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Verkehrsschau mit Bundesstraße 480
Ringen um Lösung für Fahrradfahrer

Für die Eisenbahnbrücke auf der Bundesstraße 480 zwischen Raumland und Bad Berleburg wird auch über eine Ampel diskutiert – zu oft kommt es dort zu gefährlichen Situationen.
  • Für die Eisenbahnbrücke auf der Bundesstraße 480 zwischen Raumland und Bad Berleburg wird auch über eine Ampel diskutiert – zu oft kommt es dort zu gefährlichen Situationen.
  • Foto: Martin Völkel
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

vö Bad Berleburg. Niemand in der Region ist begeistert darüber, dass bis zur Realisierung des Ausbaus der Bundesstraße 480 zwischen Bad Berleburg und Raumland acht weitere Jahre ins Land gehen sollen. Doch unabhängig davon sollten alle Kräfte gebündelt werden, um – kurzfristig – für mehr Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern auf diesem engen und kurvigen Streckenabschnitt zu sorgen.

„Natürlich wollen wir alle eine gute Lösung haben und natürlich dauert es uns bis zum kompletten Lösung zu lange“, sagte Wolfgang Grund, Abteilungsleiter Infrastruktur und Erholung, am Dienstagabend im Ausschuss für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt. Alle Anträge von Fraktionen die gestellt worden seien, hätten eine Verbesserung des Ist-Zustandes zum Ziel.

Bad Berleburg. Niemand in der Region ist begeistert darüber, dass bis zur Realisierung des Ausbaus der Bundesstraße 480 zwischen Bad Berleburg und Raumland acht weitere Jahre ins Land gehen sollen. Doch unabhängig davon sollten alle Kräfte gebündelt werden, um – kurzfristig – für mehr Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern auf diesem engen und kurvigen Streckenabschnitt zu sorgen.

„Natürlich wollen wir alle eine gute Lösung haben und natürlich dauert es uns bis zum kompletten Lösung zu lange“, sagte Wolfgang Grund, Abteilungsleiter Infrastruktur und Erholung, am Dienstagabend im Ausschuss für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt. Alle Anträge von Fraktionen die gestellt worden seien, hätten eine Verbesserung des Ist-Zustandes zum Ziel. Allerdings müsse man in diesem Zusammenhang wissen, dass neben der Stadt Bad Berleburg weitere Behörden zuständig seien. Wolfgang Grund skizzierte drei Alternativen, die er derzeit sehe, um mit dem Fahrrad sicher von Raumland nach Bad Berleburg – oder in umgekehrter Richtung – zu fahren. Der vorhandene Radweg über den Stöppel stelle nicht wirklich eine Alternative dar. Die Trasse von der Emil-Wolff-Straße über den Limburg bis zum Reisegarten in Raumland sehe er mehr als touristische Variante. Bliebe noch ein Radweg auf der Talseite parallel zur Bundesstraße 480: „Das ist die problematischste Variante, denn vor Jahren wurde eine Verbreiterung der B 480 in diese Richtung aus Naturschutzgründen abgelehnt.“

Weitere Verbesserungen zum Thema Sicherheit fasste Wolfgang Grund zusammen: Tempo 30, Fahrradstreifen, eine Ampel an der Eisenbahnbrücke eine entsprechende Beschilderung. Baudezernent Christoph Koch kündigte an, dass man all diese Themen mit in die nächste Verkehrsschau nehmen werde – und verbreitete durchaus zurückhaltenden Optimismus: „Bei Straßen NRW ist man offen für unsere Ideen.“ Und: In Siegen sei durchaus registriert worden, dass es hier viele interessierte Bürger gebe, die sich für Verbesserungen einsetzten.

Dr. Felix Riedel untermauerte die Forderungen der Grünen nach mehr Sicherheit für die „Radfahrer, die verwundbarsten Bürger im Straßenverkehr“. Die Öko-Partei fordert Tempo 30 nicht nur auf der Bundesstraße 480 zwischen Bad Berleburg und Raumland, sondern auch auf der Poststraße in der Stadtmitte. Bad Berleburg verfüge über zwei Durchgangsstraßen, auf denen 50 km/h erlaubt seien – trotz eines erheblichen Anteils an Schwerlastverkehr: „Städte wie Paris oder Köln versuchen, autofrei zu werden. Auch bei uns sollte dringend ein Umdenken stattfinden.“

Ulrich Dienst (SPD) wunderte sich darüber, dass die Grünen den Tempo-30-Antrag für die Poststraße offenbar wiederholten: „Oder werden jetzt Anträge so lange gestellt, bis sie irgendwann durchkommen?“ Seine Beobachtung sei, dass es die Poststraße in der Realität überhaupt nicht zulasse, dort mit 50 Stundenkilometern zu fahren. „Das geht gar nicht.“ Und wenn die Grünen den Sicherheitsaspekt wiederholten, interesse es ihn schon, so der Diedenshäuser, wie hoch die Unfallquote auf der Poststraße denn sei.

Jürgen Weber (UWG) rührte die Werbetrommel für eine pragmatische Lösung zwischen Raumland und Bad Berleburg: „Das Warten auf den Endausbau bringt uns nicht weiter.“ Unter „Ausnutzung jedes Zentimeters“ plädiere er für einen Schutzstreifen auf jeder Fahrbahnseite, von denen sowohl Radfahrer, als auch Fußgänger profitierten – ähnlich wie das in Vormwald und Hilchenbach der Fall sei. Die Verwaltung gab allerdings zu bedenken, dass diese Lösung wahrscheinlich nur innerorts möglich sei. Werner Wegener unterstrich für die CDU, „dass wir bei allem mitmachen, was uns beim Thema Sicherheit hilft“.

Karl-Heinrich Sonneborn (SPD) fand es gut, dass in die Limburg-Variante – auch wenn sie eher touristisch ausgerichtet sei – Bewegung gekommen und mit den Grundstückseigentümern gesprochen worden sei: „Das sollte nur möglichst schneller gehen als der Radweg zwischen Aue und Berghausen.“ Der Raumländer Ortsvorsteher Heinz Limper (CDU) stufte die Variante über den Limburg als einzig realistische Alternative ein. Denn: Alle anderen Optionen stünden während der Arbeiten zum Endausbau ohnehin nicht zur Verfügung: „Dann hätten wir wiederum sprichwörtlich überhaupt nichts.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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