Unfall mit Folgen: Verursacher muss 2100 E Strafe zahlen

Angeklagter: »Ich weiß nicht, wie das passieren konnte«

Bad Berleburg. Dem 48-jährigen Angeklagten waren seine Schuldgefühle deutlich anzumerken: »Ich weiß nach wie vor nicht, wie das passieren konnte. Ich würde es gerne wieder gut machen.« Dennoch, das war dem Famalienvater aus einem Bad Berleburger Stadtteil klar, kam er jetzt bei der Verhandlung im Amtsgericht der Odebornstadt nicht um eine Verurteilung herum.

Wegen fahrlässiger Körperverletzung musste sich der Berufssoldat verantworten. Er war im Juni mit seinem Pkw ungebremst auf ein anderes Auto aufgefahren. Eine Frau, die in dem auf dem Parkstreifen stehenden Wagen auf ihren Ehemann gewartet hatte, wurde aus dem Auto geschleudert und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Mehrere Knochenbrüche mussten in der Marburger Uni-Klinik behandelt werden, die 62-jährige Geschädigte muss wohl mit einer dauerhaften Einschränkung ihrer Bewegungsfähigkeit leben. 7000 e Schmerzensgeld seien bislang geflossen, so die Zeugin. »Schmerzen habe ich eigentlich jeden Tag«, so der Frau jetzt vor Gericht.

»Ich weiß nicht, wie das passieren konnte. Ich fahre eigentlich immer vorschriftsmäßig, in der Ortschaft nie schneller als 50 km/h«, so der Angeklagte auf Nachfrage von Richter Torsten Hoffmann. Es sei weder ein Handy noch eine Zigarette im Spiel gewesen, auch die Sonne habe ihn nicht geblendet. Staatsanwalt Wolfgang Nau sprach folglich von einem »völlig ungewöhnlichen Unfall«.

In seinem Plädoyer betonte Wolfgang Nau die »erheblichen Verletzungen« der Geschädigten. Für den Angeklagten spräche hingegen die Tatsache, dass er nie strafrechtlich in Erscheinung getreten sei und keine Einträge im Flensburger Verkehrssünderregister vorhanden seien. Der Staatsanwalt forderte eine Geldstrafe von 35 Tagessätzen à 70 e. Verteidiger Hartwig Achinger stellte den »Unfall mit schlimmen Folgen« außer Frage. Der Rechtsanwalt sprach von einem »Augenblicksversagen« seines Mandaten und forderte eine Strafe unterhalb des Antrages der Staatsanwaltschaft.

Torsten Hoffmann verurteilte den 48-jährigen Angeklagten wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 70 e. Für den Beschuldigten spreche, dass ihm die Sache sehr leid tue und er sich bei der Geschädigten entschuldigt habe. Und weiter: »Er leidet selbst an dem Unfallgeschehen.« Dennoch dürfe man bei der Strafzumessung die Dauerschäden bei der 62-jährigen Frau nicht außer Acht lassen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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