SZ

Ende der SZ-Sommerreise durch die Wittgensteiner Ortschaften
Saal der alten Schule steht auf der Agenda

Der Heimatverein ist in Womelsdorf der Träger der alten Schule, deren Übernahme vor rund 15 Jahren	sich als absolut richtig erwiesen hat. Denn heute ist das Haus Dreh-und Angelpunkt in der Ortschaft.
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  • Der Heimatverein ist in Womelsdorf der Träger der alten Schule, deren Übernahme vor rund 15 Jahren sich als absolut richtig erwiesen hat. Denn heute ist das Haus Dreh-und Angelpunkt in der Ortschaft.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

bw Womelsdorf. Die Dörferserie unserer Zeitung, die am 1. Juni begonnen hat und heute ihren Abschluss findet, ist eng mit dem Amt des Ortsvorstehers verbunden. Derzeit hat in Wittgenstein nur ein einziges Dorf keinen „Bürjermaester“: Womelsdorf. Dort ist das Amt seit der letzten Kommunalwahl im vergangenen Jahr verwaist. Andreas Nölling hatte den Posten zwar seit 2014 ausgefüllt, will die Interessen der Ortschaft jedoch künftig hauptsächlich im Gemeinderat vertreten. Aufgrund der Corona-Pandemie gestaltete sich die Suche nach einem Nachfolger zunächst schwierig – die Vakanz soll bis zum Jahresende aber der Vergangenheit angehören: Der Nachfolger ist inzwischen gefunden, er will sich aber erst noch im Dorf vorstellen und muss ja auch vom Gemeinderat noch offiziell gewählt werden.

bw Womelsdorf. Die Dörferserie unserer Zeitung, die am 1. Juni begonnen hat und heute ihren Abschluss findet, ist eng mit dem Amt des Ortsvorstehers verbunden. Derzeit hat in Wittgenstein nur ein einziges Dorf keinen „Bürjermaester“: Womelsdorf. Dort ist das Amt seit der letzten Kommunalwahl im vergangenen Jahr verwaist. Andreas Nölling hatte den Posten zwar seit 2014 ausgefüllt, will die Interessen der Ortschaft jedoch künftig hauptsächlich im Gemeinderat vertreten. Aufgrund der Corona-Pandemie gestaltete sich die Suche nach einem Nachfolger zunächst schwierig – die Vakanz soll bis zum Jahresende aber der Vergangenheit angehören: Der Nachfolger ist inzwischen gefunden, er will sich aber erst noch im Dorf vorstellen und muss ja auch vom Gemeinderat noch offiziell gewählt werden.

Dorfgemeinschaftshaus als Dreh- und Angelpunkt

Daher kam beim Besuch der SZ jetzt ein Trio zusammen, das über positive Entwicklungen und über die kommenden Baustellen berichtete: neben Andreas Nölling auch noch Heiko Grebe (Vertreter der Löschgruppe sowie sachkundiger Bürger im Bauausschuss) und Peter Becker als Vorsitzender des örtlichen Heimatvereins. Feuerwehr und Heimatfreunde sind letztlich die großen Aktivposten im Dorf.
Der Heimatverein ist beispielsweise der Träger der alten Schule, deren Übernahme vor rund 15 Jahren sich als absolut richtig erwiesen habe, wie Peter Becker betonte. Außerhalb der Corona-Pandemie ist das Dorfgemeinschaftshaus schließlich Dreh- und Angelpunkt: Von der Geburtstagsfeier über Vereinsversammlungen bis zum Beerdigungskaffee finden hier alle erdenklichen Veranstaltungen statt; auch die Dorfjugend hat im Keller ihr Domizil im alten Schulungsraum der Feuerwehr gefunden.
Dass die Vermietungen seit Beginn der Pandemie weggefallen sind, hat dem Heimatverein weh getan. „Wenn es die Wohnung im Haus nicht geben würde, wäre alles über die Wupper gegangen“, erläuterte Peter Becker ganz offen. Denn die Fixkosten hatte der Verein trotzdem tragen müssen, auch ohne Mieteinnahmen. Den Saal der alten Schule hat die Dorfgemeinschaft nun ins Visier genommen, denn der große Raum soll alsbald renoviert werden, unter anderem einen neuen Boden erhalten und insgesamt moderner gestaltet werden.

Engagierte Womelsdorfer

Dass die engagierten Womelsdorfer das stemmen werden, steht außer Frage – sie zeigen das ja immer wieder. Zuletzt hatten sie die örtliche Friedhofskapelle frisch gestrichen: Die Gemeinde hatte das Material zur Verfügung gestellt und das Dorf selbst die Arbeitskräfte. Ein Mähtrupp kümmert sich um die Pflege des Friedhofs und des Spielsplatzes an der alten Schule. Entsprechend wird dort auch häufiger gemäht, als es die Gemeinde leisten könnte. Dafür erhalten die Womelsdorfer wiederum einen Obolus. „Das muss man lobend erwähnen“, erklärte Peter Becker, „da machen Rentner mit, die teilweise schon über 80 sind.“

Das muss man lobend erwähnen: Da machen Rentner mit, die teilweise schon über 80 sind.
Peter Becker
Vorsitzender im Heimatverein

Über das laufende Verfahren der Flurbereinigung hat Womelsdorf die Aussicht, dass einige Wirtschaftswege und zwei besonders marode Dorfstraßen (Grobel- und Bornlochweg) neu asphaltiert werden. Der erste Wirtschaftsweg ist sogar schon fertig mit dem Verbindungsweg zum Versuchsgut, der auch als Ederradweg dient. Stichwort Ederradweg: Der ist sehr gut frequentiert, auch deswegen würden die Womelsdorfer gerne einen Dorfplatz direkt an der Eder mit großer Aufenthaltsqualität realisieren. Grillplatz, Schutzhütte und E-Bike-Ladestation: Die Ideen liegen längst in der Schublade, aber ohne Fördermittel ist eine Umsetzung unmöglich. Dringender ist derzeit sicher die Sanierung des alten Feuerwehrhauses, das inzwischen als Lagerplatz dient. Das Dach müsse bald erneuert werden, berichtete Heiko Grebe.

Zebrastreifen beantragt

Mehr Sicherheit wünschen sich die Womelsdorfer an drei Stellen im Ort. An den beiden Bushaltestellen an der L 720 wollen sie einen Zebrastreifen beantragen, denn hier werde oft schneller als erlaubt gefahren. Im Bereich des Spielplatzes wäre eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h angebracht, zumal immer mehr Lkw durch das Dorf und über die enge Kreisstraße Richtung Birkelbach fahren. Nicht zuletzt befürworten die Womelsdorfer die Sicherung des Bahnübergangs „Zum Auerain“ mit einer Ampelanlage oder im Idealfall mit Schranken. Hier komme es in jeder Woche mindestens einmal zu einer kritischen Situation, so Peter Becker: „Es wäre gut, wenn sich dort etwas tun würde.“

Ehrenamtliches Engagement würdigen
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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