18 Tonnen Feuerwehrtechnik müssen rechtzeitig stehen
Sicherheit statt Vollgas

Wenn Feuerwehrfahrzeuge auf regennasser Fahrbahn zur
Vollbremsung gezwungen werden, muss der Fahrer auf Zack sein. 14 Maschinisten der Freiwilligen Feuerwehr nahmen in ihrer Freizeit an einem Fahrsicherheitstraining teil.
  • Wenn Feuerwehrfahrzeuge auf regennasser Fahrbahn zur
    Vollbremsung gezwungen werden, muss der Fahrer auf Zack sein. 14 Maschinisten der Freiwilligen Feuerwehr nahmen in ihrer Freizeit an einem Fahrsicherheitstraining teil.
  • Foto: Marco Stöcker/Feuerwehr
  • hochgeladen von Marc Thomas

vc Bad Berleburg. Wenn Rettungskräfte zu einem Einsatz fahren, müssen sie nicht nur schnell vor Ort sein. Einheiten wie die Freiwillige Feuerwehr Bad Berleburg sollen auch sicher am Einsatzort ankommen. Die Fahrer bewegen bei ihren Einsatzfahrten weit über 10 Tonnen – und das bei Wind und Wetter. Da gibt es regelmäßigen Trainingsbedarf. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Berleburg führt daher seit zwei Jahren regelmäßig ein Sicherheitstraining durch. Dabei werden externe Übungsplätze wie in Rüthen angesteuert, die über erfahrene Trainer verfügen.

Am Samstag waren sieben Kameraden aus dem Löschzug 6 in Aue-Wingeshausen sowie sieben Kameraden des Löschzugs 1 auf der Teststrecke. „Es war das vierte Fahrsicherheitstraining, das wir für unsere Maschinisten durchgeführt haben. Die Fahrer haben irgendwann den Führerschein gemacht und fahren größere Fahrzeuge oft nur bei der Feuerwehr. Da fehlt manchmal auch die Fahrpraxis. So ein Tanklöschfahrzeug wiegt 18 Tonnen. Durch Hydraulik und andere Technik fährt sich das Fahrzeug zwar wie ein Pkw, aber da steckt natürlich was anderes dahinter“, berichtete Jens Schmitt im Gespräch mit der Siegener Zeitung. „Da kann ein Feuerwehrkamerad manchmal vergessen, was er da steuert. Dies gilt es, auch immer wieder ins Bewusstsein zu rufen.“

"Lieber mal 10 Sekunden später eintreffen als
das Ziel wegen einer Unachtsamkeit gar
nicht zu erreichen."

Jens Schmitt
Stadtbrandinspektor

Der Übungstag startete um 10 Uhr mit einer kleinen theoretischen Einheit. „Dort haben wir auch abgeklärt, auf was wir von der Feuerwehr wert legen“, meinte der Stadtbrandinspektor, der vier Fahrzeuge und 14 Kameraden mit auf das Übungsgelände bringen konnte. Mehr Maschinisten pro Lehrgang wären laut Schmitt unsinnig, da „dann die Fahrzeit fehlt“. Bei dem Fahrsicherheitstraining selbst kam es nicht darauf an, möglichst schnell eine bestimmte Strecke zu absolvieren. „Lieber mal 10 Sekunden später eintreffen als das Ziel wegen einer Unachtsamkeit gar nicht zu erreichen. Wir sind verantwortlich für die Kameraden, das eigene Leben und müssen auch mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen“, betonte der stellv. Leiter der Feuerwehr, der als Beispiel eine Fahrt durch die Poststraße in Bad Berleburg nannte.

Sicherheit statt Geschwindigkeit

„Die Feuerwehr ist dann mit Sondersignal unterwegs. Aber es kann dort immer mal jemand plötzlich einbiegen oder auf die Straße laufen. Was passiert da, wenn man 50 fährt? Was wäre alternativ passiert, wenn man nur 40 gefahren wäre – oder halt 60? Das sollten sich die Fahrer vor Augen halten.“
Hier müsse Sensibilität entwickelt werden, meinte Jens Schmitt und stellte klar: „Das komplette Training war darauf ausgelegt, nicht mit Geschwindigkeit sondern mit Sicherheit an das Ziel zu kommen.“

Motivationsprobleme, an einem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen, gebe es unter den Maschinisten keine. Jens Schmitt berichtete sogar, dass es mehr Nachfrage als Plätze gebe. „Es macht ja auch Spaß. So sehen wir die Kameraden mal wieder. Wir waren schließlich mit zwei Einheiten vor Ort.“ Es sei ein super Tag gewesen, und es sei wichtig, auch mit den anderen Kameradinnen und Kameraden mal wieder ins Gespräch zu kommen.

Autor:

Christian Völkel

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