Gertrud Eckelsbach holt die Party nach
So wird ein 100. Geburtstag gefeiert

Gertrud Eckelsbach freute sich am Samstag über zahlreiche Besucher zu ihrem 100. Geburtstag, darunter auch Bürgermeister Bernd Fuhrmann und die stellv. Landrätin Ulla Belz.
  • Gertrud Eckelsbach freute sich am Samstag über zahlreiche Besucher zu ihrem 100. Geburtstag, darunter auch Bürgermeister Bernd Fuhrmann und die stellv. Landrätin Ulla Belz.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

Kühhude. Aus ihrer Zufriedenheit machte Getrud Eckelsbach kein Geheimnis: „So hatte ich mir das vorgestellt. Und dass es auch noch so geworden ist, das freut mich umso mehr. Ich danke allen, die mir diesen Tag möglich gemacht haben.“ Die Jubilarin, die am 10. Januar ihren 100. Geburtstag gefeiert hatte (die Siegener Zeitung berichtete), konnte am Samstag im Garten des Hofes Eckelsbach in Kühhude zahlreiche Gäste begrüßen: natürlich die Familie, Nachbarn, Freunde, zudem Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Ulla Belz, die stellv. Landrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Gern gekommen wäre auch Andreas Meinecke. Doch der Ortsvorsteher aus Schüllar, zu dessen Zuständigkeitsbereich die Kühhude gehört, ist derzeit beruflich im Ausland unterwegs. Schade.

"Man kann sich kaum vorstellen,
wie sich meine Mutter auf diesen Tag gefreut hat.
Sie hat gerne Menschen um sich –
und das machen wir heute möglich."

Karin Steinhoff
Tochter des Geburtstagskindes

Rückblick in den Januar: Mitten im Wittgensteiner Winter – und leider auch mitten im Corona-Lockdown – feierte Gertrud Eckelsbach ihren außergewöhnlichen Geburtstag. Kontakt-Beschränkungen, niedrige Impfquote und hohe Infektionszahlen machten eine Feier unmöglich. Doch die sollte nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben sein. Im Sommer, da war sich die Jubilarin sicher, würden die Karten neu gemischt. So sollte es kommen – und der Feier stand nichts im Weg. Unter freiem Himmel wurden Spezialitäten aus der Pfanne serviert, es gab außerdem selbst gebackenen Kuchen, Kaffee und Flaschenbier.

Gemütliches Fachwerkhaus in Kühhude

„Man kann sich kaum vorstellen, wie sich meine Mutter auf diesen Tag gefreut hat. Sie hat gerne Menschen um sich – und das machen wir heute möglich“, sagte ihre Tochter, Karin Steinhoff. Die beiden Frauen leben gemeinsam in dem wunderschönen, gemütlichen Fachwerkhaus in Kühhude. Gertrud Eckelsbach ist seit fast 70 Jahren direkt am Rothaarsteig zu Hause. 1952 kam sie aus Gleidorf im Schmallenberger Sauerland auf die Kühhude, um sich mit ihrem Mann eine Existenz aufzubauen. Die Aussteuer sei seinerzeit durch das Grubental auf die Höhe gefahren worden. Die Voraussetzungen des jungen Paares kann man sich unter heutigen Maßstäben nur schwer vorstellen: kein Strom, Wasser aus dem Brunnen, die Straße sollte erst im Jahr 1960 gebaut werden. Doch die Eckelsbachs packen die Herausforderungen an, produzieren mit ihrer Landwirtschaft Lebensmittel für den eigenen Bedarf.

Wanderer sorgen für Belebung in Kühhude

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass es auf der Kühhude einsam sein muss – doch an diesem Punkt widersprach Gertrud Eckelsbach beim Besuch der SZ schon im Januar vehement: „Auf jeden Fall ist es anders, aber richtig einsam ist man hier nie – weil man immer auch Kontakt hat.“ Da waren die Jahre des ehemaligen Schullandheims, dann folgte irgendwann das Kühhude-Café und mittlerweile sind es die zahlreichen Wanderer, die dafür sorgen, dass immer Menschen unterwegs sind an diesem vermeintlich entlegenen Ort.

Wenn man Gertrud Eckelsbach genau zuhört, hat man an ihrer Einschätzung auch nicht den geringsten Zweifel: „Für mich ist die Kühhude die schönste Ecke in ganz Wittgenstein. Für mich war und ist die Kühhude alles.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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