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Gewerbegebiet Weidenhausen
Stadt will ein Holz-Kompetenzzentrum

Mit der Zimmerei Kuhmichel ist im Gewerbegebiet Weidenhausen bereits ein holzverarbeitender Betrieb angesiedelt. Wenn es nach der Stadt Bad Bad Berleburg geht, soll es dabei nicht bleiben. Die Kommune peilt offenbar ein Holz-Kompetenzzentrum an.
  • Mit der Zimmerei Kuhmichel ist im Gewerbegebiet Weidenhausen bereits ein holzverarbeitender Betrieb angesiedelt. Wenn es nach der Stadt Bad Bad Berleburg geht, soll es dabei nicht bleiben. Die Kommune peilt offenbar ein Holz-Kompetenzzentrum an.
  • Foto: Martin Völkel
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vö Bad Berleburg. Die Stadt Bad Berleburg will das Gewerbegebiet in Weidenhausen zu einem Holz-Kompetenzzentrum ausbauen. Entsprechende Beratungen finden in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag, 24. Juni (18 Uhr im Bürgerhaus), statt. Damit unterstreicht die Kommune die strategische Bedeutung des Gewerbegebietes, die jüngst erst Baudezernent Christoph Koch im Ausschuss für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt deutlich machte.
Stadt Bad Berleburg will ein Holz-Kompetenzzentrum schaffen
Denn: Im vorliegenden Regionalplan-Entwurf der Bezirksregierung Arnsberg ist sogar ein Rückbau des Gewerbegebietes vorgesehen. Als Grund wird die vermeintlich schleppende Vermarktung des Areals genannt.

Bad Berleburg. Die Stadt Bad Berleburg will das Gewerbegebiet in Weidenhausen zu einem Holz-Kompetenzzentrum ausbauen. Entsprechende Beratungen finden in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag, 24. Juni (18 Uhr im Bürgerhaus), statt. Damit unterstreicht die Kommune die strategische Bedeutung des Gewerbegebietes, die jüngst erst Baudezernent Christoph Koch im Ausschuss für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt deutlich machte.

Stadt Bad Berleburg will ein Holz-Kompetenzzentrum schaffen

Denn: Im vorliegenden Regionalplan-Entwurf der Bezirksregierung Arnsberg ist sogar ein Rückbau des Gewerbegebietes vorgesehen. Als Grund wird die vermeintlich schleppende Vermarktung des Areals genannt. Das sieht die Stadt deutlich anders, weil es durchaus Bewegung in Sachen Vermarktung gebe. Erst aktuell berichtete die SZ über die Erweiterung des Zimmereibetriebes Kuhmichel in Weidenhausen. Dass die Stadt die „Karte Holz“ ausspielen will, liegt auf der Hand – und kommt nicht ganz überraschend.

Bad Berleburg hat eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit der Vermarktung und Nutzung des für die Region so prägenden Baustoffes beschäftigt. Durch die riesigen Mengen an Käferholz in den Wäldern hat das Thema noch einmal deutlich mehr Fahrt aufgenommen. Öffentliche Bau-Projekte, zum Beispiel Feuerwehrgerätehäuser, sollen verstärkt in Holzbauweise umgesetzt werden. Und: Bad Berleburg will eine eigene Erkennungsmarke zum Thema Holz entwickeln.

Grüne Bad Berleburg wollen die Diskussion öffentlich führen

Dass die Idee zum Gewerbegebiet in Weidenhausen allerdings im nicht-öffentlichen Teil diskutiert werden soll, gefällt der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen nicht. Die Partei beantragt in einem Schreiben an Bürgermeister Bernd Fuhrmann, die Thematik – soweit keine aktuellen Grundstücksangelegenheiten betroffen seien – in den anstehenden Gremiensitzungen öffentlich zu behandeln.

In der Vorlage unterbreite die Verwaltung den Vorschlag einer künftigen „Vermarktung des Gewerbegebietes Weidenhausen unter der Dachmarke Holz-Kompetenzzentrum mit dem Ziel der Ansiedlung von Unternehmen der Holzwirtschaft und/oder zur Umsetzung von nachhaltigen Holzbau-Projekten mit Vorbildcharakter“. Unter Bezugnahme auf mehrere, aktuell anhängige Grundstücksangelegenheiten werde die Angelegenheit in der Gesamtheit nicht öffentlich verhandelt.

Weiter heiße es hierzu jedoch: „Für die zukünftige Vermarktung des Gebietes erscheint es daher angezeigt, einen Handlungsrahmen zur Vergabe der Flächen bzw. zur Auswahl der Kaufinteressenten heranzuziehen, um ein Alleinstellungsmerkmal des Gewerbegebietes zu erreichen.“ Es werde im Folgenden vorgeschlagen, „den Kaufpreis der Grundstücke künftig anzuheben bzw. auszudifferenzieren“ und anhand einer „gestaffelten Kaufpreisgestaltung“ die Zielvorgaben zu verfolgen. Zusätzlich plane man noch eine Bebauungsverpflichtung.

„Wir sehen in dem hier skizzierten Konzept durchaus ein öffentliches Interesse und beantragen daher eine grundsätzliche Behandlung der Angelegenheit im öffentlichen Teil der Gremiensitzungen“, argumentiert Fraktionssprecherin Susanne Bald. „Heimlichtuerei“ sei an dieser Stelle völlig unangebracht, findet die Vertreterin der Öko-Partei. Denn: Es müsse doch im Interesse der Stadt liegen, dass kommuniziert werde, welche Firma sich zu welchem Preis ansiedeln könne.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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