erhöht hat, um auf den Fall weiterer Ansteckungen im Kreisgebiet vorbereitet zu sein. Was dabei etwas in den Hintergrund rückte, ist die Reha-Sparte des Gesundheitsanbieters Vamed – das zweite wichtige Standbein in der Odebornstadt. Der Reha-Bereich, der seit Jahrzehnten ein Aushängeschild für Bad Berleburg ist, muss aber in diesen schwierigen Zeiten aus guten Gründen auf ein Minimum zurückgefahren werden. Entsprechende Informationen der Siegener Zeitung bestätigte das Unternehmen auf Anfrage.

„Die Aufrechterhaltung unseres Klinikbetriebs und die Sicherheit unserer Patienten sowie die unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für uns oberste Priorität“, erklärte Dr. Dietmar Schäfer. Die Vamed-Rehaklinik Bad Berleburg nehme nach Rücksprache mit den Leistungsträgern, zum Beispiel der Deutschen Rentenversicherung, zwischenzeitlich und aktuell begrenzt auf die folgenden zehn Tage nur noch Patienten aus anderen Akutkliniken zur Anschlussheilbehandlung auf, ergänzte der Ärztliche Direktor und Chefarzt Neurologie der Vamed-Rehaklinik Bad Berleburg. Ziel sei es, diesen Menschen beispielsweise kurz nach einem Schlaganfall oder einer orthopädischen Operation die dringlich notwendige Behandlung zu ermöglichen, damit „sie wieder auf die Beine kommen“. Außerdem entlaste Vamed damit die Akutkrankenhäuser, die mehr Kapazitäten zur Behandlung schwer akutkranker Menschen benötigten, so der Mediziner.

Patienten, die aktuell zu Hause seien und auf ein Heilverfahren warteten, würden gegenwärtig nicht einbestellt. Deren Zusagen zur Reha verlören aber nicht ihre Gültigkeit. Die Maßnahme werde nachgeholt, sobald sich die Situation gebessert habe. Und weiter: „Alle Patienten, die sich aktuell in der Klinik befinden, können ihre Reha-Maßnahme abschließen.“ Dr. Dietmar Schäfer gewährte einen Einblick in die derzeitige Situation: „Der Alltag in unserer Klinik hat sich seit dem Auftreten des Corona-Virus’ spürbar verändert: Seit dem 18. März gilt in der Rehaklinik ein generelles Besuchsverbot. Veranstaltungen, Vorträge und Freizeitangebote wurden abgesagt und die Sauna sowie die Cafeteria für den dauerhaften Aufenthalt gesperrt. Wir setzen auf diesem Wege die Kontakt reduzierenden Maßnahmen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales um.“

Die Patienten und Angehörigen würden durch Informationsschreiben, Hinweise auf der Internetseite und Aushänge über die Situation informiert. Das Haus weise auf die strikte Einhaltung der Hygiene- und Präventionsmaßnahmen hin und setze alle Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und der Landesregierung um. Ein Krisenstab berate täglich die Vorgehensweise anhand der aktuellen Entwicklungen neu, erörterte der Ärztliche Direktor. Denn: „Wir stehen aufgrund der Unvorhersehbarkeit der Entwicklung vor einer großen Herausforderung, die eine hohe Flexibilität von unseren Patienten, ihren Angehörigen und unseren Mitarbeitern erfordert. Wir wissen, dass sich die Situation jederzeit ändern kann und sind für ihr Verständnis sowie ein ruhiges, besonnenen Verhalten sehr dankbar.“

Was der Chefarzt nicht näher erklärte, aber durchaus auf der Hand liegt, ist die wirtschaftliche Komponente. Während durch ausbleibende Patienten die Einnahmeseite reduziert wird, laufen die Kosten am Standort unvermindert weiter. Ein Problem, mit dem sich zahlreiche Unternehmen derzeit konfrontiert sehen.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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