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Zukunftsprojekt im Haus Ederhöhe
Seniorenheim bekommt Sinnesgarten

Sandra Schaar und Achim Stremmel (v. l.) stellten am Donnerstag in Beddelhausen das Bauprojekt „Sinnesgarten“ für das Haus Ederhöhe vor. Im Herbst soll es abgeschlossen sein.
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  • Sandra Schaar und Achim Stremmel (v. l.) stellten am Donnerstag in Beddelhausen das Bauprojekt „Sinnesgarten“ für das Haus Ederhöhe vor. Im Herbst soll es abgeschlossen sein.
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howe Beddelhausen. An- und Umbauten am Seniorenheim Haus Ederhöhe in Beddelhausen sind abgeschlossen. „Die Finanzierungen sind fix, für die nächsten 20 Jahre steht uns nichts mehr im Wege“, formulierte Einrichtungsleiterin Sandra Schaar am Donnerstag beim Pressegespräch. In Kürze beginnt das nächste Projekt.
Barrierefreier Sinnesgarten als Verbindung zwischen den HäusernDer Birkelbacher Architekt Achim Stremmel stellte den barrierenfreien Sinnesgarten vor, der auf einer Fläche von rund 1400 Quadratmetern sozusagen als Verbindungselement zwischen den Häusern entstehen soll. „Wir wollen Elemente miteinander verbinden, die die Menschen von früher her kennen“, erläuterte Achim Stremmel. Für ein Pflegeheim müsse man ganz anders planen als für einen Kindergarten oder eine Schule.

howe Beddelhausen. An- und Umbauten am Seniorenheim Haus Ederhöhe in Beddelhausen sind abgeschlossen. „Die Finanzierungen sind fix, für die nächsten 20 Jahre steht uns nichts mehr im Wege“, formulierte Einrichtungsleiterin Sandra Schaar am Donnerstag beim Pressegespräch. In Kürze beginnt das nächste Projekt.

Barrierefreier Sinnesgarten als Verbindung zwischen den Häusern

Der Birkelbacher Architekt Achim Stremmel stellte den barrierenfreien Sinnesgarten vor, der auf einer Fläche von rund 1400 Quadratmetern sozusagen als Verbindungselement zwischen den Häusern entstehen soll. „Wir wollen Elemente miteinander verbinden, die die Menschen von früher her kennen“, erläuterte Achim Stremmel. Für ein Pflegeheim müsse man ganz anders planen als für einen Kindergarten oder eine Schule.

Ideal für Demenzkranke: Rundwege und keine Sackgassen

Der Sinnesgarten soll speziell an Demenz erkrankte Bewohner ansprechen, gemütliche Sitzecken bieten. Achim Stremmel sprach von Gärten, Blumenbepflanzungen, Obstanbau sowie optischen Anreizen wie Hochbeeten oder eine Feuerstelle. „Ganz wichtig: Es dürften keine Sackgassen entstehen, sondern es muss eine runde Sache sein.“ Deshalb würden auch Rundwege installiert, das Projekt wolle er gemeinsam mit dem Mitarbeitern umsetzen. „Mein persönliches Ziel ist es, den Sinnesgarten im Herbst zu eröffnen.“ Sandra Schaar sieht das neue Projekt als eine „Verbindung von Mietern, Bewohnern und Angehörigen.“ Die Einrichtungsleiterin: „Das wird ein schönes Fleckchen, wo man sich wohlfühlen kann.“ Wie bei allem, wenn es um Investitionen geht, kostet auch der Sinnesgarten Geld.

Stiftung Ederhöhe profitiert von Spendengeld

Sandra Schaar nutzte die Gelegenheit, den Spendern im Namen der Stiftung Ederhöhe zu danken, die sich in der Weihnachtszeit mit einem Beitrag für den Sinnesgarten beteiligt haben: die Firma Berge Bau, das Architekturbüro Hesselbach & Müller, Pfeil Heizungsbau, Zoll Schreinerei, Getränke Schneider, Mieterin Helma Emden und einige Angehörige der Bewohner. „Wir haben mehr Spenden als wir gedacht haben“, freute sich Sandra Schaar über mehr als 4000 Euro, die ins neue Projekt fließen sollen. Überhaupt tut sich auf der Ederhöhe in Beddelhausen eine ganze Menge. Neben den abgeschlossenen Baumaßnahmen steht in Kürze der Abriss der Scheune bevor.

Jan Hedrich, Samuel Sonneborn, Eckehard Hof, Andrea Limper-Pfeil, Elke Hesselbach und Helma Emden überreichten symbolische Spendenschecks.
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Digitalisierung der Pflegedokumentation

Die soll weichen, um weitere Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher zu schaffen. Überdies soll ein Carport mit sieben Stellplätzen für die Mieter an zentraler Stelle gebaut werden. „Und die Digitalisierung der Pflegedokumentation wird uns in Zukunft auch beschäftigen“, verriet Sandra Schaar. Die zeigte sich von den aktuellen Entwicklungen begeistert. Es sei zu spüren, wie besonders nach der Bauphase und in Zeiten von Corona die Bewohner und Mieter zusammengewachsen seien.

Mein persönliches Ziel ist es, den Sinnesgarten im Herbst zu eröffnen.
Achim Stremmel
Architekt

„Die Stärkeren helfen den Schwächeren. Mieter setzen sich für Bewohner ein.“ Genau das dürfte ein Alleinstellungsmerkmal eines der wohl kleinsten Altenzentren Deutschlands sein – mit 24 vollstationären Betten und drei Mietwohnungen unter dem Dach.

Kurz zur Geschichte... Das erste Gebäude auf dem Gelände der heutigen Ederhöhe in Beddelhausen war ein Bauernhaus von 1840. 1953 wurde das Gelände vom Sozialwerk Christengemeinschaft NRW erworben, die Villa war Außenstelle des Berleburger Krankenhauses. Die offizielle Einweihung erfolgte im Dezember 1953 mit 30 Bewohnern. 1967 bis 1972 kamen fünf neue Häuser zur Einrichtung dazu. 1987 erhielt die „Ederhöhe“ die Anerkennung zum Alten- und Pflegeheim, seit 1991 existiert der Verein Haus Ederhöhe, der im Winter 2017/18 aufgelöst wurde. Von 1995 bis 2017 betrieb die Naturparksiedlung gGmbH die Wohnungen in den Häusern, seit November 2017 besteht die Stiftung Ederhöhe. Den Ambulanten Pflegedienst dort gibt es seit 1996.
Sandra Schaar und Achim Stremmel (v. l.) stellten am Donnerstag in Beddelhausen das Bauprojekt „Sinnesgarten“ für das Haus Ederhöhe vor. Im Herbst soll es abgeschlossen sein.
Jan Hedrich, Samuel Sonneborn, Eckehard Hof, Andrea Limper-Pfeil, Elke Hesselbach und Helma Emden überreichten symbolische Spendenschecks.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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