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Fairer Handel in Bad Berleburg
Verwaltung zieht erste Zwischenbilanz

Als Ziel in der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bad Berleburg verankert: Die Zertifizierung als „FairTrade-Town“.
  • Als Ziel in der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bad Berleburg verankert: Die Zertifizierung als „FairTrade-Town“.
  • Foto: TransFair e.V./Jakub Kaliszewski
  • hochgeladen von Michael Sauer

ll Bad Berleburg. Globale Verantwortung lokal vor Ort zu übernehmen und den Nachhaltigkeitsgedanken in den Fokus des Handelns zu stellen, diesem Ziel hat sich die Stadt Bad Berleburg im Rahmen ihrer im Februar 2018 verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie verschrieben. Unter diesem Aspekt spielt auch das Thema „Fairer Handel“ eine entscheidende Rolle. Zum einen sollen die Bürger über die Hintergründe informiert und hierzu sensibilisiert werden. Zum anderen will die Stadtverwaltung selbst mit gutem Beispiel vorangehen und überwiegend ihre Waren und Dienstleistungen in Bioqualität (umweltfreundlich) bzw. fair gehandelt (sozialverträglich, regional) einkaufen.

ll Bad Berleburg. Globale Verantwortung lokal vor Ort zu übernehmen und den Nachhaltigkeitsgedanken in den Fokus des Handelns zu stellen, diesem Ziel hat sich die Stadt Bad Berleburg im Rahmen ihrer im Februar 2018 verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie verschrieben. Unter diesem Aspekt spielt auch das Thema „Fairer Handel“ eine entscheidende Rolle. Zum einen sollen die Bürger über die Hintergründe informiert und hierzu sensibilisiert werden. Zum anderen will die Stadtverwaltung selbst mit gutem Beispiel vorangehen und überwiegend ihre Waren und Dienstleistungen in Bioqualität (umweltfreundlich) bzw. fair gehandelt (sozialverträglich, regional) einkaufen.

Dafür wurde eigens ein Handlungskonzept erstellt, welches unter anderem die Möglichkeiten einer fairen und nachhaltigen Beschaffung in der Verwaltung beinhaltet. Dabei geht es um Güter und Produkte wie Lebensmittel, Büromaterialien aber auch Dienstbekleidung und Gebäudereinigung. Aktuell werde dieses Handlungsprogramm schrittweise umgesetzt, teilt die Verwaltung auf SZ-Nachfrage mit. „An vielen Stellen wird bereits nachhaltiger, vor allem im Sinne von ökologischen Aspekten, eingekauft“, lautet ein erstes Zwischenfazit. Dennoch sei man noch nicht am selbst gesteckten Ziel angekommen.
„Die Umsetzung eines fairen und nachhaltigen Handels ist ein (Lern-)Prozess. Es braucht Zeit, um das Thema ganzheitlich zu etablieren“, erklärt die Stabsabteilung Regionalentwicklung. Dafür müsse sowohl in- als auch extern weitere Aufklärungsarbeit geleistet und die Bevölkerung verstärkt miteinbezogen werden.

Fairer Handel in Bad Berleburg: Online-Workshop am 27. Oktober

„Fairer Handel ist keinerlei Konkurrenz zu regionalen Produkten. Denn dieser bezieht sich ausschließlich auf Produkte, die aus dem globalen Süden stammen und vor Ort beispielsweise nicht angebaut werden können (z.B. Bananen, Kaffee)“, verdeutlicht die Stadtverwaltung weiter. Diese Produkte (neben Lebensmitteln auch IT-Produkte, Sportgerätschaften und Spielwaren) würden in globalen Lieferketten teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Genau deshalb sei Solidarität gefragt: Solidarität mit den Landwirten und den Arbeitern, die die Konsumgüter vor Ort herstellen.

Doch gibt es überhaupt ein bezahlbares Angebot? Woran erkennt man, dass die Arbeitsbedingungen wirklich besser sind? Diese und viele weitere Fragen wollen die Referenten Iris Degen und Ajit Thamburaj im Rahmen eines kostenlosen Online-Workshops zum Thema „Fair einkaufen – wann und wie?“ am Mittwoch, 27. Oktober, von 8.30 bis 12.30 Uhr beantworten. Zudem geben die beiden Experten praktische Tipps, wie man den (Arbeits-)Alltag ein bisschen fairer gestalten kann. Wer an dem digitalen Angebot teilnehmen möchte, der wird gebeten, sich bis Freitag, 22. Oktober, per E-Mail bei der Stadtverwaltung unter j.durstewitz@bad-berleburg.de oder r.dienst@bad-berleburg.de anzumelden.

Fairer Handel ist keinerlei Konkurrenz zu regionalen Produkten.
Stadtverwaltung
Stabsabteilung
Regionalentwicklung

Der Workshop selbst solle laut der Stabsabteilung Regionalentwicklung wiederum nur einen „ersten Aufschlag“ darstellen, um das Thema einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüberhinaus lädt die Verwaltung die Bürger zu weiteren Aktionen ein, um „gemeinsam mit der Stadt Bad Berleburg mehr FairAntwortung zu übernehmen.“ So sei unter anderem bereits der Kontakt zu Vereinen, Schulen, Kindergärten und dem Einzelhandel aufgenommen worden. Zudem soll es zur Weihnachtszeit verschiedene Aktionen geben.

Fairer Handel in Bad Berleburg: Infos auf der städtischen Homepage

Des Weiteren hat die Stadt auf ihrer Homepage Informationen zum Fairen Handel zur Verfügung gestellt: „Es ist wichtig über den Fairen Handel zu informieren und das Thema greifbar zu machen, um Akzeptanz zu generieren und zum Mitmachen anzuregen – ganz im Sinne einer nachhaltigen Kommune auf dem Weg zur FairTradeTown“, betont die Verwaltung.

Denn genau diese Zertifizierung als „FairTrade-Town“ ist als Ziel in der Nachhaltigkeitsstrategie verankert. „Bad Berleburg strebt an, nicht nur die geforderten Ziele der Zertifizierung zu erfüllen, sondern darüber hinaus das Thema ‚Fairer Handel‘ nachhaltig zu verankern. Das Siegel ist für uns ein Mindestmaß an Kriterien, auf denen wir uns nicht ausruhen möchten“, nimmt sich die Kommune abschließend selbst in die Pflicht.

Autor:

Lars Lenneper

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