Schwieriger Reha-Markt

howe Bad Berleburg. Der aktuelle Geschäftsbericht der Helios Kliniken GmbH beeindruckt mit Zahlen: Mit einem Umsatz von 2,123 Mrd. Euro und einem EBIT von 173,2 Mill. Euro hat Helios die Umsatz- und Ergebnisziele für das Jahr 2008 „deutlich erfüllt“. Mehr noch: Für 2009 plant der Konzern einen Umsatz inklusive der 2008 akquirierten Kliniken von mehr als 2,3 Mrd. Euro und ein EBIT zwischen 180 und 200 Mill. Euro. Man strebe danach, die Qualitätsziele zu erreichen.

Was Helios unter Qualität versteht, geht aus dem Bericht eindeutig hervor: Basis des Erfolgs sei das große Vertrauen der Patienten und niedergelassenen Ärzte in die Qualität der Behandlung bei Helios. Die erhebliche Steigerung der Patientenzahlen dokumentiere das außergewöhnlich hohe organische Wachstum von fünf Prozent. „Das belegt eindrucksvoll, dass unsere konsequente Qualitätsstrategie richtig ist.“ Ein Qualitätsmanagement mit messbaren Zielen, Mitarbeiterqualifizierung auf höchstem Niveau, kurze Datenwege, indem Helios Kliniken den inzwischen 600 angeschlossenen Ärzten die wichtigsten Patientendaten für einen reibungslosen Übergang von der stationären in die ambulante Nachsorge - quasi per Intranet - zur Verfügung stellen, hinzu kommt ein umfassendes Wissens- und Entwicklungsmanagement. Bei aller positiver Entwicklung holt der Konzern den erhobenen Zeigefinger heraus und tritt auf die Eurphoriebremse: Der Reha-Markt, da beißt die Maus keinen Faden ab, ist ein schwieriger. Die Verweildauer in Reha-Kliniken sank innerhalb von zehn Jahren von 30 auf 25 Tage. Die Bettenzahl lag 1998 bei fast 191 000, im Jahre 2007 waren es rund 170 000. Die Finanzierunglage im Rehabilitationssektor ist angespannt. Hier herrscht ein anhaltend heftiger Preiswettbewerb bei gleichzeitig steigenden Kosten. Die Folge davon spricht Helios ganz klar aus: „Stärker noch als bei den Akutkliniken gehen wir daher von einer weiteren Marktbereinigung aus. Weitere ineffiziente Rehabilitationskliniken werden schließen müssen.“

Helios ruft damit indirekt dazu auf, die Qualitätsstandards in den Häusern weiter auszubauen, denn überleben würden die wettbewerbsstarken Kliniken mit dem besseren Leistungsangebot für die Patienten und deren Versicherungen. Ein Hoffnungsschimmer am Horizont der Reha-Kliniken lässt ein wenig aufatmen: Aufgrund der rückläufigen Verweildauer in den Akutkliniken kommen Patienten mit zunehmend schweren Funktionsstörungen in die Rehabilitation. „Wir betrachten dies als Chance, die Klinikstandorte zu sichern, da gerade bei den schwer kranken Patienten die stationäre Rehabilitation auch in Zukunft eine unbedingt erforderliche Leistung sein wird.“

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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