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Mitarbeiter des Bauhofes im Einsatz
Stadt zieht die Müll-Notbremse im Parkhaus

Lange Zeit ein bekanntes Bild im Parkhaus des früheren Eins-A-Marktes: Müll, so weit das Auge reicht. Jetzt hat die Mannschaft des Bauhofes klar Schiff gemacht.
  • Lange Zeit ein bekanntes Bild im Parkhaus des früheren Eins-A-Marktes: Müll, so weit das Auge reicht. Jetzt hat die Mannschaft des Bauhofes klar Schiff gemacht.
  • Foto: SZ-Archiv
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vö Bad Berleburg. Generell gilt hier die Devise: Bloß nichts anfassen, keinen Schritt machen, ohne sich zuvor zu vergewissern, wo man hintritt: Da mussten sich manche Nutzerinnen und Nutzer des maroden und völlig verdreckten Parkhauses an der Bad Berleburger Schulstraße doch verwundert die Augen reiben: Nachdem das Parkdeck in den vergangenen Wochen und Monaten regelrecht mit Unrat und Müll vollgestellt worden war und die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mehrfach vorsätzlich gelegte Brände löschen mussten (die Siegener Zeitung berichtete), wurde jetzt aufgeräumt und gereinigt.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofes schafften Berge von Sperrmüll, Dreck, Scherben und Schrott von den Stellflächen des früheren Einkaufsmarktes.

Bad Berleburg. Generell gilt hier die Devise: Bloß nichts anfassen, keinen Schritt machen, ohne sich zuvor zu vergewissern, wo man hintritt: Da mussten sich manche Nutzerinnen und Nutzer des maroden und völlig verdreckten Parkhauses an der Bad Berleburger Schulstraße doch verwundert die Augen reiben: Nachdem das Parkdeck in den vergangenen Wochen und Monaten regelrecht mit Unrat und Müll vollgestellt worden war und die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mehrfach vorsätzlich gelegte Brände löschen mussten (die Siegener Zeitung berichtete), wurde jetzt aufgeräumt und gereinigt.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofes schafften Berge von Sperrmüll, Dreck, Scherben und Schrott von den Stellflächen des früheren Einkaufsmarktes. Es blieb nichts stehen, sämtliche Parkplätze standen plötzlich wieder zur Verfügung.

Stadt bestätigt Bauhof-Arbeitseinsatz

Timo Karl, Pressesprecher der Stadt Bad Berleburg, bestätigte den Bauhof-Arbeitseinsatz auf SZ-Anfrage. Christoph Koch, Dezernent und Fachbereichsleiter Planen, Bauen, Wohnen, erläuterte den Hintergrund: "Die Herrichtung des Areals hängt mit einer aktuellen Vermietung des Bürgerhauses zusammen." Dazu muss man wissen, dass das Parkhaus bei Veranstaltungen im nahen Bürgerhaus auch ganz offiziell als Parkfläche ausgewiesen wird.

Hinzu kommt, dass nach wie vor Geschäfte und Dienstleister in der Stadt die Stellflächen des durch Vandalismus gezeichneten Parkhauses nutzen – und ausgewiesen haben. Für Autofahrerinnen und -fahrer kein Spaß. Anwohner berichteten von "nächtlichen Exzessen", niemand wisse so ganz genau, was in dem komplett leerstehenden Komplex so passiere.

Dennoch: Die Parkplätze müssen generell freigehalten werden. Und befahrbar sein. Wer kommt eigentlich für die Kosten der jüngsten Reinigungsaktion auf, Kommune oder Eigentümer? Christoph Koch gab die Antwort indirekt: "Wir stehen in Kontakt mit dem Inhaber des Areals, der für die ordnungsgemäße Nutzung des Parkhauses Sorge zu tragen hat." Eigentlich also eine klare Angelegenheit.

Viele Berleburger wünschen sich Abriss

Wenn es nach vielen Berleburgern ginge, würde die Bauruine an der Schulstraße – inklusive des Parkhauses – längst ein Fall für die Abrissbirne sein. Zumal das Land Nordrhein-Westfalen ja Gelder für den Abriss locker gemacht hat und auch die Neuentwicklung des Areals fördern will. Nur irgendwann sollte jetzt – um in der entsprechenden Wortwahl zu bleiben – der große Durchbruch erfolgen. Die Entwicklung des Eins-A-Areals haben sich nahezu alle Parteien in Bad Berleburg in ihre Wahlprogramme geschrieben.

Bekannt ist, dass Kommune und der Eigentümer, dem ein Großteil des Grundstückes gehört, nicht auf einer Welle funken. Das sorgte in den vergangenen Jahren nahezu für Stillstand. Die Kommune möchte das Grundstück nachhaltig entwickeln, holte Studierende mit ins Boot und befragte die Bürgerschaft. Der Eigentümer hatte sich auf einen Discounter festgelegt – und zeigte sich dann wenig flexibel. Wirtschaftliche Notwendigkeiten auf der einen Seite, der Wunsch nach Stadtentwicklung auf der anderen.

Das aufgeräumte Parkhaus ist ein schönes Zwischenresultat, langfristig gelöst ist das Problem damit nicht. Die nächsten Anhänger-Ladungen mit Sperrmüll und Bauschutt werden kommen.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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