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450.000 Euro für Umsetzung des Konzepts
Stadtbücherei Bad Berleburg hofft auf Förderung

Die städtische Bücherei soll im Falle der Umsetzung des neuen Konzepts an der Poststraße verbleiben. Innen allerdings steht eine vollständige Umgestaltung auf der Agenda – und in den Ortschaften sowie digital sollen Dependancen entstehen.
  • Die städtische Bücherei soll im Falle der Umsetzung des neuen Konzepts an der Poststraße verbleiben. Innen allerdings steht eine vollständige Umgestaltung auf der Agenda – und in den Ortschaften sowie digital sollen Dependancen entstehen.
  • Foto: Timo Karl
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

tika Bad Berleburg. Im Zuschauerbereich saß Rikarde Riedesel und wartete ab. Denn wenige Stunden vor Fristende musste die Leiterin der Abteilung Kultur und Erwachsenenbildung zunächst das Votum der Stadtverordnetenversammlung von Bad Berleburg betrachten – und sich durch das Gremium die Genehmigung erteilen lassen, eine Förderantrag für die Stadtbücherei zu stellen. Denn nachdem die Einrichtung in der ersten Phase des Förderprogramms „Dritte Orte“ keine Berücksichtigung fand, wollen die Verantwortlichen nun im zweiten Schritt von Fördermitteln im mittleren sechsstelligen Bereich profitieren – und damit die Bücherei neu konzeptionieren, um auch in der Zukunft ein attraktives Angebot vorzuhalten.

tika Bad Berleburg. Im Zuschauerbereich saß Rikarde Riedesel und wartete ab. Denn wenige Stunden vor Fristende musste die Leiterin der Abteilung Kultur und Erwachsenenbildung zunächst das Votum der Stadtverordnetenversammlung von Bad Berleburg betrachten – und sich durch das Gremium die Genehmigung erteilen lassen, eine Förderantrag für die Stadtbücherei zu stellen. Denn nachdem die Einrichtung in der ersten Phase des Förderprogramms „Dritte Orte“ keine Berücksichtigung fand, wollen die Verantwortlichen nun im zweiten Schritt von Fördermitteln im mittleren sechsstelligen Bereich profitieren – und damit die Bücherei neu konzeptionieren, um auch in der Zukunft ein attraktives Angebot vorzuhalten.

Grünes Licht für Förderantrag

Tatsächlich gab die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend im Bürgerhaus am Markt in Bad Berleburg grünes Licht, sodass Rikarde Riedesel noch am selben Abend den entsprechend vorbereiteten Förderantrag versendete. Geplant ist, dass die Bücherei als solche auch künftig im Gebäude an der Poststraße in Bad Berleburg verbleibt, allerdings in vollkommen neuem Gewand. Zugleich will die Verwaltung das Angebot gewissermaßen dezentralisieren und auf möglichst sämtliche Dörfer ausweiten.

Bücherei vor Ort und online

„Dahinter steht ein kreatives Konzept. Wir wollen eine Möglichkeit des Verweilens, des Lesens und der Bildung bieten“, erläuterte Regina Linde. Die Fachbereichsleiterin Bürgerdienste der Stadt Bad Berleburg verdeutlichte, dass das Angebot dabei sowohl direkt vor Ort als auch online zugänglich sein soll. Markenzeichen der Bücherei sollen künftig Lesestrandkörbe sein, die sich in der Zentrale, aber auch in den Dörfern wiederfinden sollen. In den Ortschaften könnten etwa vorhandene Büchereien, aber auch Dorfläden eine Dependance bieten. Entsprechende Synergien sollen den Einsatz zusätzlicher Ressourcen sowohl räumlich als auch personell reduzieren. „Die Stadtbücherei selbst soll einen multifunktionalen Raum bieten und für die gesamte Bevölkerung einen Bildungsstandort implementieren“, erklärte Regina Linde. Denkbar ist dabei auch, dass Vereine oder Unternehmen die Räumlichkeiten für ihre Zwecke mieten.

Schulen, Kitas und Vereine sollen mitmachen

„Wir wollen ein Netzwerk bilden“, brachte es die Fachbereichsleiterin auf den Punkt. Partizipieren sollen letztlich Schulen, Kitas, Institutionen, Vereine, Unternehmen, Einzelpersonen wie Lesepaten, Bücherboten oder Büchereibotschafter. Das hauptamtliche Kernteam aus Mitarbeitern der Abteilung Kultur und Erwachsenenbildung sowie des Fachbereichs Bürgerdienste der Stadt Bad Berleburg komplettiert das Angebot. Für die Umsetzung des Gesamtkonzepts sind rund 450.000 Euro notwendig, die Förderquote beträgt – sollte die Stadt Bad Berleburg die erhoffte Berücksichtigung in der zweiten Förderphase finden – 80 Prozent, also 360.000 Euro. Den Differenzbetrag in Höhe von 90.000 Euro muss die Stadt aus Eigenmitteln beisteuern.

Chancen und Risiken

„Das ist ein innovatives Konzept, das in dieser Form in der Region kein Beispiel hat. Das Konzept birgt Chancen, aber auch Risiken“, erklärte Bernd Weide. Der SPD-Fraktionsvorsitzende hob dabei vor allem die Chance der Vernetzung hervor, mahnte aber auch an, dass die Anfangseuphorie „wegbrechen“ könnte. Um den Fortbestand zu gewährleisten, verpflichtet sich die Stadt im Falle eine Förderzusage, die finanziellen Verpflichtungen für Räumlichkeiten und Personal der Bücherei der Zukunft für den Förderzeitraum sowie drei weitere Jahre zu übernehmen.

Konzept entstand in Workshops

Da die Konzeptentwicklung – die von umfangreichen baulichen Maßnahmen bis hin zu einer Leitlinie für die Bücherei – Leader-gefördert war, fand sie unter öffentlicher Beteiligung im Rahmen von vier Workshops statt. Eine durchaus fruchtbare Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Neukonzeptionierung.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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