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Straßenschäden durch Forstfahrzeuge
SPD-Antrag: Verursacher sollen Zeche zahlen

Auf dem Didoll bei Richstein hat ein Forstunternehmen massive Schäden auf der Straße hinterlassen. Ortsvorsteher Michael Sittler und die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung fordern nun eine klare Regelung für die Behebung der Schäden.
  • Auf dem Didoll bei Richstein hat ein Forstunternehmen massive Schäden auf der Straße hinterlassen. Ortsvorsteher Michael Sittler und die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung fordern nun eine klare Regelung für die Behebung der Schäden.
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tika Richstein. Der Wald in Wittgenstein befindet sich im Wandel. Schon in wenigen Jahren ist das Gros der Fichten schlichtweg nicht mehr als Totholz – und damit auch aus dem Forst verschwunden. Der Borkenkäferbefall zieht seine Kreise. Immerhin rund 80 Prozent des Bestandes im Altkreis stellen bislang Fichten dar. Entsprechend gehen derzeit zahlreiche Forstarbeiten mit schwerem Gerät über die Bühne – und damit entstehen letztlich vermehrt Schäden auf den Straßen. Betroffen davon ist derzeit unter anderem Richstein – und dort insbesondere die Straße Steigersbach sowie die Peripherie des Wanderparkplatzes „Am Didoll“.

tika Richstein. Der Wald in Wittgenstein befindet sich im Wandel. Schon in wenigen Jahren ist das Gros der Fichten schlichtweg nicht mehr als Totholz – und damit auch aus dem Forst verschwunden. Der Borkenkäferbefall zieht seine Kreise. Immerhin rund 80 Prozent des Bestandes im Altkreis stellen bislang Fichten dar. Entsprechend gehen derzeit zahlreiche Forstarbeiten mit schwerem Gerät über die Bühne – und damit entstehen letztlich vermehrt Schäden auf den Straßen. Betroffen davon ist derzeit unter anderem Richstein – und dort insbesondere die Straße Steigersbach sowie die Peripherie des Wanderparkplatzes „Am Didoll“.

Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung von Bad Berleburg hat deshalb nun offiziell beantragt, dass künftig die durch forstwirtschaftliche Maßnahmen an städtischen Straßen und Wirtschaftswegen entstandenen Schäden „durch den Schadenverursacher sofort beseitigt“ werden. „Sollte eine Beseitigung, aus welchen Gründen auch immer, nicht durchgeführt werden, werden auf jeden Fall Schadensersatzansprüche gegen den Verursacher geltend gemacht.“ Gegebenenfalls sollen diese Maßnahmen auch auf dem Rechtsweg einzufordern sein. Die Sozialdemokraten wollen den Antrag bereits im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Montag, 30. September, behandelt wissen. „Wir gehen wegen der Dramatik der sich abzeichnenden Situation davon aus, dass der Antrag als Dringlichkeitsantrag eingestuft werden kann, sofern die formelle Antragstellung den terminlichen Anforderungen für die anstehende Stadtverordnetenversammlung ansonsten nicht genügt“, heißt es in dem Antrag weiter. Will heißen: Durch den „extrem gesteigerten Holzeinschlag und -abtransport infolge der dramatischen Entwicklung in den Wirtschaftswäldern im Stadtgebiet bedingt durch den Klimawandel und der damit hervorgerufenen Borkenkäfer-Plage“, nehmen Schäden aus Sicht der SPD-Fraktion künftig rasant zu.

Bereits im Vorfeld des offiziellen Antrags hatte sich Michael Sittler (SPD) an die Bad Berleburger Stadtverwaltung gewandt. In einem Brief, der der SZ-Redaktion vorliegt, forderte der Ortsvorsteher von Richstein Informationen über den Stand der Dinge in dieser Sache ein. Im Frühjahr hatte er gemeinsam mit dem Abteilungsleiter Infrastruktur und Erholung der Stadt Bad Berleburg, Wolfgang Grund, eine Ortsbesichtigung an den beiden Stellen vorgenommen. „Wir waren uns einig, dass wir gegen das verursachende Unternehmen vorgehen müssen. Dies war die eine Seite, die andere Seite ist die Beschlussfassung“, erklärte Michael Sittler am Dienstag im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Eine Rückmeldung über das weitere Vorgehen sei aber bislang ausgeblieben. Die Pressesprecherin der Stadt Bad Berleburg, Stefanie Treude, kündigte am Dienstag auf SZ-Anfrage an, dass sich die Verwaltung im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung öffentlich zu der Thematik äußern will.

Durch die vermehrten Forstarbeiten seien die Straßenschäden massiv gestiegen, erklärte Michael Sittler derweil. „Wenn große Forstmaschinen mit Ketten über asphaltierte Straßen fahren, dann hinterlassen sie oft Löcher im Asphalt. In Richstein ist dies eben an zwei Stellen ganz besonders der Fall“, konstatierte der Ortsvorsteher. Der Sozialdemokrat sieht nun – wie die gesamte SPD-Fraktion – dringenden Handlungsbedarf. „Das wird immer häufiger vorkommen. Dieser Sache hätte man schon in der Vergangenheit nachgehen müssen“, erklärte Michael Sittler. Für ihn ist klar, dass Schadenverursacher den entstandenen Schaden beheben müssen. „Sonst entstehen tiefgreifende Folgeschäden und dann wird es für die Allgemeinheit richtig teuer“, war sich der Richsteiner sicher. Ist eine direkte Sanierung des Schadens nicht möglich, soll das verursachende Unternehmen zumindest die Schadenskosten zahlen, „damit könnte man dann vielleicht eine andere Straße sanieren, bei der es dringend nötig ist“.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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