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Neues und Altbewährtes
So will Bad Berleburg sein Schützenfest feiern

Endlich wieder Antreten zum Festzug heißt es am ersten Juli-Wochenende in der Odebornstadt.
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  • Endlich wieder Antreten zum Festzug heißt es am ersten Juli-Wochenende in der Odebornstadt.
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ll Bad Berleburg. "Alles neu macht der Mai" heißt es in einem aus einem alten Kinderlied entlehnten deutschen Sprichwort. Stimmt für die Odebornstadt allerdings nicht so ganz – zumindest nicht für die Berleburger Schützen. Denn hier trifft die Redewendung nicht auf den Mai, sondern auf den Juli zu, und auch "alles neu" wäre wohl etwas zu viel des Guten. 
Die Shuttlebusse fahren halbstündig
Dennoch gibt es durchaus einige Neuerungen, die der Schützenverein Berleburg 1838 für das anstehende Hochfest am ersten Juli-Wochenende verkündet. So sprechen die drei Hauptleute Christian Hainbach, Michel Hildebrandt und Günther Strack von einem „Neustart in vielerlei Hinsicht" und zielen dabei sicherlich nicht nur auf den neuen Festwirt Frank Kretschmer (Keiler Grill &

ll Bad Berleburg. "Alles neu macht der Mai" heißt es in einem aus einem alten Kinderlied entlehnten deutschen Sprichwort. Stimmt für die Odebornstadt allerdings nicht so ganz – zumindest nicht für die Berleburger Schützen. Denn hier trifft die Redewendung nicht auf den Mai, sondern auf den Juli zu, und auch "alles neu" wäre wohl etwas zu viel des Guten. 

Die Shuttlebusse fahren halbstündig

Dennoch gibt es durchaus einige Neuerungen, die der Schützenverein Berleburg 1838 für das anstehende Hochfest am ersten Juli-Wochenende verkündet. So sprechen die drei Hauptleute Christian Hainbach, Michel Hildebrandt und Günther Strack von einem „Neustart in vielerlei Hinsicht" und zielen dabei sicherlich nicht nur auf den neuen Festwirt Frank Kretschmer (Keiler Grill & Netphen Events) mit Team ab. Schließlich ist es auch das erste Fest, das auf dem neugestalteten Goetheplatz gefeiert werden kann. "Weitere Neuerungen werden der Wertmarkenverkauf zum Mitternachtsfest und zum Vogelschießen sowie die weiterhin bestehende Maskenpflicht in den Shuttlebussen sein", erklären die drei Hauptleute. Apropos Shuttleverkehr: Der Rhythmus wird ebenfalls besucherfreundlich geändert, sodass die Busse Samstagabend/Sonntag halbstündig und nicht mehr stündlich rund um den Schützenplatz verkehren.

Ein ''Pfeiler der Tradition''

Eine weitere wichtige Neuerung: Es gibt keinen Barverkauf mehr. Stattdessen erfolgt die Umstellung auf Biermarken sowohl für den Zapfenstreich und das Mitternachtsfest sowie für Softdrinks, Schnäpse und Cocktails am gesamten Wochenende, wobei verkaufte Marken dann für die gesamte Dauer ihre Gültigkeit behalten. Die Idee der Schützen: Mit dem Kartenvorverkauf und dem Verkauf der Biermarken soll der Verkauf beim Fest selbst ein Stück weit entzerrt werden. Bevorzugte Zahlungsvariante sind im Übrigen EC-Cash-Zahlungen (also bargeldloses/kontaktloses Bezahlen), die bei allen Veranstaltungen im Rahmen des Schützenfestes ermöglicht werden. Zudem hat der Vereinsvorstand entschieden, die Eintrittspreise konstant zu belassen. Selbstverständlich, so die Schützen, wird es am Samstagabend sowie am gesamten Festsonntag weiterhin Freibier geben – als "Pfeiler der Tradition". Wobei es einschränkend und korrekterweise heißt: "Freibier in des Wortes Bedeutung gibt es bei uns eigentlich nicht. Richtig wäre zu sagen: Für einen der jeweiligen Zeit angepassten Eintrittspreis kann zum Schützenfest Bier getrunken werden. Dieser Eintrittspreis deckt nicht allein die Kosten für Bier und das Verzapfen des Bieres ab. Er beinhaltet auch die Kosten für Organisation und Musik sowohl auf dem Schützenplatz als auch in der Stadt."

