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Corona-Patienten brauchen spezialisierte Zentren
Vamed: Reha-Plätze für Schwerkranke fehlen

"Es ist kein Geheimnis, dass wir uns schon lange um diese Betten bemühen und über das Thema sprechen", sagt Antje Gröpl-Horchler, Vamed-Sprecherin Bad Berleburg.
  • "Es ist kein Geheimnis, dass wir uns schon lange um diese Betten bemühen und über das Thema sprechen", sagt Antje Gröpl-Horchler, Vamed-Sprecherin Bad Berleburg.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sz/vö Bad Berleburg. Die Corona-Infektionszahlen steigen und viele ältere Patienten sind so krank, dass sie über lange Zeit in spezialisierten Zentren unterstützt werden müssen. Die Experten der Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation schlagen Alarm: Spezialisierte Reha-Plätze werden in Nordrhein-Westfalen knapp, die Wartelisten wachsen. Laut einem unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitut fehlen aktuell 800 bis 1000 Neurofrühreha-Betten in NRW.
Intensivbehandlung bei Corona-InfektionDiesen Standpunkt unterstützt die Vamed-Reha-Klinik in Bad Berleburg, die in der Landesarbeitsgemeinschaft mitwirkt: „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns schon lange um diese Betten bemühen und über dieses Thema sprechen“, erklärte Vamed-Sprecherin Antje Gröpl-Horchler am Freitag auf SZ-Anfrage.

sz/vö Bad Berleburg. Die Corona-Infektionszahlen steigen und viele ältere Patienten sind so krank, dass sie über lange Zeit in spezialisierten Zentren unterstützt werden müssen. Die Experten der Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation schlagen Alarm: Spezialisierte Reha-Plätze werden in Nordrhein-Westfalen knapp, die Wartelisten wachsen. Laut einem unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitut fehlen aktuell 800 bis 1000 Neurofrühreha-Betten in NRW.

Intensivbehandlung bei Corona-Infektion

Diesen Standpunkt unterstützt die Vamed-Reha-Klinik in Bad Berleburg, die in der Landesarbeitsgemeinschaft mitwirkt: „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns schon lange um diese Betten bemühen und über dieses Thema sprechen“, erklärte Vamed-Sprecherin Antje Gröpl-Horchler am Freitag auf SZ-Anfrage. Anfang des neuen Jahres werde sich das Unternehmen in dieser Sache noch mal deutlich positionieren und die Bedeutung speziell für den Standort Bad Berleburg herausarbeiten.
Denn bekannt ist: Immer mehr Patienten mit einer Corona-Infektion benötigen eine moderne Intensivbehandlung, um zu überleben. „Doch danach sind sie noch lange nicht gesund“, sagt Prof. Dr. med. Stefan Knecht, Leiter der St. Mauritius Therapieklinik in Meerbusch bei Düsseldorf und Sprecher der Landesarbeitsarbeitsgemeinschaft (LAG).

Rehabilitation für Schwerkranke 

Er erklärt, weshalb viele Betroffene eine Schwerkrankenrehabilitation in spezialisierten Zentren brauchen:„Beatmungsmaschinen, Luftröhrenkanülen und andere Apparate in der Intensivmedizin legen die Muskeln für Atmung, Schlucken und die Kontrolle über den Rumpf lahm. Kommen noch Entzündungen oder Stoffwechselentgleisungen hinzu, dann verkümmern die Muskeln. Selbst wenn die akute Erkrankung beherrscht ist, können daher die Apparate nicht einfach abgestellt werden.“

Einzige Chance für solche Patienten ist nach Worten von Professor Knecht eine spezialisierte Neurofrühreha: „Hier werden Patienten oft weiter intensivmedizinisch behandelt – etwa mit Beatmung oder Infusionen. Bauch- oder Blasensonden müssen angelegt oder Verschleimungen in der Luftröhre abgesaugt werden.

Erfahrung und Einfühlsamkeit notwendig

Knecht: „Parallel dazu holen wir die Patienten aus dem Bett. Bei Schwerkranken muss man sich das trauen. Das geht nur mit viel Erfahrung, guter Kontrolle von Blutdruck und Herzschlag sowie einfühlsamen und zugleich ehrgeizigen Therapeuten.“ Auf diese Weise können Betroffene langsam wieder von den Apparaten unabhängig werden und den Weg zurück in den Alltag finden. Und weiter: „Nordrhein-Westfalen ist im Vergleich zu anderen Bundesländern bei Neurofrühreha ein Entwicklungsland.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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