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Die Arfelder Gemeinschaftsleistung ist (fast) vollendet
"Via Adrina" offiziell übergeben

Schlüsselübergabe an den Gemeinschaftsverein: (v. l.) Waltraud Schäfer, Kai-Uwe Jochims, Bernd Fuhrmann, Waldemar Kiel, Volker Sonneborn, Anke Fuchs-Dreisbach und Martin Schneider.  Fotos (2): Martin Völkel
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  • Schlüsselübergabe an den Gemeinschaftsverein: (v. l.) Waltraud Schäfer, Kai-Uwe Jochims, Bernd Fuhrmann, Waldemar Kiel, Volker Sonneborn, Anke Fuchs-Dreisbach und Martin Schneider. Fotos (2): Martin Völkel
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vö Arfeld. Der kreative Treffpunkt im Edertal ist jetzt auch vertraglich und damit schwarz auf weiß ein Projekt der Dorfgemeinschaft Arfeld: Im Rahmen einer kurzweiligen Feierstunde wurde das neue Zentrum „Via Adrina“ an der Stedenhofstraße am Donnerstagabend offiziell von der Stadt Bad Berleburg an den Dorfgemeinschaftsverein übergeben – im Anschluss an einen Reformations-Gottesdienst mit Pfarrer Horst Spillmann und 160 Besuchern.

Den symbolischen Schlüssel überreichte Bürgermeister Bernd Fuhrmann an den Vereinsvorsitzenden Waldemar Kiel. Und die Ausschankgenehmigung hatte der Rathaus-Chef auch gleich mitgebracht. Es war zugleich die erste große Veranstaltung in dem neuen Gebäudekomplex, der – ebenso wie das benachbarte Feuerwehrgerätehaus – in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzt.

vö Arfeld. Der kreative Treffpunkt im Edertal ist jetzt auch vertraglich und damit schwarz auf weiß ein Projekt der Dorfgemeinschaft Arfeld: Im Rahmen einer kurzweiligen Feierstunde wurde das neue Zentrum „Via Adrina“ an der Stedenhofstraße am Donnerstagabend offiziell von der Stadt Bad Berleburg an den Dorfgemeinschaftsverein übergeben – im Anschluss an einen Reformations-Gottesdienst mit Pfarrer Horst Spillmann und 160 Besuchern.

Den symbolischen Schlüssel überreichte Bürgermeister Bernd Fuhrmann an den Vereinsvorsitzenden Waldemar Kiel. Und die Ausschankgenehmigung hatte der Rathaus-Chef auch gleich mitgebracht. Es war zugleich die erste große Veranstaltung in dem neuen Gebäudekomplex, der – ebenso wie das benachbarte Feuerwehrgerätehaus – in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzt. Und musikalisch ging es zu am Donnerstagabend: Der Arfelder Männergesangverein „Concordia“ machte den Auftakt des Abends und lud im Anschluss an den offiziellen zum Rudelsingen gemeinsam mit den zahlreichen Besucher im bestens gefüllten Saal ein. Ein weiterer positiver Nebeneffekt:

Die Akustik passt auf alle Fälle, das stellten die Sängerinnen und Sänger eindrucksvoll unter Beweis. In jeder Hinsicht war das enorme Gemeinschaftsgefühl zu spüren, mit dem das Projekt der Regionale Südwestfalen innerhalb eines Jahrzehnts getragen wurde. Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims machte das in kurzen Worten fest und brachte damit zum Ausdruck, für was die Arfelder Dorfgemeinschaft steht: „Sakko aus, Ärmel hochkrempeln, machen.“ Und dies sei nicht nur an ein oder zwei Wochenenden passiert, sondern über zehn Jahre – „von der ersten Planung bis heute“. Aus der früheren Schuhleistenfabrik Hartmann, die vor Jahren einer der wichtigsten Arbeitgeber im unteren Edertal gewesen sei, sei jetzt ein neuer Treffpunkt entstand.

