Sponsor will Glasfassade des Gymnasiums finanzieren

Gestern im Bauausschuss: Bad Berleburg geht neue Wege

Bad Berleburg. Die miserable finanzielle Situation der Stadt Bad Berleburg ist bekannt. Wenn trotz der Misere eigentlich dringend notwendige Maßnahmen realisiert werden sollen, ist Kreativität gefragt. Daher fand der Bau- und Planungsausschuss der Odebornstadt in seiner gestrigen Sitzung ausschließlich lobende Worte für jenes Vorhaben, das Baudezernent Wolfgang Acker-Marx dem Gremium vorstellte.

Demnach könnte bei der Umgestaltung der Ostfassade des Johannes-Althusius-Gymnasiums, die wegen des Haushaltssicherungskonzeptes zunächst einmal aufgeschoben worden war, ein Sponsor in die Bresche springen. Nach Aussage von Wolfgang Acker-Marx hat das renommierte örtliche Bekleidungshaus Breidenstein Bereitschaft signalisiert, die Kosten in fünfstelliger Höhe für die angedachte Glasfassade zu übernehmen. Einzige Voraussetzung: der Fachhändler behält sich vor, dort eine Schaufensterfront – integriert in das Gesamtkonzept – zu installieren.

Für den Baudezernenten stellte die Offerte aus zweierlei Dingen »eine sehr interessante Sache« dar. Zum einen sei es fraglich, ob Bad Berleburg in absehbarer Zeit überhaupt noch einmal die Möglichkeit bekomme, die Maßnahme zu schultern, zum anderen ersetze das Schaufenster »die eher langweilige Betonfassade an der Poststraße«. Entsprechend groß die Zustimmung im Ausschuss: Bernd Weide (SPD) sprach von »einer tollen Idee, dem Einstieg ins Sponsoring«, Heinz Dietze (UWG) sah die Poststraße als Einkaufsstraße erheblich aufgewertet. Ausschussvorsitzender Wolfgang Nau (CDU) deutete darüber hinaus an, dass diesbezüglich noch weitere Gespräche geführt würden. Doch es gab nicht nur eitel Sonnenschein in der gestrigen Ausschuss-Sitzung.

Sengelsberg bereitet Kopfschmerzen

Kopfschmerzen bereitete den Mitgliedern die verkehrliche Erschließung des Baugebietes am Sengelsberg. Der Wingeshäuser Architekt Rüdiger Miß präsentierte den Anwesenden zwei Varianten über die äußere Erschließung des acht Hektar großen Areals, beginnend unterhalb des Sportplatzes bis hin zum Sengelsberg. Eine fundierte Arbeit, die letztlich jedoch als Entwurf in der Schublade verschwinden könnte. Denn obwohl der Ausschuss zunächst zur Variante zwei tendierte, in der auch die Anlieger entsprechend an den Kosten beteiligt würden, kam Ausschussvorsitzender Wolfgang Nau zu dem Schluss, »dass eine heutige Entscheidung nicht gerechtfertigt wäre«.

Das Thema soll noch einmal in den Fraktionen diskutiert werden. Grund dafür war wohl die Stellungnahme des Baudezernenten Wolfgang Acker-Marx, der unterstrich, »dass eine ökonomische Erschließung des Sengelsberges nur über das vorhandene Straßennetz möglich ist«. Im Klartext: über die Straßen »Am Sengelsberg« und »Am Gunzetal«. Er versprach, zur nächsten Sitzung ein Konzept vorzulegen, das alle möglichen Hürden umgehe. Der Fachbereichsleiter sprach in diesem Zusammenhang von einer kommunalpolitischen Entscheidung, die Ärger hervorrufe, aber durchgestanden werden müsse. Peter Weller (CDU) ergänzte, dass eine so genannte innere Erschließung mit verkehrslenkenden Maßnahmen durchaus machbar sei. Auch Sozialdemokrat Michael Sittler deutete ähnliche Lösungsvorschläge an, »denn ich sehe dieses Baugebiet immer noch positiv«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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