Spiel, Spaß und an den Tauenden Racheschwüre

Bei dem Dotzlarer Volksfest zogen alle an einem Strang

db Dotzlar. In Dotzlar hieß es jetzt Spiel, Spaß und Rache. Der Verein für Kultur- und Heimatpflege veranstaltete ein Volksfest, das neben Musik und Unterhaltung auch knallharte Action versprach. Die Revanche im Tauziehen der einzelnen Straßenmannschaften war bereits im Vorhinein groß angekündigt worden. Elf Mannschaften traten an, als es letztendlich ernst wurde. Kontrahenten waren neben Sassenhäuser und Laubrother folgende Straßen: Lerchen-, Flieder-, Kreuz-, Eisbach-, Blumen-, Burg- und Hauptstraße. Ebenfalls zum Kampf traten der Kellerberg und der Grundweg an.

Elf Teams kämpften um die Ehre

In Mannschaften zu je zehn Mann lieferten sie sich Duelle um jeden Zentimeter. Viele geflossene Schweißperlen und Blasen an den Händen später standen die Champions fest. Lerchenstraße, Eisbachstraße und Grundweg setzten sich erst gegen die restliche Konkurrenz durch und gewannen anschließend alle mal gegeneinander, so dass man am Ende salomonisch gleich drei Sieger kürte.

Es gab zwei Sieger am Nagelklotz

Etwas friedlicher ging es da schon bei den Nagelklotz-Meisterschaften zu. Zwar wurden auch hier im wahrsten Sinne des Wortes Nägel mit Köpfen gemacht, doch lief hier wesentlich mehr Gerstensaft als Schweiß. Es galt, den Nagel mit so wenigen Schlägen wie möglich per Hammer im Holzklotz zu versenken. Zielwasser konnte sich bei dieser – hoffentlich bald olympischen – Disziplin auch negativ auswirken –, besonders für die eigenen Finger. Glücklicherweise blieb in Dotzlar alles heil und nur einzelne Nägel wurden von den 14- bis 18-Jährigen krumm gehauen: Tim Grebe war der Sieger bei den 14- bis 16-Jährigen, bei den 17- und 18-Jährigen setzte sich Manuel Filling durch. Vor allem für die Erwachsenen hatte sich Jobst Brinkmann etwas einfallen lassen. Einen lückenhaften Aufsatz galt es für die Zuhörer mit Hilfe geschossener Fotos aus dem Ort zu vervollständigen.

Es wurde getanzt, gespielt, gesungen

Für die ganz Kleinen bot der Turn- und Sportverein natürlich auch eine Kinderbelustigung an. Der Nachwuchs konnte sein Geschick auf einem Inline-Skater- und einem Rollbrett-Parcours unter Beweis stellen. Für die musikalische Untermalung sorgten der örtliche Gemischte Chor »Liederkranz« und das Tambourcorps »Wittgenstein« Dotzlar. Tanzdarbietungen gab es von den Jazz-Dance-Gruppen »Power Girls« unter Leitung von Tanja Burghardt und den »Sweet Angels«, der Formation von Maren Jeschke. Abends spielten dann die Sauerland Musikanten und Sky Light zum Tanz auf.

Schirme dominierten zeitweise Festzug

Eingeleitet wurde das Volksfest von einem Festzug durch das geschmückte Dorf. Der Vorsitzende des Vereins für Kultur- und Heimatpflege, Manfred Saßmannshausen, führte den Zug an. Etliche Bewohner der Ortschaft, aber auch Auswärtige, säumten die Straßen und begleiteten die örtlichen Vereine, die durch die Ehrenpforte der Burschenschaft in die Kulturhalle Wittgenstein marschierten. Zwischenzeitlich bestand der Umzug nur aus einem Meer von Schirmen, aber Petrus zeigte sich dann den Dotzlarern doch noch wohl gesonnen und so konnten die Besucher schließlich ein paar schöne Abendstunden genießen. Einzig was die Resonanz anging zeigten sich einige enttäuscht, besonders bei den Kindern sei die Beteiligung sehr dünn gewesen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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