„Überschaubare Zahl“

Die Kundgebung der NPD vor dem Bad Berleburger Rathaus wurde gestern Nachmittag von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet.  Foto: vö
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Bad Berleburg. Das Fazit der Polizei fiel eindeutig aus: „Wir sind mit dem Veranstaltungsverlauf zufrieden“, sagte Uwe Weinhold, stellvertretender Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, gestern Abend im SZ-Gespräch. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, die Anzahl der Teilnehmer sei „niedrig und überschaubar“ gewesen.

Zur Anzahl der angerückten Polizeibeamten machte Weinhold „aus taktischen Gründen“ keine Angaben. Die Veranstaltung sei für zweieinhalb Stunden genehmigt worden.

Lediglich zwei Dutzend Sympathisanten aus der rechten Szene nahmen gestern Nachmittag an der angemeldeten NPD-Veranstaltung vor dem Bad Berleburger Rathaus teil. Die Ankündigung der Rechten hatte parallel dazu ein parteiübergreifendes Aktionsbündnis am Berleburger Marktplatz auf den Plan gerufen (siehe Bericht auf dieser Seite). Die Situation gestaltete sich auch deshalb brisant, weil sich in Rathausplatz-Nähe auch einige Vertreter des äußersten linken Spektrums eingefunden hatten.

Worum es der NPD aktuell - wenige Wochen vor der Kommunalwahl - geht, daraus machte der Kreisvorsitzende Stephan Flug in seiner Rede kein Geheimnis: Man wolle erst in die Kommunen, danach ins Land. Flug rechnete mit „den etablierten Versagerparteien“ ab, mit denen eine Zusammenarbeit unmöglich sei.

Wie die SZ aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, hat sich die NPD verstärkt ländliche Kommunen ausgesucht, um Sympathisanten - gerade auch jüngere Menschen - anzuwerben. Aktivisten sollen in verschiedenen Wittgensteiner Ortschaften bereits vorstellig geworden sein, um Unterschriften zu sammeln.Offenbar soll neben der Kandidatur von Stephan Flug für den Kreistag auch „ein Antreten der NPD in zwei oder drei Kommunen in Siegen-Wittgenstein“ ein heißes Thema sein, wie ein Insider der SZ gestern Abend verriet.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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