Ex-Vamed-Chefarzt Dr. Wehrmann verabschiedet
Resolut und führungsstark

Abschied nach 30 Jahren: Dr. Jochen Wehrmann (3.v.l.) wurde von seinen Wegbegleitern und der Klinikgeschäftsführung offiziell verabschiedet.
  • Abschied nach 30 Jahren: Dr. Jochen Wehrmann (3.v.l.) wurde von seinen Wegbegleitern und der Klinikgeschäftsführung offiziell verabschiedet.
  • Foto: Vamed
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

sz Bad Berleburg. Herzhaft-würzig oder cremig-kalt – am vergangenen Freitag lud die Vamed-Rehaklinik Bad Berleburg ihre Mitarbeitenden zu einem Outdoor-Schlemmermittagessen ein – als Dankeschön für Motivation und Engagement in der Pandemie. Eingeladen war auch ein besonderer Gast: Dr. Jochen Wehrmann, ehemaliger Chefarzt des Fachbereichs Psychosomatik, Psychotherapie und psychiatrische Rehabilitation, wollte die Gelegenheit nutzen, um sich von der Klinik und langjährigen Weggefährten zu verabschieden.

„Wir möchten die Leistung unserer Pflegekräfte, Therapeuten, Ärzte und aller anderen Mitarbeiter noch einmal angemessen würdigen – die Arbeit in einer Klinik gleicht seit dem Beginn der Corona-Pandemie einem Ausnahmezustand, auch wenn wir die Restriktionen lockern konnten. Für ihr Durchhaltevermögen und den motivierten Einsatz möchten wir uns auf diesem Wege bedanken“, erklärt Florian König, Klinikgeschäftsführer der Rehaklinik, einen der Gründe für die Feier.

Psycho-Derma-Schwerpunkt aufgebaut

Ein weiterer war die offizielle Verabschiedung von Dr. Jochen Wehrmann. Dr. Wehrmann war noch einmal an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, um seine Tätigkeit in der Rehaklinik trotz Corona offiziell abzuschließen. Der Facharzt für Dermatologie und Psychosomatik war über 30 Jahre Chefarzt in der „Rothaarklinik“. Er baute den Schwerpunkt der so genannten Psycho-Derma auf und widmete seine Tätigkeit den Patienten, die aufgrund seelischer Leiden körperliche Symptome entwickelten – wie zum Beispiel kreisrunden Haarausfall oder eine hartnäckige Schuppenflechte.

„Dr. Wehrmann war ein Chefarzt der alten Schule: verständnisvoll, kompetent, aber auch resolut und führungsstark. Die medizinische Entwicklung der Klinik hat er maßgeblich entwickelt und geprägt“, sagt Florian König. „Wir danken ihm für die vielen Jahre, in denen er sich zunächst als Oberarzt, dann als leitender Arzt und zuletzt als Chefarzt des Fachbereichs Psychosomatik stets in den Dienst seiner Rehabilitanden gestellt hat und in denen er ebenfalls ein zuverlässiger Ansprechpartner für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war.“

Als besonderer Gast hatte sich auch Prof. Dr. Uwe Gieler von der Universität Gießen eingefunden. In seinen sehr persönlichen und wertschätzenden Worten würdigt er Dr. Wehrmann als Pionier in der besonderen psychosomatischen Therapie von Menschen mit Hautkrankheiten, einem Spezialgebiet der Rothaarklinik. Auch Dr. Dietmar Schäfer, Ärztlicher Direktor der Rehaklinik und jahrelanger Wegbegleiter Wehrmanns, fand passende Worte zum Abschied: „Die Zeit in Bad Berleburg begann für den Kollegen als die Rothaarklinik gerade 15 Jahre alt geworden ist – das heißt, dass zwei Drittel der Geschichte der Rothaarklinik seine Handschrift tragen.“ Bereits im Jahr 1977 wurde die ehemalige Kurklinik auf eine Behandlung psychisch kranker Menschen ausgerichtet. „Die Abteilung wurde ein wichtiges Aushängeschild des ganzen Rehastandortes. Wie sehr dies gewürdigt wurde, wird auch an der Beteiligung von Dr. Wehrmann im Vorstand der Arbeitsgruppe in der „Dermatologischen Fachgesellschaft“ oder der Mitwirkung in der Leitlinienentwicklung deutlich“, so Schäfer.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

In den Folgejahren rückten die Rehakliniken weiter zusammen. Gemeinsame Tagungen, der Umzug der „Rothaarklinik“ vom Spielacker in das Gebäude im Arnikaweg und schließlich der formale Zusammenschluss aller Rehakliniken unter einem Namen, fielen in Wehrmanns Dienstzeit.
„Ich kann wohl sagen, dass wir als Chefarztkreis sehr schnell freundschaftlich verbunden waren und sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Über dreißig Jahre lang hast Du unsere Kliniken begleitet – genauer gesagt zahllose Patienten, viele Mitarbeiter und uns als Klinikleitung. Das war für sehr, sehr viele Menschen eine Bereicherung.“

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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