SZ

Blinden- und Sehbehindertenverein Wittgenstein
Vielfältige "Woche des Sehens"

sz Girkhausen. Katrin Spies-Gußmann sagt einen starken Satz: „Selbsthilfe heißt nicht, wir sitzen alle zusammen, trinken was und sind alle traurig.“ Nein, bei dem im Januar neu gegründeten Blinden- und Sehbehindertenverein Wittgenstein und Umgebung ist niemand allein. So lautet die Botschaft. Die Menschen, die ihren Alltag mit einer Sehbehinderung oder gar einem Sehverlust bewältigen müssen, schließen sich zusammen. Dabei geht es darum, Perspektiven zu schaffen, sich gegenseitig Rat und Hilfe einzuholen und die täglichen Dinge zu meistern. „Wir haben sogar ein paar Sehende in unserem Verein. Das ist natürlich toll“, freut sich Katrin Spies-Gußmann. Ja, der Sehbehindertenverein sei „nur eine Randgruppe“, so die Vorsitzende, „aber – hey, es gibt uns.

sz Girkhausen. Katrin Spies-Gußmann sagt einen starken Satz: „Selbsthilfe heißt nicht, wir sitzen alle zusammen, trinken was und sind alle traurig.“ Nein, bei dem im Januar neu gegründeten Blinden- und Sehbehindertenverein Wittgenstein und Umgebung ist niemand allein. So lautet die Botschaft. Die Menschen, die ihren Alltag mit einer Sehbehinderung oder gar einem Sehverlust bewältigen müssen, schließen sich zusammen. Dabei geht es darum, Perspektiven zu schaffen, sich gegenseitig Rat und Hilfe einzuholen und die täglichen Dinge zu meistern. „Wir haben sogar ein paar Sehende in unserem Verein. Das ist natürlich toll“, freut sich Katrin Spies-Gußmann. Ja, der Sehbehindertenverein sei „nur eine Randgruppe“, so die Vorsitzende, „aber – hey, es gibt uns.“

Blinden- und Sehbehindertenverein mit bunter "Woche des Sehens"

Und wie es den neuen Verein in Wittgenstein gibt, das zeigen die Mitglieder aktuell während der „Woche des Sehens“, die mit dem Beratungsangebot „Blickpunkt Auge“ im Rathaus startete. Ziel ist, unter dem Motto „Die Zukunft im Auge behalten“ auf die Bedeutung guten Sehens hinzuweisen, auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland aufmerksam zu machen. Die Beratung – jeden zweiten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr in Bad Berleburg im Rathaus – ist kostenlos, sie wird über die Mitgliedschaft der aktuell 17 Vereinszugehörigen finanziert. Die Beratungspalette kann sich übrigens sehen lassen. Das geht los mit kleinen Sehhilfen wie Lupen im Scheckkartenformat über die sprechende Waage bis hin zum Umgang mit den Taststöcken.
Auch Tipps zu digitalen Hilfsmitteln, dem Arbeiten mit PC und iPhone, werden gegeben. Neben der ganz praktischen Hilfe spielt der Austausch eine wichtige Rolle – unter anderem auch über barrierefreie Freizeitangebote. Schließlich heißt Beratung auch Rechtsberatung und Interessenvertretung. „In unserem Flächengebiet sind die Leute auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen“, erläutert Katrin Spies-Gußmann. Deshalb würden manche Menschen über Telefon beraten. Im Rahmen der „Woche des Sehens“ führte der Blinden- und Sehbehindertenverein Wittgenstein und Umgebung am Freitag spielerisch in die Thematik rund ums Sehen ein: Im ehemaligen Girkhäuser Gemeindehaus sollten am Freitag der Sport und die Freizeitgestaltung für Sehbehinderte nicht zu kurz kommen.

In das Handycap Sehbehinderter hineinversetzen 

Erfreulich: Was Katrin Spies-Gußmann und ihr Mitgliederteam da auf die Beine stellte, bereitete allen gleichermaßen Freude. Da konnten nämlich Sehende mit Blinden „Showdown“ – genannte „Tischball“ oder auch „Blindentischtennis“ – spielen. Und nicht nur an der Platte waren gemeinsame Aktivitäten möglich. Auch sonst hatte der Verein so manch tolles Spiel parat, dass etwa in der Familie mit Sehenden und Nicht-Sehenden gespielt werden kann. Dazu gab es draußen einen Parcour, der mit dem Taststock abgelaufen werde konnte.
Wer sich zum Thema „Sehbehinderung“ informieren wollte, der hatte dazu während des Auftakts der „Woche des Sehens“ eine gute Gelegenheit. Mehr noch: Der konnte sich regelrecht ins Handycap der sehbehinderten Menschen hineinfühlen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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