Ihre lange Regentschaft neigt sich dem Ende: Das amtierende Königspaar des Berleburger Schützenvereins 1838, Tina Grebe und Markus Haßler, ist seit 2019 im Amt und wird am ersten Juli-Wochenende abgelöst.
  • Ihre lange Regentschaft neigt sich dem Ende: Das amtierende Königspaar des Berleburger Schützenvereins 1838, Tina Grebe und Markus Haßler, ist seit 2019 im Amt und wird am ersten Juli-Wochenende abgelöst.
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Die Fahnen wehen zu einem erfreulichen Anlass

Dass weitere altbewährte Traditionen bei einem der ältesten Schützenvereine Wittgensteins trotz zahlreicher Neuerungen aufrechterhalten werden, liegt ebenso auf der Hand. "Unangetastet bleiben deshalb unsere traditionellen Eckpfeiler rund um den Zapfenstreich, Frack, Freibier, Musik und Tanz über Generationen hinweg. Gerade diese Sicherheit des Bekannten ist es, die in uns – auch in dieser besonderen Zeit – die Vorfreude auf unser Traditionsschützenfest auslöst", so die Hauptleute, die durchaus zu schätzen wissen, dass es in Zeiten der Corona-Pandemie und des fürchterlichen Angriffskriegs der Russen auf die Ukraine ein besonderes Privileg ist, das Hochfest wieder gemeinsam feiern zu dürfen. "In den letzten Wochen haben wir häufig unsere Vereinsfarben in unserer Heimatstadt gesehen, jedoch verbunden mit Entsetzen, Betroffenheit, aber auch Solidarität. Am ersten Juli-Wochenende können unsere Fahnen aber nun zu einem erfreulichen Anlass wehen, denn wenn unsere Heimatstadt in unseren Vereinsfarben Blau und Gelb erstrahlt, dann ist der Anbruch der lang ersehnten fünften Jahreszeit nicht mehr fern."

"Einiges neu macht der Juli"

Los geht es am Freitag, 1. Juli, um 18.30 Uhr mit einem Platzkonzert bis zum Abmarsch am Goetheplatz, bevor gegen 21.15 Uhr die Feierstunde mit Schützenaufmarsch und Großem Zapfenstreich auf dem Schlosshof stattfindet. Weitere Höhepunkte am Festwochenende sind unter anderem das Vogelschießen am Samstag, 2. Juli, ab 12.30 Uhr mit anschließender Feier und der Festzug durch die Stadt am Sonntag, 3. Juli, gegen 14 Uhr. "Zwei Jahre der Entbehrungen, sowohl im privaten Bereich als auch im Vereinsleben, weichen einer vorsichtigen neuen ,Normalität’. Genießen Sie die Atmosphäre unseres einzigartigen Schützenfestes im 185. Vereinsjahr, sei es auf dem majestätischen Schlosshof, dem neu gestalteten Goetheplatz oder auf unserem herrlichen Schützenplatz hoch oben im Burgfeld. Lassen Sie sich anstecken von der Freude und Begeisterung, die an diesen Tagen erneut unser Stadtbild prägen werden", laden die drei Hauptleute abschließend ein.

So bleibt für die Berleburger Schützen zusammenfassend am Ende wohl eher trefflich festzuhalten: "Einiges neu macht der Juli."

Endlich wieder Antreten zum Festzug heißt es am ersten Juli-Wochenende in der Odebornstadt.
Ihre lange Regentschaft neigt sich dem Ende: Das amtierende Königspaar des Berleburger Schützenvereins 1838, Tina Grebe und Markus Haßler, ist seit 2019 im Amt und wird am ersten Juli-Wochenende abgelöst.
Autor:

Lars Lenneper

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