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Corona-gerechter Rückblick
Rumilingene-Haus soll Mittelpunkt sein

Der Vorstand des Rumilingene-Vereins will Impulse für weitere Aktivitäten liefern: (v. l.) Heinz Limper, Dr. Dirk Spornhauer, Hartmut Schneider, Hans-Jürgen Born, Wolfgang Grund, Sandra Kinkel, Hartmut Dickel.
  • Der Vorstand des Rumilingene-Vereins will Impulse für weitere Aktivitäten liefern: (v. l.) Heinz Limper, Dr. Dirk Spornhauer, Hartmut Schneider, Hans-Jürgen Born, Wolfgang Grund, Sandra Kinkel, Hartmut Dickel.
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lh Raumland. Etwas ungewohnt und fremd war die Situation am Freitagabend im Rumilingene-Haus in der Raumländer Dorfmitte: Eine feste Sitzordnung sowie die Maskenpflicht außerhalb des Sitzplatzes waren nur zwei der vielen Corona-Schutzmaßnahmen, unter denen überhaupt gesellige Zusammenkünfte seit kurzem wieder möglich sind. Nachdem die geplante Jahresversammlung des Vereins „Rumilingene – 1200 Jahre Raumland“ am 13. März aufgrund der Kontaktverbote abgesagt werden musste, ergab sich am Freitagabend kurzfristig ein Ersatztermin.

Trotz verschärfter Bedingungen zeigte sich Wolfgang Grund, 1.

lh Raumland. Etwas ungewohnt und fremd war die Situation am Freitagabend im Rumilingene-Haus in der Raumländer Dorfmitte: Eine feste Sitzordnung sowie die Maskenpflicht außerhalb des Sitzplatzes waren nur zwei der vielen Corona-Schutzmaßnahmen, unter denen überhaupt gesellige Zusammenkünfte seit kurzem wieder möglich sind. Nachdem die geplante Jahresversammlung des Vereins „Rumilingene – 1200 Jahre Raumland“ am 13. März aufgrund der Kontaktverbote abgesagt werden musste, ergab sich am Freitagabend kurzfristig ein Ersatztermin.

Trotz verschärfter Bedingungen zeigte sich Wolfgang Grund, 1. Vorsitzender des Vereins, erleichtert, dass der ausschließlich digitale und technische Austausch zwischen den Vereinsmitgliedern nun ein Ende habe und sich die Raumländer wieder persönlich begegnen dürften. In seinem Geschäftsbericht betonte Wolfgang Grund, dass eine gesunde Öffentlichkeitsarbeit besonders in der jetzigen Zeit von großer Bedeutung sei.

Unter anderem setzte sich der Verein im vergangenen Jahr mit der dauerhaften Finanzierung des vereinseigenen Rumilingene-Hauses auseinander, das sich in den vergangenen Jahren von einer alten Gaststätte zu einem modernen Treffpunkt gemausert hat, in dem regelmäßig Seminare, Schulungen und Kurse, aber auch Veranstaltungen, Feste und private Feiern stattfinden. „Allein die Musikschule Schmidt aus Berghausen hat mehrere Räume langfristig angemietet“, betonte Dr. Dirk Spornhauer, Vorsitzender des Öffentlichkeitsausschusses.

Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ konnte sich Raumland mit Hilfe aller ortsansässigen Vereine von seiner besten Seite zeigen und sich mit vielen innovativen Projekten präsentieren. Im Sinne des Fortschrittes in ländlichen Regionen nimmt Raumland seit vergangenem Jahr als Pilotdorf an der Studie „Digitale Dorfmitte“ der Universität Siegen und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BEL) teil, um das Dorf für seine Einwohner noch attraktiver zu gestalten. Bisher hat Raumland bereits eine Ampelanlage, die anzeigt, wenn das Rumilingene-Haus geöffnet ist.

Die App nebenan.de soll die Kommunikation im Dorf vereinfachen: sie zeigt unter anderem Veranstaltungen an und bietet eine Plattform, um Gegenstände zu verkaufen, Räume und Garagen zu vermieten oder um sich gegenseitig zu helfen. Neben dem digitalen Fortschritt sei es jedoch ebenso wichtig, die Tradition der Dorf- und Straßenfeste in Raumland zu bewahren und das Handeln des Vereins immer auch kritisch zu betrachten, um eine mögliche „Eingefahrenheit“ im Vorstand zu vermeiden, erklärte Wolfgang Grund.

Im Zuge der Wahlen wurden Wolfgang Grund als 1. Vorsitzender und Hans-Jürgen Born als Kassierer für die nächsten zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt, Jan-Marten Dickel wurde zum neuen Kassenprüfer gewählt. Um langfristig frischen Wind in den Vorstand zu bringen, möchten die „Rumilingener“ künftig vor allem jüngere Beisitzer für die Vorstandsarbeit begeistern, um den Spaß und das Interesse für das eigene Heimatdorf zu wecken.

Rund um die Bewirtung des Rumilingene-Hauses gibt es gemischte Neuigkeiten: Aktuell sind schon einige neue Vermietungen für die nächsten Wochen und Monate eingegangen. Leider konnte das Bistro nicht mehr so viele Besucher begrüßen wie in den vergangenen Jahren – woran das liegt, versucht der Verein noch herauszufinden, um das Problem anzugehen.

Für den Wander- und Fahrradtourismus sollen spätestens 2021 wieder größere Veranstaltungen angeboten werden. Ziel sei es größtenteils, die Dorfteile und die Einwohner enger zusammen wachsen zu lassen und eine starke Dorfgemeinschaft zu bilden, betonte Dirk Spornhauer. Mit Veranstaltungen wie der großen Silvesterfeier, dem Schockturnier des Knobelclubs, dem Kartoffelbraten der Feuerwehr oder als Raststätte während der Eder-Bike-Tour konnte sich das Rumilingene-Haus bereits als Veranstaltungsort einen Namen machen.

Im Projekt „Digitale Dorfmitte“ konzentriert sich der Verein dieses Jahr auf die Installation eines W-LAN-Netzwerkes und auf den Anschluss an das Glasfasernetz im Vereinshaus. Für Schulungen und Seminare sollen außerdem fünf neue Tablets angeschafft werden, die die Hardware ergänzen sollen. „Wir sind guten Mutes, dass wir für die Installationen noch finanzielle Zuschüsse bekommen können – jetzt ist es wichtig, dran zu bleiben und selbst Fortbildungen zu besuchen“, betonte Wolfgang Grund.

Viel Redebedarf ergab sich bei der Frage, ob Raumland mit seinen zahlreichen Projekten noch einmal an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen möchte oder ob der Arbeitsaufwand mit dem 100-jährigen Bestehen der Sportfreunde Edertal im selben Jahr zu hoch wäre. „Man erwartet, dass Raumland sich wieder bewirbt“, stellte Wolfgang Grund fest und fügte hinzu, man müsse die Bedingungen für das kommende Jahr noch abwarten. Das größte Hindernis innerhalb der Vereine stelle die Versorgung mit Informationen und genaueren Abläufen dar, um besser planen zu können. Die Entscheidung ist noch offen.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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