Der Weg dorthin sei durchaus kompliziert gewesen, räumte Kai-Uwe Jochims ein: „Wir haben Ideen entwickelt, wieder verworfen, geplant, diskutiert.“ Und es seien komplett neue Wege eingeschlagen worden. „In Arfeld werden die Dinge schon mal etwas anders angepackt.“ Das gelte zum einen für den völlig ergebnisoffenen Architekturwettbewerb, aber auch für die Art und Weise der Bürgerbeteiligung.. Es seien Ideen mit Pilotcharakter entwickelt und umgesetzt worden. Rückblickend sei auch die Entscheidung, dass alte Gebäude abzureißen und ein neues zu bauen, die absolut richtige Entscheidung gewesen. „Sonst hätten wir uns hier ein Groschengrab geschaffen.“ Auch wenn von Beginn an der Wunsch vieler Arfelder vorhanden gewesen sei, möglichst viel Substanz der Schuhleistenfabrik zu erhalten. Er müsse allen Beteiligten, so Kai-Uwe Jochims, ein riesiges Kompliment aussprechen. Allein die Entrümpelung der früheren Produktionsstätte sei „kein schöner Job“ gewesen. Er habe sich insgesamt gewundert, dass die Helfer am zweiten Wochenende überhaupt noch mal wiedergekommen seien. Der Ortsvorsteher lieferte einen beeindruckenden Bilder-Rückblick über das Gesamtprojekt, nannte noch einmal prägende Ereignisse wie den Abriss der Gebäude, die Sprengung des Schornsteins oder das Richtfest vor zwei Jahren. Und stellte die Nachhaltigkeit des Baus heraus: „Dass wir hier einen Holzbau im waldreichen Wittgenstein errichten konnten, ist für uns etwas ganz besonderes.“

Nicht von ungefähr sprach Bürgermeister Bernd Fuhrmann im Beisein der stellv. Landrätin Waltraud Schäfer von „einem Vorzeigeprojekt für die Stadt Bad Berleburg“, das wegen der nachhaltigen Bauweise und der Nutzung für die Gemeinschaft für das Leitbild der Kommune stehe. Das Interesse an dem Projekt sei längst überregionaler Natur. Er sei stolz, Bürgermeister einer Stadt zu sein, „in der gemeinsam so etwas geschafft wird“. Dabei klammerte der Rathaus-Chef keineswegs aus, dass ein langer Atem und eine große Portion Vertrauen in die Leistungsfähigkeit aller Mitwirkenden erforderlich gewesen seien.

Denn: Kurz nach der Schließung der Schuhleistenfabrik sei zumindest kurzfristig keine Lösung in Sicht gewesen. Aber: „120 Ehrenamtliche haben aber Mut gemacht.“ Im Zuge des Projektes sei so manche Belastungsgrenze überschritten worden, stellte Bernd Fuhrmann fest, aber immer habe ein Gedanke im Fokus gestanden: „Wir tun es für die gemeinsame Sache.“ Was unter dem Strich dabei herausgekommen sei, darauf dürfe die Arfelder Dorfgemeinschaft gewaltig stolz sein. Er sei zuversichtlich, dass man 2020 den Außenbereich auch noch fertig bekomme. Im Anschluss an die Übergabe fand das Rudelsingen des Männergesangverein Arfeld statt – unter hoher Beteiligung. Unter der Moderation von Rüdiger „Mecki“ Hartmann wurden viele bekannte Lieder angestimmt – DJ Diesel alias Marwin Schneider sorgte für die Musik und im Hintergrund liefen per Projektion die Texte durch. Und so schallten Lieder wie „Country Roads“, „Atemlos“ oder „Cordula Grün“ aus vielen Kehlen lautstark durch das Zentrum „Via Adrina“. Angespornt vom Erfolg, möchte der MGV Arfeld das gerne wiederholen. Nicht zuletzt nutzte Poetry Slammer Tobias Beitzel sein „Heimspiel“ mit einem feinen Auftritt für beste Werbung in eigener Sache.

Schlüsselübergabe an den Gemeinschaftsverein: (v. l.) Waltraud Schäfer, Kai-Uwe Jochims, Bernd Fuhrmann, Waldemar Kiel, Volker Sonneborn, Anke Fuchs-Dreisbach und Martin Schneider.  Fotos (2): Martin Völkel
Die Sänger des Männergesangvereins „Concordia“ Arfeld landeten mit ihrem Rudelsingen im neuen Zentrum auf Anhieb einen Volltreffer.
Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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