Vereine müssen Nutzung der Sportheime bezahlen

»In anderen Kommunen längst an der Tagesordnung«

Bad Berleburg. Die Bad Berleburger Vereine müssen künftig die Bewirtschaftungskosten ihrer Sportheime selbst tragen. Das kündigte Volker Dornseif vom Planungs- und Hochbauamt in der gestrigen Sitzung des Sportausschusses der Odebornstadt an: »Wir erfinden das Rad nicht neu. Wir holen lediglich das nach, was in anderen Kommunen schon längst an der Tagesordnung ist.« Eine kreisweite Umfrage habe ergeben, das bislang lediglich die Vereine in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück und Netphen noch »eine Insel der Glückseligkeit« bewohnten.

Im Juni sei die Verwaltung beauftragt worden, zum einen die Mitgliederstärken der Vereine zu ermitteln und zum anderen die Verkehrswerte der Immobilien festzustellen, erörterte Dornseif. Am 11. Oktober habe es im Beisein eines Steuerberaters ein Gespräch mit den Vereinsvorständen gegeben. Aktuell sei die Verwaltung dabei, die Verträge mit einem Rechtsanwalt auszuarbeiten, so der Fachmann aus der Verwaltung. Die Kommune werde den betroffenen Vereinen drei Varianten anbieten: den Verkauf städtischer Immobilien, einen Nutzungsvertrag oder die Erhebung von Nutzungsgebühren. Ziel sei es, die Unterhaltung von Sportheimen für die Stadt Bad Berleburg kostenneutral darzustellen.

Der Ausschussvorsitzende Bernd Marburger (SPD) sagte, »dass uns diese Entscheindung nicht leicht gefallen ist, aber wir werden sie treffen müssen«. Er habe allerdings den Eindruck gewonnen, dass das Verständnis angesichts der finanziellen Situation der Stadt durchaus vorhanden sei.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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