Thermalwasser ist gut für den Humor

Heinerländer Amateurbühne entdeckt »De Millionenquelle« – und bohrt noch fünfmal nach

db Dotzlar. Mit Thermalwasserquellen hat ja bekanntermaßen die eine oder andere Gemeinde in Wittgenstein bereits so ihre Erfahrungen gemacht. Den Traum vom großen Geld und dem vielversprechenden Titel »Kurort« durfte jetzt auch kurzzeitig die Heinerländer Gemeinde rund um den Weiler Hof in der Dotzlarer Kulturhalle träumen. Dort hatte die örtliche Amateurbühne nach einjähriger Pause »De Millionenquelle« freigelegt.

Ähnlichkeiten mit der Realität? Zufall!

Die Thermalvorkommen befanden sich im Naturschutzgebiet der Nassen Wiese, Parallelen zu bestehenden Orten und Ereignissen waren, wie beim Theater üblich, natürlich reiner Zufall. Der Hobby-Wünschelrutengänger und Baulöwe der Gemeinde Robert Rumpel (Hans-Georg Saßmannhausen) hat bei eigenen Nachforschungen eine Thermalquelle entdeckt, von der er sich nicht nur sprudelndes Wasser, sondern auch fließende Einnahmen für sein Baugeschäft erhofft. Der Bürgermeister Siegfried Schiewer (Erhard Koch) springt natürlich direkt darauf an.

Ein Paradies der Erholung für Dotzlar

Ein Problem haben die beiden allerdings, der Bauernhof des Landwirts Ewald (Bernd Mettbach) liegt auf dem Areal der geplanten Wellness- und Bäder-Oase. Die beiden Geschäftspartner schmieden schon große Pläne für ihr Projekt. Eine versteckte Kamera unter Wasser – wie in Bad Berleburg – soll es geben und eine Saunalandschaft, kurzum ein Paradies der Erholung. Auf dem Weiler Hof hat Bauer Ewald derweil seine eigenen Probleme. Nicht nur, dass sein Sohn Stefan (Thorsten van de Wetering) kein Interesse an dem Dummchen Franziska (Nicole Saßmannshausen) zeigt und somit niemand für den Fortbestand des Hofes sorgen kann, auch der Hof an sich bereitet ihm Sorgen. Da kommt es ihm gerade recht, als der Bürgermeister und sein alter Rivale Rumpel ihm ein Angebot wegen einer mysteriösen Quelle machen. Statt ertraglose Felder zu bestellen, werde er in Zukunft nur noch »Thermalwasserfördergeld« zählen.

Gerüchte sprechen von Mordkomplott

Um auf Nummer sicher zu gehen engagieren die beiden einen Geologen, der sich zu ihrer Bestürzung als Frau entpuppt. Sonja Strack (Birgit Dreisbach-Dickel) findet aber statt Thermalwasser das eigentliche Geheimnis des Naturschutzgebiets. Für immer neuen Gesprächsstoff sorgt die überfleißige Postbotin Barbara (Manuela van de Wetering), die gewissenhaft Briefe liest und Gerüchte anstatt Post verteilt. So wird eine harmlose Bohrung schnell zu einem Mordkomplott. Für Verwirrung sorgt auch die schwerhörige Oma Erna (Angelika Schlapbach). Immer um ihr Naturschutzgebiet besorgt ist Lisa Lämmlein (Doris Koch), die als »militante Vogelscheuche« für die Rechte der Tiere einsteht. Allzu viel sei an dieser Stelle aber nicht verraten, kann sich doch jeder noch selbst von den Ereignissen am Weiler Hof zum Lachen bringen lassen.

Ab Donnerstag soll es weitergehen

Wer also wissen möchte, warum Theo- und Astrologen plötzlich nach Mineralwasser suchen, welche effiziente Wirkung sechs Frühstückseier haben können, was es mit dem Abenteuer bei den Borkenkäfern auf sich hat und woher die Erkenntnis kommt, dass Verlieben wie Urinieren auf einen Elektrozaun ist, der sollte die Heinerländer Amateurbühne in Dotzlar besuchen. Gelegenheit dazu besteht noch von Donnerstag, 2. November, bis zum Sonntag, 5. November, bei insgesamt fünf weiteren Vorstellungen.

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