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Jubiläum im Corona-Jahr
Schützen feiern mit riesigem Holzvogel

Gerd Homrighausen investierte 250 Arbeitsstunden in den Jubiläumsvogel. Nun gilt es, das Gewicht des Vogels zu schätzen und ihm einen Namen zu geben.
  • Gerd Homrighausen investierte 250 Arbeitsstunden in den Jubiläumsvogel. Nun gilt es, das Gewicht des Vogels zu schätzen und ihm einen Namen zu geben.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

vc Schüllar/Wemlighausen. Es hätte alles so schön sein können: Heute würde eigentlich der Festkommers anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Schieß- und Schützenverein Schüllar-Wemlighausen und dann, im Sommer, das große Schützenfest, stattfinden. Doch der viel zitierte Virus macht auch hier einen Strich durch die Rechnung. Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass die Schützen in Schüllar und Wemlighausen ihr Jubiläum nicht vergessen haben. An der Ortsdurchfahrt Richtung Wunderthausen steht seit Mittwoch ein wahrer Koloss von Schützenvogel.
250 ArbeitsstundenDer wurde vom 1. Vorsitzenden Gerd Homrighausen eigenhändig gebaut – oder vielmehr in 250 Arbeitsstunden konstruiert. Denn die Erfahrung ist da. Schließlich baut Gerd Homrighausen seit Jahrzehnten Schützenvögel.

vc Schüllar/Wemlighausen. Es hätte alles so schön sein können: Heute würde eigentlich der Festkommers anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Schieß- und Schützenverein Schüllar-Wemlighausen und dann, im Sommer, das große Schützenfest, stattfinden. Doch der viel zitierte Virus macht auch hier einen Strich durch die Rechnung. Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass die Schützen in Schüllar und Wemlighausen ihr Jubiläum nicht vergessen haben. An der Ortsdurchfahrt Richtung Wunderthausen steht seit Mittwoch ein wahrer Koloss von Schützenvogel.

250 Arbeitsstunden

Der wurde vom 1. Vorsitzenden Gerd Homrighausen eigenhändig gebaut – oder vielmehr in 250 Arbeitsstunden konstruiert. Denn die Erfahrung ist da. Schließlich baut Gerd Homrighausen seit Jahrzehnten Schützenvögel. „Vor zwei Jahren stellte ich mir die Frage: Was kann ich als 1. Vorsitzender des größten Vereins in Schüllar und Wemlighausen für dieses Ereignis tun“, berichtet Gerd Homrighausen. Das Ziel: Ein besonderes Symbol, dass für das Jubiläum werben soll. Als Material kam „Käferholz“ aus der Region zur Verwendung. Der Vogel überragt laut Gerd Homrighausen das größte ihm bekannte Exemplar im Hochsauerland. Die Rumpflänge inklusive Krone beträgt 4,20 Meter, die Spannweite 4,50 Meter. Auch Krone, Zepter und Reichsapfel dürfen nicht fehlen.

Gewicht des Vogels schätzen

Mitglieder des Vereins, und jene, die es im Jahr 2021 werden wollen, haben nun die Gelegenheit, das Gewicht des Vogels zu schätzen. „Dreimal darf jedes Mitglied raten, jeder Tipp kostet 1 Euro. Die Tipps nebst Geld bitte in einen Umschlagpacken und dann bei mir in den Briefkasten einwerfen. Es winken drei ordentliche Preise“, erläutert Gerd Homrighausen. Zeit bleibt bis zum 1. Dezember 2021. Die gleiche Frist gilt für die kreativen Vorschläge der Kinder und Jugendlichen des Vereins. Die dürfen Namensvorschläge für den Vogel einreichen. Eine Jury wählt dann unter den Einsendungen den Namen des Prachtvogels aus. Die Preise erhalten die glücklichen Gewinner dann für beide Wettbewerbe im kommenden Jahr am Schützenfestsonntag. Ein langer Zeitraum für die Schützenschwestern und Schützenbrüder. Schließlich finden in diesem Jahr weder Festkommers noch Schützenfest statt. „Das Jubiläum werden wir auf das Jahr 2022 verlegen. Doch das, was wir mit Blick auf die Gesetzeslage machen können, wird gemacht“, unterstreicht Gerd Homrighausen. „Wir wollen an den eigentlichen Fest- und Veranstaltungstagen auch an den Verein denken und werden am Gründungstag einen Kranz am Ehrenmal niederlegen“, sagt Gerd Homrighausen.

Vereinsfahne hissen

Denn genau vor 100 Jahren, dem 12. Februar 1921, wurde der Verein gegründet. Die Zusammenkunft fand im damaligen Gasthof Aderhold statt. In einer weiteren Aktion sind die Mitglieder des Jubiläumsvereins aufgerufen, aktuell die Vereinsfahnen zu hissen. Einen herzlichen Gruß übersandte der Schirmherr der Veranstaltung, Bruder Aloisius am Donnerstag aus dem Kloster Meschede: „Am Vortag Eures einmaligen Jubiläums, 100 Jahre Schützenverein Schüllar-Wemlighausen, sende ich auf diesem Wege meine herzlichen Glück- und Segenswünsche. Eigentlich sollte morgen die große Eröffnung stattfinden, aber uns hält weiterhin die Pandemie im Griff. Ein Jubiläum kann und sollte man aber auch im „Stillen“ begangen werden, denn eine solche Vereinsgeschichte zeigt, dass es immer wieder eine gute Dorfgemeinschaft gegeben hat, das Tradition und Geselligkeit in unserem Heimatdörfern Schüllar – Wemlighausen einen Stellenwert hatten und bis in diese Stunde hinein haben.“

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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