Von »heulenden Kojoten« und »engelsgleichen Stimmen«

Südwestfalen-Varieté bot in Berleburg bezaubernde Show

SG Bad Berleburg. Eine atemberaubende Show mit Jonglage, Akrobatik, Diabolo, Zauberei und vielem mehr faszinierte die Besucher am Wochenende im Berleburger Kurhaus. Es war endlich so weit: Die Varieté-Show »Sterne des Südens« stellte ihr neues Programm vor und überzeugte damit knapp 200 Besucher. Bernd Michael Genähr moderierte mit seiner humorvollen Art. Tricks von Pikkus, dem Zauberer, oder der Auftritt der Travestiekünstlerin Jeannie waren echte Ausrufezeichen des Südwestfalen-Varietés.

»Das Brot jeden Künstlers ist der Applaus«, vermittelte Bernd Michael Genähr seinem Publikum und verhungern ließen die Gäste ihn und seine Mannen ganz und gar nicht – sie wurden geradezu voll gestopft mit Applaus. Das Jonglier-Trio »MoRaMi« bot Jonglage mit Keulen, Ringen, Bällen, Diabolos und brachte Jung und Alt zum Staunen, ebenso beim Seilchenspringen auf einem Einrad. Dann war da noch Ursel, die mit ihrem Siegerländer Dialekt und ihren Geschichten von den alten Griechen, der Entstehung ihres Haardutts oder dem jüngsten Italienurlaub Tränen vor Lachen im Zuschauerbereich auslöste.

Höhepunkt ihrer Auftritte war wohl die nachgestellte Szene aus »Titanic«, als Ursel zur Filmmusik die wohl größte Liebesgeschichte aller Zeiten zu demonstrieren versuchte – auf den Beinen des Moderators. Travestiekünstlerin Jeannie aus Essen mischte das Publikum weiter auf: Nachdem der ein oder andere aus dem Publikum ein Liebeslied gewidmet bekam, übte sie deutsche Schlager mit den Besuchern ein und entdeckte zum einen »engelsgleiche Stimmen« sowie »heulende Kojoten« auf den Rängen. »Pikkus«, der Zauberer, führte zwei Tricks vor, wozu er sich jeweils Assistenten unter den Zuschauern suchte. Wie man Ringe ohne Öffnung miteinander verhakt, blieb den Meisten ein Rätsel, doch wie ein Geldschein zuerst vernichtet wird und dann in einem Luftballon wieder auftaucht, dürfte nachvollziehbar gewesen sein. Besonders sehenswert war die Schwarzlichtaufführung eines Jongleurs, der zur Musik im Schwarzlicht faszinierende Effekte entstehen ließ. Den spektakulären Schlusspunkt des bunten Programms setzte ein Feuerkünstler. Er jonglierte mit Fackeln, löschte sie in seinem Mund und spuckte riesige Feuerflammen, so dass es in den ersten Reihen recht heiß wurde. Über zwei Stunden dauerte die rasante und witzige Varieté-Show.

»Lernen sie schießen und treffen sie Freunde«, forderte Bernd Michael Genähr seine Zuhörer auf. Er sprach vom Verein der Künstler - dem gewissen Schützenverein mit viel Geselligkeit, der immer wieder auf der Suche nach neuen Talenten für die Varieté-Shows sei. Das war natürlich nur ein Spaß am Rande, denn das Varieté entstand vor über zehn Jahren in in Siegen. Zunächst noch ein amateurhaftes Varieté, doch die Show wurde immer professioneller und niemand dachte daran, dass es einmal eine Varieté-Show geben würde, die sich zurecht »Sterne des Südens« nennt und ein derart faszinierendes Programm wie im Berleburger Kurhaus – veranstaltet von der örtlichen Kulturgemeinde – bieten würde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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