Finanzspritze für das Krankenhaus
Vamed-Klinik darf sich über 400.000 Euro freuen

Die Vamed-Klinik Bad Berleburg, früher Helios, wird im Zuschuss-Paket des Bundesgesundheitsministers mit 400 000 Euro berücksichtigt. Foto: Holger Weber
  • Die Vamed-Klinik Bad Berleburg, früher Helios, wird im Zuschuss-Paket des Bundesgesundheitsministers mit 400 000 Euro berücksichtigt. Foto: Holger Weber
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howe/sz Bad Berleburg. „Die Helios-Klinik Bad Berleburg bekommt mehr Geld“, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung aus Berlin. Da war es zum Bundesgesundheitsminister noch nicht durchgedrungen, dass Helios in Bad Berleburg jetzt zur Vamed-Sparte gehört. Zur Ehrenrettung: Auch Vamed hat die Helios-Logos noch nicht ausgetauscht.

Wie dem auch sei: Ab dem kommenden Jahr sollen die Krankenhäuser in dünn besiedelten Regionen mit zusätzlich 400.000 Euro pro Klinik gefördert werden. Damit wird eine bessere Versorgung in ländlichen Regionen unterstützt. Zu den etwa 120 bundesweit geförderten Krankenhäusern zählt auch die Vamed-Klinik Bad Berleburg.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Ein Krankenhaus vor Ort ist für viele Bürger ein Stück Heimat. Es gibt ihnen Geborgenheit und Sicherheit. Gerade in gesundheitlichen Notlagen braucht es eine schnell erreichbare Versorgung vor Ort. Daher werden Krankenhäuser in ländlichen Regionen, zu denen es in erreichbarer Nähe keine Alternative gibt, künftig pauschal mit 400.000 Euro im Jahr bezuschusst. Das ist unbürokratische, konkrete und wirksame Hilfe für den ländlichen Raum.“

Hierfür stellen die Krankenkassen 50 Mill. Euro im Jahr zusätzlich zur Verfügung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Krankenversicherung haben sich nun auf eine Liste der Krankenhäuser verständigt, die die Förderung erstmals ab kommendem Jahr erhalten können. Die Liste der betreffenden Krankenhäuser wird jährlich aktualisiert. Die Krankenhäuser müssen die Voraussetzungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für einen Sicherstellungszuschlag erfüllen (unter anderem Bevölkerungsdichte unter 100 Einwohner) sowie eine Fachabteilung für Innere Medizin, Chirurgie oder Geburtshilfe vorhalten. Um die zusätzliche Förderung zu erhalten, müssen die Krankenhäuser, anders als beim Sicherstellungszuschlag, kein Defizit nachweisen. Ab dem Jahr 2020 erfolgt die Finanzierung der Kosten des einzelnen Krankenhauses für die Pflege am Bett übrigens durch ein eigenes Pflegebudget. Damit wird sichergestellt, dass die in den Krankenhäusern anfallenden Pflegepersonalkosten vollständig von den Kostenträgern finanziert werden.

Da bislang die Mittel für Pflegepersonalkosten von den Krankenhäusern teilweise auch für andere Personalkosten genutzt wurden, werden ab 2020 rund 200 Millionen Euro in die Landesbasisfallwerte überführt. Mit den weiteren 50 Mill. Euro werden also die Krankenhäuser in ländlichen Regionen gefördert. „Damit wird eine bessere Versorgung im ländlichen Raum ermöglicht“, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums.

Antje Gröpl-Horchler von der Unternehmenskommunikation der Vamed-Klinik und Rehaklinik Bad Berleburg nahm gegenüber der SZ zur Kenntnis, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärt habe, Krankenhäuser in ländlichen Regionen ab dem Jahr 2020 mit einer jährlichen, pauschalen Förderung von bis zu 400.000 Euro zu unterstützen. Für die Verteilung dieser Mittel würden festgelegte Kriterien gelten. Aus der Meldung gehe hervor, dass die Vamed-Klinik Bad Berleburg (ehemals Helios) für die Förderung in Frage komme und ab dem nächsten Jahr eine zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalte.

„Da die Meldung erst heute veröffentlicht wurde und unsere Klinik bisher noch keine offizielle Mitteilung über eine Förderung erhalten hat, können wir aktuell noch nicht sagen, wie wir die Förderung einsetzen werden.“ Allerdings freue man sich sehr, dass die Arbeit der Mitarbeiter und auch die Situation der Patienten mit der Förderung eine besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahre, „die wir nutzen möchten, um unsere medizinische Versorgung noch weiter zu verbessern.“

Autor:

Holger Weber aus Wittgenstein

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