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Neue Brücke über die Odeborn
Stadt plant umfangreiche Baumaßnahmen

Die Mängel an der Brücke über die Odeborn zur Ludwigsburgstraße waren derart groß, dass das Bauwerk seit November 2018 gesperrt ist. Die Stadt Bad Berleburg plant nun einen Ersatzneubau, die Umsetzung soll im kommenden Jahr erfolgen – im Zuge der Gestaltung der neuen Odebornpromenade.
  • Die Mängel an der Brücke über die Odeborn zur Ludwigsburgstraße waren derart groß, dass das Bauwerk seit November 2018 gesperrt ist. Die Stadt Bad Berleburg plant nun einen Ersatzneubau, die Umsetzung soll im kommenden Jahr erfolgen – im Zuge der Gestaltung der neuen Odebornpromenade.
  • Foto: bw
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

bw Bad Berleburg. Investitionen in die Infrastruktur stehen für die Stadt Bad Berleburg seit einiger Zeit ganz oben auf der Agenda. Zum Beispiel werden unter Einsatz erheblicher Fördergelder zahlreiche Wirtschaftswege erneuert oder ertüchtigt und nun hofft die Stadt auch auf Fördermittel für die Unterhaltung mehrerer Straßen. In den Fokus rücken allerdings auch die Brücken im Stadtgebiet. Hier steht nicht nur der Neubau der Brücke zur Ludwigsburgstraße an.Insgesamt 95 Brückenbauwerke befinden sich im Besitz der Stadt Bad Berleburg, wie die Verwaltung im Ausschuss für Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt berichtete. Hinzu kommt noch eine unbekannte Zahl an Stützbauwerken. Alle sechs Jahre werden die Brücken einer Bauwerksprüfung unterzogen, zuletzt war das 2018 der Fall.

bw Bad Berleburg. Investitionen in die Infrastruktur stehen für die Stadt Bad Berleburg seit einiger Zeit ganz oben auf der Agenda. Zum Beispiel werden unter Einsatz erheblicher Fördergelder zahlreiche Wirtschaftswege erneuert oder ertüchtigt und nun hofft die Stadt auch auf Fördermittel für die Unterhaltung mehrerer Straßen. In den Fokus rücken allerdings auch die Brücken im Stadtgebiet. Hier steht nicht nur der Neubau der Brücke zur Ludwigsburgstraße an.Insgesamt 95 Brückenbauwerke befinden sich im Besitz der Stadt Bad Berleburg, wie die Verwaltung im Ausschuss für Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt berichtete. Hinzu kommt noch eine unbekannte Zahl an Stützbauwerken. Alle sechs Jahre werden die Brücken einer Bauwerksprüfung unterzogen, zuletzt war das 2018 der Fall. Das Ergebnis: Der Notendurchschnitt sank von 2,5 auf 2,8 – eine Verschlechterung des Gesamtzustandes. Insgesamt 27 Brücken attestierten die Prüfer einen sehr guten bis befriedigenden Zustand. Ausreichend lautete die Note für 36 Brücken. Indes hatten 16 Brücken einen nicht mehr ausreichenden Zustand und nochmal weitere 16 Brücken erhielten sogar das Prädikat „ungenügender Zustand“. Hier solle jedoch nicht zu viel hineininterpretiert werden, hieß es seitens der Verwaltung: Auch leicht zu behebende Mängel führten zu einem nicht ausreichenden Zustand.

Ersatzbau über die Odeborn in Sichtweite

Dennoch: An einigen Brückenbauwerken besteht Handlungsbedarf, ganz besonders akut war der bei der Brücke über die Odeborn an der Ludwigsburgstraße hinter dem Bürgerhaus. Dort waren die Mängel ja derart groß, dass die beliebte Fußgängerbrücke schon seit November 2018 gesperrt ist, weil die Verkehrssicherheit nicht mehr zu gewährleisten war. Jetzt ist ein Ersatzbau in Sichtweite, eine Umsetzung ist für das kommende Jahr geplant.Die neue Brücke wird 2,50 Meter breit sein zwischen den Geländern. Der Zugang zur Ludwigsburgstraße ist nur über eine Treppenanlage möglich, ein barrierefreier Zugang erfolgt aber über eine Rampenanlage, die im Zuge der Odeborn-Öffnung in Richtung Marktplatz entsteht. Der Neubau in Holzverbundbauweise soll ja ohnehin in die Gestaltung der Odebornpromenade integriert werden. Hier möchte – ähnlich der Kreisstadt Siegen – auch Bad Berleburg zu neuen Ufern aufbrechen. Ziel ist, die Odeborn vom Marktplatz aus zugänglich zu machen. Die bisherige Ufermauer wird abgerissen, geschaffen wird stattdessen eine Odebornterrasse – eine terrassierte Treppenanlage mit leicht begehbaren Stufen und einer Rampenanlage für den barrierefreien Zugang. Die Odeborn wird in der Innenstadt zudem naturnah aufgewertet.

Neun Brücken werden kurzfristig saniert

Insgesamt weisen 32 Brücken im Stadtgebiet eine Schädigung des Betons mit unterschiedlichem Ausmaß auf, davon müssen neun Brückenbauwerke umfangreich instand gesetzt werden. Die Stadtverwaltung stellte die Projekte vor, die kurzfristig umgesetzt werden sollen:

  • Ersatzneubau der Stützwand Auf dem Sand in Wemlighausen: Hier ist die Umsetzung im Sommer 2021 geplant, die Stadt rechnet mit Nettokosten zwischen 80 000 bis 225 000 Euro. Hier besteht eine Gefährdung der Verkehrssicherheit, ein Ersatzneubau ist zwingend erforderlich.
  • Ersatzneubau der Brücke Auf dem Sand in Wemlighausen: Ebenfalls im Sommer 2021 ist diese Maßnahme vorgesehen, die Kostenspanne liegt laut Verwaltung zwischen 12 000 und 40 000 Euro. Der Ersatzneubau wäre noch nicht zwingend erforderlich, bietet sich aber im Zuge des Neubaus der Stützwand an. 
  • Ersatzneubau der Brücke Zum Heilbach in Aue: Hierfür liegt ein erster Vorentwurf vor und der Antrag für die wasserrechtliche Genehmigung ist in Arbeit. Baubeginn soll im April oder Mai 2021 sein, die Kosten liegen netto bei 450 000 Euro. Geplant ist eine Holz-Beton-Verbundbrücke. Die trapezförmige Aufweitung bleibt erhalten, um längeren Fahrzeugen einen ausreichenden Schwenkradius zu bieten. Der Mittelpfeiler entfällt, um Kosten zu sparen und um die Hydraulik der Eder zu optimieren. Die Arbeiten sollen ein halbes Jahr dauern. 
  • Teilneubau der Biberbrücke in Bad Berleburg: Hier steht der Baubeginn dieser Maßnahme bereits unmittelbar bevor, im Herbst ist mit der Umsetzung der 120 000 Euro teuren Sanierung zu rechnen, hieß es im Ausschuss für Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt. Hier ist der Einbau neuer Stahlstützen, neuen Holzbelags und neuer Geländer vorgesehen, zudem sind beidseitig Rampen für Rollstuhlfahrer geplant. 
  • Ersatzneubau der Brücke Unter der Kirche in Girkhausen: Hier sieht es ähnlich aus, ab September kann diese Maßnahme beginnen, die Kosten werden auf 130 000 Euro beziffert. Die trapezförmige Aufweitung des Überbaus bleibt für längere Fahrzeuge erhalten.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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