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UWG erlangt Fraktionsstatus zurück
Thomas Dahm rückt in den Berleburger Rat nach

Sprecher Horst-Günter Linde (l.) freut sich auf die Zusammenarbeit mit seinem künftigen Fraktionskollegen Thomas Dahm.
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vö Bad Berleburg. Wenn es nach Horst-Günter Linde geht, ist die Bad Berleburger Kommunalpolitik „wieder ein Stück gerechter, weil die drittstärkste politische Kraft sich künftig ihren Stimmen entsprechend präsentieren kann“. Denn die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) bekommt im Stadtrat ihren Fraktionsstatus zurück. Wie die Siegener Zeitung exklusiv berichtet hatte, verzichtete Hans-Ullrich Seibel (Die Linke) aus privaten Gründen auf sein Ratsmandat.

Weil Seibel bei der Wahl 2014 seinerzeit noch für die UWG kandidiert hatte, ist es an der Wählergemeinschaft, einen Vorschlag für die Neubesetzung des frei gewordenen Stuhls zu unterbreiten. Und der heißt Thomas Dahms. Der Berghäuser muss in der nächsten Ratssitzung am Montag, 30.

vö Bad Berleburg. Wenn es nach Horst-Günter Linde geht, ist die Bad Berleburger Kommunalpolitik „wieder ein Stück gerechter, weil die drittstärkste politische Kraft sich künftig ihren Stimmen entsprechend präsentieren kann“. Denn die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) bekommt im Stadtrat ihren Fraktionsstatus zurück. Wie die Siegener Zeitung exklusiv berichtet hatte, verzichtete Hans-Ullrich Seibel (Die Linke) aus privaten Gründen auf sein Ratsmandat.

Weil Seibel bei der Wahl 2014 seinerzeit noch für die UWG kandidiert hatte, ist es an der Wählergemeinschaft, einen Vorschlag für die Neubesetzung des frei gewordenen Stuhls zu unterbreiten. Und der heißt Thomas Dahms. Der Berghäuser muss in der nächsten Ratssitzung am Montag, 30. September (Beginn: 18 Uhr im Bürgerhaus), zwar noch gewählt werden, doch das gilt als Formsache.

Er freue sich außerordentlich, dass Thomas Dahm die Herausforderung annehmen werde, sagte Horst-Günter Linde, er habe bei der Kommunalwahl für die UWG Listenplatz drei besetzt. Mit der Rückkehr zur Fraktion beginne ein neuer Abschnitt, der durchaus einige Vorteile mit sich bringe: Die UWG könne wieder eigene Anträge stelle, die finanzielle Ausstattung sei besser „und das Einzelkämpfer-Dasein ohne Feedback in den eigenen Reihen hat ein Ende“. Die UWG sei wieder in der Lage, den Dingen eine eigene Richtung zu geben.

Thomas Dahm, der kommunalpolitische Erfahrung bereits als Mitglied des Ausschusses für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt gesammelt hat, ist 42 Jahre alt, lebt mit seiner Familie in Berghausen und ist als Stabsoffizier bei der Bundeswehr in Erndtebrück tätig. Beim gestrigen Pressetermin freute er sich gut ein Jahr vor dem Ende der laufenden Legislaturperiode darauf, „dass ich die Gelegenheit bekomme, politische Erfahrungen zu sammeln und eventuell den ein oder anderen Akzent zu setzen“. Gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Horst-Günter Linde gehe es jetzt darum, die Richtung für die nächsten Monate abzustecken.

Durch seine Tätigkeit bei der Bundeswehr, einigen Versetzungen und Gesprächen mit jungen Kollegen wisse er, wie wichtig das Thema Mobilität sei – das gelte nicht zuletzt für die hiesige Region. Mit diesem Thema werde er sich verstärkt auseinander setzen, so der Berghäuser, der aber zugleich mahnte, dass alle Forderungen und Ideen auch realistisch sein müssten. Dies gelte auch für die Infrastruktur einer Stadt wie Bad Berleburg: „Sicherlich gibt es Wünsche, dass das ein oder andere vielleicht besser läuft“, so der gebürtige Schleswig-Holsteiner.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit könne die ärztliche Versorgung in der Region sein, so Thomas Dahm. Natürlich würden nicht alle Entscheidungen vor Ort, sondern häufig auf höherer Ebene getroffen. Allerdings: „Unser Bestreben an einem Gesundheitsstandort wie Bad Berleburg muss es sein, zumindest den Status Quo zu halten.“

Horst-Günter Linde sah die Stadt insgesamt durchaus auf einem guten Weg, „in vielen Bereichen sind wir anderen Kommunen oft drei Schritte voraus“. Dennoch dürfe man sich darauf nicht ausruhen. Dass momentan in Sachen Gemeindestraßen überhaupt nichts passiere, sei ein Unding – letztlich aber der unklaren Situation in Sachen KAG geschuldet. Die Gemeindestraßen seien das Vermögen der Stadt, da könne die Instandsetzung nicht das Problem der Bürger sein. „Wenn wir die Infrastruktur verbessern wollen, müssen wir andere Optionen aufzeigen. Was die Landesregierung beschlossen hat, ist halbherzig – das wird die Probleme nur verzögern.“ Die UWG stehe für eine konstruktive Arbeit in den politischen Gremien. „Man kann ja den Eindruck gewinnen, dass manche schon mitten drin sind im Wahlkampfmodus. Große Ankündigungen überlassen wir gern anderen.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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