Viel Sonne, wenige Leute

Dotzlarer Heimatverein erwanderte die nördlichen Grenzen

db Dotzlar. Das Wetter stimmte beim Grenzgang des Dotzlarer Heimatvereins, nur die Resonanz ließ zu wünschen übrig. Gerade einmal zwölf Wanderer hatten sich am Samstag an der Ederbrücke bei Meckhausen eingefunden. Schlechte Terminwahl und zu viele andere Veranstaltungen, so die Ursachenforschung der Vorsitzenden Erika Gernand. Dennoch machten sich die Anwesenden frohen Mutes auf, den nördlichen Grenzbereich der Ortschaft zu erkunden. Auf und nieder ging es beim Weg rund um die Hohnert.

Die Grenzen zu Raumland, Arfeld und Bad Berleburg standen auf dem Plan. Letztere ist eine geschichtlich nicht ganz unumstrittene, wie Heinz Jäger erklärte. Früher gab es oft Streitigkeiten, woher genau die Strecke zwischen der Stadt und dem Dorf verlief. Besondere Rolle spielte hier die Hütearbeit der damaligen Zeit, in der um jede Weide gekämpft wurde. Um 1560 fand dort die erste Grenzbegehung statt, nicht selten mussten Kinder mitlaufen um sich die einzelnen Punkte gut einzuprägen. Grenzsteine gab es in den seltensten Fällen. Meist dienten Stein-, Erd- oder Holzhaufen zur Orientierung. Auch natürliche Merkmale wie Bäume und Bäche wurden genutzt. So ließen sich die Grenzen aber auch jederzeit leicht von anderen verschieben und verändern.

Vor einigen Jahren war der Heimatverein die südliche Seite Dotzlars entlang gewandert. Jetzt folgte der gegenüberliegende Bereich. Die knapp dreistündige Wanderung wurde begleitet von Erläuterungen seitens Heinz Jäger, Rüdiger Grebe und Udo Wied. Der Abschluss fand im örtlichen Backhaus statt.

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